U-Bahn: Rekordansturm zum CL-Finale

München - So viele Fahrgäste gab es noch nie: Wegen dem Rekordansturm zum Champions League-Finale am Samstagabend musste die MVG teilweise sogar die Bahnhöfe sperren.

Das Fußball-Fieber: Es hat MVG und MVV ganz schön ins Schwitzen gebracht. Die MVG meldet, dass der U-Bahnverkehr rund ums Champions-Leage-Finale ans Limit ging – und darüber hinaus. Obwohl bis zu 75 Prozent mehr Wagen im Einsatz waren als üblich, mussten die Bahnhöfe Marien-, Odeonsplatz und Olympiazentrum immer wieder für einige Minuten und teils bis zu einer halben Stunde gesperrt werden. Grund: Die Bahnsteige waren so überfüllt, dass die Züge nicht mehr abgefertigt werden konnten.

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Über 100.000 Fans nutzten Münchens Untergrund. Manche waren nicht so nüchtern, wie es die Sicherheit erlaubt hätte. So zogen betrunkene Fans öfter die Notbremse oder den Nothalt an den Bahnsteigen. In Einzelfällen mussten gar Menschen aus den Gleisen geholt werden. Mehrere Züge wurden durch Vandalismus beschädigt. MVG-Chef Herbert König spricht von einem „Einsatz in Wiesn-Dimensionen“.

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Und die S-Bahn? Bahnsprecher Franz Lindemair betont, dass die S-Bahnen ohne Unterbrechungen gefahren seien, „allerdings gab es Verspätungen“. Für Hunderte allerdings ein großes Ärgernis: die S1 Richtung Flughafen. Um 23.23 Uhr fuhr sowieso kein Zug, und der um 23.43 Uhr war ab Marienplatz maßlos überfüllt. Grund: Es wurde nur ein Kurzzug bereitgestellt.

Folge: Die Linie, die an der Hackerbrücke (Augustiner-Biergarten) und Hirschgarten/Laim Station macht, war völlig dicht. Wer in Moosach oder Feldmoching von den U-Bahnstationen zusteigen wollte, schaute in die Röhre. Lindemair zur tz: „Ich möchte nicht ausschließen, dass die Prognosen auch mal schiefgehen können.“ Und das, obwohl die Bahn laut Lindemair wusste, dass viele nach dem Spiel zum Flughafen mussten.

Insgesamt kam es im Rahmen des CL-Finales zu 143 Festnahmen in München.

Matthias Bieber

Rubriklistenbild: © MVG

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