Mord in der Thalkirchner Straße

Concierge: So fand ich die tote Witwe

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Robert B. (38) vor Gericht.

Muss Robert B. (38) für den Mord an seiner Schwester lebenslänglich ins Gefängnis? Er hatte Elvira S. am 2. Februar 2016 erdrosselt. Concierge Volkmar W. (34) sperrte tags drauf ihre Luxus-Wohnung in der Thalkirchner Straße auf und fand die Leiche.

München - „Ich habe die Schlüssel nur, wenn die Bewohner es wollen“, sagte er Dienstag im Mordprozess aus. Für Elvira S. hatte er Umzugshelfer organisiert, die aber vergeblich bei der reichen Witwe geklingelt hatten. Also schaute der Concierge persönlich nach. „Das Fenster stand offen. Von draußen wehte Schneeregen herein. Das kam mir gleich komisch vor“, erinnert er sich. „Dann ging ich ins Schlafzimmer. Dort habe ich ihre Beine auf dem Boden liegen sehen. Für mich war klar, da ist etwas Schlimmes passiert“, so der Concierge. Mit einer Kordel um den Hals lag Elvira S. am Boden. „Haben Sie gesehen, dass sie tot ist?“, fragte Richter Michael Höhne. Darauf Volkmar W.: „Nein. Aber ich habe zum ersten Mal in meinem Leben weiche Knie bekommen. Das kannte ich vorher nicht. Und bin sofort wieder gegangen.“

Mit Elvira S. habe er zuvor wenig Kontakt gehabt – außer, wenn sie seine Hilfe benötigte. Wie kurz vor ihrem Tod: Da bat S. den Concierge, ein Fax zu verschicken, um eine Rechnung über 140.000 Euro zu begleichen. Als ihr verarmter Bruder Robert B. diese Summe gesehen hatte, wurde er wütend – und brachte seine Schwester später im Streit gewaltsam um.

Lesen Sie auch zum Fall: Geschwistermord in der Thalkirchner Straße - So reich war das Opfer 

Andreas Thieme

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