Claudia Kleinert von der ARD

Der Wetterexpertin über die Schulter geschaut

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In einem virtuellen Studio werden die Sendungen teilweise live übertragen. Moderatorin Claudia Kleinert steht dann vor einer grünen Wand.

München - Claudia Kleinert ist (45) Deutschlands bekannteste Wettermoderatorin. Die tz hat der Wetterexpertin über die Schultern geschaut.

Es ist ein Thema, das Menschen verbindet – das Wetter. Klappt’s mit dem Ausflug am Wochenende? Kann ich am Sonntag grillen? Oder: Wann wird’s endlich wieder kühler? Alles Fragen, auf die Claudia Kleinert (45) als bekannteste deutsche Wettermoderatorin täglich um kurz vor acht im Ersten eine Antwort weiß. Die tz hat der Wetterexpertin über die Schultern geschaut.

Eines vorab: Wer meint, Wettermoderatoren würden pro Tag nur zehn Minuten arbeiten, ist auf dem Holzweg. Der Arbeitstag beginnt für Claudia Kleinert um 16 Uhr und ist bis spät in die Nacht prall gefüllt mit Analysen, Planungen und Moderationen. Zehn Sendungen werden täglich im Studio 11 in der Bavaria Filmstadt aufgezeichnet. Egal ob „Wetter vor acht“, Wetter nach den Tagesthemen, das NDR-Wetter, die Spätsendung im WDR oder die Internetausgaben: Kleinert meistert alles. Teleprompter? Fehlanzeige! „In meiner Anfangszeit habe ich mir noch Texte geschrieben, mittlerweile mache ich das frei“, sagt die Wetterexpertin.

Das Programm ist straff. Mit dem Meteorologen werden Daten ausgewertet, Karten erstellt und in der Regie getüftelt. Ein geschulter Blick, ein Schluck Wasser und noch die Nase pudern. Ab vor die Kamera! Noch wenige Sekunden. Dann spricht Kleinert vor Millionenpublikum. Nervös? Keine Spur! „Man bekommt Routine“, sagt Kleinert.

Was sie oft zu hören bekommt: „Wie wird das Wetter, Frau Kleinert?“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Sie sagt: „Langfristig kann man das nicht vorhersagen. Aber das macht meinen Job ja auch so spannend.“ Ihr Lieblingswetter: Alles, was Abwechslung bringt. Generell mag ich’s wie die meisten: warm, aber nicht zu heiß.“

Die wichtigsten Stationen vor der Sendung

Die Vorbereitung

Station 1 in der Programmplanung: Mit Meteorologe Georg Haas wertet Claudia Kleinert vor der Sendung aktuelle Wetterdaten aus. Hier werden die Karten erstellt, die von der Moderatorin schließlich im Fernsehen präsentiert werden. Satelliten und Wetterstationen in Deutschland und Europa liefern aktuelle Werte.

Die grüne Wand

In einem virtuellen Studio werden die Sendungen teilweise live übertragen. Moderatorin Claudia Kleinert steht dann vor einer grünen Wand. Mit HD-Technik wird das Kartenmaterial von der Regie auf den Bildschirm eingespielt. Vom Profi gab’s für Reporter Johannes Heininger jede Menge nützlicher Tipps. Spannend!

Die Wetterstation

Eine eigene Wetterstation direkt vor dem Sendestudio in der Bavaria Filmstadt liefert dem Meteorologen Georg Haas zuverlässige Daten für das München-Wetter. Mit Hightech-Instrumenten werden Temperatur, Windgeschwindigkeit und ­Niederschlagsmenge genau gemessen und an den Rechner übermittelt.

Die Garderobe

Normalerweise muss sich Claudia Kleinert nicht selbst schminken. „Meine Maskenbildnerin schafft das in Rekordzeit. Das funktioniert, weil wir ein eingespieltes Team sind“, meint die gelernte Bankkauffrau, die über einen Nebenjob während ihres Studiums zum Fernsehen kam – und blieb.

Die Regie

In der Kommandozentrale werden sämtliche Rohdaten zu einer stimmigen Wettershow komponiert. Kurz vor dem Sendestart bespricht sich Claudia Kleinert mit ihren Kollegen Michael Schäuble und Marco Gregor. Für Kleinert der wichtigste Teil: „Hier entsteht der Film im Kopf, den ich dann in der Sendung abspiele.“

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