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Alarmstufe Pink in bayerischem Landkreis: Minister will wegen Impfdurchbrüchen reagieren

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Von: Lukas Schierlinger

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Die Corona-Inzidenz in Bayern liegt weit über dem Bundesdurchschnitt. Gesundheitsminister Holetschek appelliert.

München - Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) tritt für mehr Auffrischungsimpfungen gegen Corona in der Pflege ein. „Es ist wichtig, dass insbesondere ältere Menschen vor sogenannten Impfdurchbrüchen geschützt werden - also vor Infektionen, die auch nach vollständigen Impfungen auftreten können“, gab Holetschek seinem Ministerium zufolge zu Protokoll. Durch Auffrischungsimpfungen werde der Impfschutz entscheidend verstärkt - das gelte auch für Beschäftigte in der Pflege.

Insgesamt habe es im Freistaat nach Angaben des Ministers bisher mehr als 207.300 Auffrischungsimpfungen (Stand 22. Oktober) gegeben. In Bayern sind die Zusatzimpfungen seit Mitte August möglich.

Corona in Bayern: Gesundheitsminister appelliert wegen Impfdurchbrüchen

„Insbesondere bei Menschen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, ist eine Drittimpfung nach sechs Monaten ratsam“, sagte Holetschek.

Die Auffrischung wird vom Ministerium und Ärztevertretern vorwiegend für Menschen über 80 Jahren und Hochrisikopatienten empfohlen. Zudem seien die Zusatzimpfungen auch für Berufsgruppen möglich, die regelmäßig Kontakt mit infektiösen Menschen haben. Dazu gehören neben Beschäftigte in der Pflege, medizinisches Personal, Mitarbeiter im Rettungsdienst, mobile Impfteams, pädagogisches Personal sowie Beschäftigte in personennahen Dienstleistungen.

Corona: Alarmstufe Pink in bayerischem Landkreis

Im Freistaat liegt die 7-Tage-Inzidenz derzeit bei 179,1, weit über dem Bundesdurchschnitt von 110,1. Am schlimmsten betroffen ist nach wie vor der Landkreis Mühldorf am Inn mit einer Inzidenz von 522,8 (auf dem RKI-Dashboard sogar pink eingefärbt; das geschieht, wenn Landkreise den Wert 500 überschreiten) gefolgt von den Landkreisen Traunstein (489,1) und Berchtesgadener Land (480,6). 

In München lag die Inzidenz am Montagmorgen (25. Oktober) laut RKI-Angaben bei 115,6. (dpa/lks)

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