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Computersystem - hier ist München der Trendsetter

In einer Stadt, die M-Wasser trinkt, M-Strom spart und in M-Bädern planscht, wechselt man nicht einfach so auf die freie Software Linux – obwohl das ja bemerkenswert genug ist – nein, die „IT-Evolution“ in der Münchner Stadtverwaltung heißt natürlich LiMux.

Das System läuft und dafür interessieren sich Besucher aus aller Welt, aus Europa, aber auch aus Lateinamerika, Afrika und Asien.

2003 entschloss sich der Stadtrat für die Umstellung auf das Open Source-System, vor allem, um sich weniger abhängig von Betriebssystemen zu machen. Microsoft-Chef Steve Ballmer war höchstselbst zu OB Christian Ude gepilgert, um ihn von den Vorzügen der Gesamtlösung seines Unternehmens zu überzeugen. Genutzt hat es nichts. „München hat sich aber nicht zur Microsoft freien Zone erklärt,“ versicherte Bürgermeisterin Christine Strobl gestern, als sie eine Zwischenbilanz nach zwei Jahren LiMux-Praxis im Verwaltungsapparat zog.

An 14 000 Arbeitsplätzen in der Verwaltung und zusätzlich 24 000 Computern in den Schulen wird die neue Software schon eingesetzt. Ende 2011 werden 80 Prozent aller Terminals mit OpenOffice arbeiten. Vier Millionen der insgesamt 12,8 Millionen, die der Stadtrat für externe Kosten bewilligt hat, sind ausgegeben. Münchner und deutsche Firmen haben davon profitiert. Auf der anderen Seite hofft man auf eine Verringerung der Ausgaben für Lizenzen in Höhe von drei Millionen.

Zum Gemeinschaftsprojekt Linux hat München das (eierlegende) „WollMux“ beigetragen, eine Software zur Verwaltung von Vorlagen und Formulardokumenten. Es ist über die EU abrufbar. In Brüssel zeige man viel Interesse für freie Software und offene Standards, so Strobl. „Das bedeutet Unabhängigkeit von einem oder wenigen Herstellern.“ Überzeugungsarbeit wollen die Münchner auch bei bayerischen Ministerien leisten, so Projektleiter Peter Hoffmann. Mit dem Auswärtigen Amt in Berlin arbeitet München längst zusammen.

Ein Vorteil liege in der Effizienzssteigerung: „Weil für viele Beschäftigte die Arbeit ein Stück leichter wird, kann die Arbeitsleistung von ca. 80 Mitarbeitern auf andere Bereiche umgelagert werden – zum Beispiel auf besseren Service für die Bürger.“

Quelle: tz

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