Abschied von LiMux?

Computer-Panne: München kriegt tagelang keine Mails

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Wegen einer Computerpanne konnten im Münchner Rathaus tagelang keine Mails empfangen werden.

München - Immer diese Technik: Wegen einer Computerpanne konnten bei der Stadt tagelang keine Mails empfangen werden. Das LiMux-Betriebssystem der Stadt steht jetzt auf dem Prüfstand

Jahrelang war München so etwas wie das kleine Dorf in Gallien: Als erste Großstadt widersetzte sich die Verwaltung dem Software-Riesen Microsoft und führte das Linux-Betriebssystem ein. Eine Entscheidung, die jetzt revidiert werden könnte.

Die Münchner Stadtverwaltung hat tagelang keine E-Mails empfangen können. Von Freitag bis Montag war der städtische Server der Millionenstadt blockiert. Grund war eine zu große Mail. Ein Stadtsprecher betonte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa: „Keine Mail ist verloren gegangen."

Das Problem war zwar ein Server-Problem, aber auch die Software auf den Computern steht jetzt unter Beobachtung. Vor zehn Jahren hatte die Stadt München die Umstellung der Rathaus-Computer auf das freie Betriebssystem Linux - in der Stadt „LiMux“ genannt - beschlossen. München war damit die erste Großstadt, die gegen Microsoft rebellierte und mit viel Aufwand mehr als 10.000 Computer umrüstete.

Das System steht jetzt auf dem Prüfstand. Bereits vor einigen Monaten hatte der zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU) eine Rückkehr zu Microsoft nicht ausgeschlossen. In den vergangenen Jahren habe es immer wieder Beschwerden von unzufriedenen Nutzern gegeben. „Egal, in welches Referat ich komme, überall kriege ich bestätigt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darunter leiden. Das müssen wir ändern“, hatte Schmid der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt.

dpa

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