News-Ticker für Bayern

Corona: Neue München-Zahlen haben Folgen für „Notbremse“ - Regeln ändern sich erneut

In München gilt seit Sonntag, 0 Uhr, die Corona-Notbremse mit strengen Regeln. Doch wohl nicht mehr lange - die Inzidenz liegt am dritten Tag in Folge unter 100. Alle Lockdown-News im Ticker.

  • In München gilt seit Ostersonntag die Notbremse, alle aktualisierten Regeln finden Sie hier.
  • Die Landeshauptstadt liegt jedoch am dritten Tag in Folge unter der 100er-Inzidenz (siehe Update vom 5. April, 6.43 Uhr).

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Update vom 5. April, 6.43 Uhr: Derzeit gilt in München die Corona-“Notbremse“ - zuvor hatte die Stadt drei Tage über dem 100er-Grenzwert gelegen. Am dritten Tag in Folge liegt die Inzidenz in München nun aber unter 100. Das RKI meldet für die Landeshauptstadt am Ostermontag einen Wert von 96,1 (Stand 5. April, 3.09 Uhr). Schon gestern stellte die Stadt auf Twitter klar: „Das heißt konkret: Sollte das RKI, nach gestern und heute, auch am morgigen Ostermontag für München eine 7-Tage-Inzidenz melden, die die 100 nicht überschreitet, würden die „Notbremse“-Regelungen nur bis kommenden Dienstag, 24 Uhr, gelten.“

Das RKI stellt aber auch klar, dass die aktuellen Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind, denn: „Rund um die Osterfeiertage ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden. Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.“

Corona in München: „Notbremse“ nur für wenige Tage? Stadt informiert über aktuelle Lage

Update vom 4. April, 18.22 Uhr: Seit heute gilt in München die sogenannte „Notbremse“, da die Stadt drei Tage hintereinander eine Inzidenz über 100 hatte. Doch das könnte sich schon sehr bald wieder ändern. Da am gestrigen Samstag und heutigen Sonntag, 4. April, die Inzidenz wieder unter 100 lag, kommt es jetzt auf den morgigen Montag, 5. April an. Liegt auch dann die Inzidenz weiter unter der 100er-Grenze, gelten die verschärften Maßnahmen der „Notbremse“ lediglich bis Dienstag, 6. April, 24 Uhr, so die Stadt München via Twitter. Dies würde bedeuten, dass ab dann etwa keine Ausgangssperre mehr gilt. Die aktuelle Inzidenz für München liegt bei 94.5. Auf Grund der wenigen intensiven Testungen an Feiertagen und am Wochenende ist wohl damit zu rechnen, dass das genannte Szenario eintrifft. Sollte sich die Lage jedoch wieder verschärfen und die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über 100 stehen, würde die „Notbremse“ wieder gelten.

Update vom 4. April, 12.51 Uhr: Wir kennen das Phänomen. Wegen der Feiertage wird weniger getestet und teils gar nichts ans RKI gemeldet. Deshalb, auch wenn das wahrscheinlich wenig mit dem tatsächlichen Infektionsgeschehen zu tun hat, sinken in ganz Bayern die Corona-Zahlen. In ganz Bayern? Leider nein. Trotz Feiertage explodiert die Corona-Inzidenz in Oberfranken. Die Stadt Hof hat sich binnen eines Tages mit einem Inzidenz-Sprung von 395.0 auf 469,2 bundesweit auf Platz 2 katapultiert. Nur das Sorgenkind von Thüringen, der Landkreis Greiz, liegt mit 481,5 noch leicht darüber. Auch im Landkreis Hof stieg die Corona-Inzidenz trotz Ostern auf über 300. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Mutmaßlich spielt die Briten-Mutante eine nicht unbeträchtliche Rolle.

Update vom 4. April, 7.12 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt München liegt laut RKI-Dashboard aktuell bei 94,5 (Stand 4. April, 3.08 Uhr). Da sie allerdings diese Woche drei Tage in Folge über 100 gelegen hatte, tritt an diesem Sonntag die „Notbremse“ in Kraft. Welche Regeln nun gelten, erfahren Sie in unserem Überblick.

Update vom 4. April, 23.48 Uhr: Nun ist es so weit: Mit dem Kalenderwechsel auf Sonntag, 4. April gilt in München die Corona-Notbremse. Auch wenn die Inzidenz in der Stadt gerade erst wieder unter 100 gefallen ist. Zuvor hatte sie allerdings drei Tage in Folge über dieser Grenze gelegen. Die Polizei München informierte nun noch einmal, um alle Unklarheiten zu beseitigen: „Die Ausgangssperre tritt heute ab Mitternacht in Kraft, danach bis auf Weiteres von 22 - 05 Uhr.“

Corona-Inzidenz in München fällt unter 100

Update vom 3. April, 16.15 Uhr: Die Corona-Inzidenz in München ist nach Stadt-Angaben auf 98,8 gesunken. Damit liegt sie nun wieder unter der magischen Grenze von 100. Doch die verschärften Lockdown-Maßnahmen treten dennoch ab Sonntag in Kraft. Die Stadt informierte dazu via Twitter: „Auch wenn das RKI heute mit 98,8 für München eine 7-Tage-Inzidenz unter 100 meldet, bleibt es dabei, dass ab Ostersonntag, 4. April, 0 Uhr, die verschärften Corona-Regeln für die Inzidenzeinstufung „über 100“ („Notbremse“) in Kraft treten“.

Zuvor lag die Inzidenz an drei Tagen in Folge über 100. Unter dieser Bedingung soll die Notbremse greifen.

Update vom 3. April, 13.48 Uhr: Die Landeshauptstadt muss pünktlich zum Osterwochenende die Corona-Notbremse ziehen. Bis einschließlich Karfreitag lag die Inzidenz in München über 100. Damit gilt ab Ostersonntag wieder die Ausgangssperre. Und als wollten die Münchner noch einmal ein wenig Freiheit kosten, versammelten sich Donnerstagabend mehrere hundert Menschen am Gärtnerplatz.

Schon häufiger musste die Polizei in Corona-Zeiten dort einschreiten, weil sich zu viele Menschen auf engstem Raum versammelt hatten. Und auch am Donnerstagabend zählten die Ordnungshüter über 400 Personen. Teilweise wurden sogar Tische herangekarrt und Alkohol konsumiert. Dazu beschwerten sich zahlreiche Anwohner über zu laute Musik und Ruhestörungen. Den Beamten blieb deshalb nichts anderes übrig, als um 22 Uhr mittels Lautsprecherdurchsagen die Menschen nach Hause zu schicken.

Corona-Inzidenz: Trotz sinkendem Wert zieht München die Notbremse

Update vom 3. April, 7.33 Uhr: Die Corona-Inzidenz für die Stadt München ist wieder leicht gesunken. Sie liegt aktuell bei 98,8 Fällen auf 100.000 Einwohner im Sieben-Tages-Schnitt. An dem neuen Lockdown inklusive Ausgangssperre ab Ostersonntag ändert diese Tatsache leider nichts. Weiter mag der leichte Abfall in der Inzidenz auch damit zu tun haben, dass am Karfreitag einfach weniger getestet wurde.

Update vom 2. April, 22.01 Uhr: „Es war absehbar, aber es ist bitter, dass wir jetzt ausgerechnet zu Ostern die 100-er Marke gerissen haben und damit ab Sonntag wieder verschärfte Maßnahmen greifen.“ Das sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter in einer städtischen Mitteilung. „Ich wünsche allen Münchnerinnen und Münchnern auch für dieses zweite Ostern in der Pandemie trotz allem erholsame Feiertage.“

Corona in München: Söder ruft an Ostern zu Verzicht auf

Update vom 2. April, 16.49 Uhr: Mit Blick auf die weiter steigenden Corona-Zahlen ruft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Menschen im Freistaat zum Verzicht auf. „Normalerweise ist Ostern das Fest, an dem man sich mit der Familie trifft, Freunde besucht, Reisen macht“, wird Söder laut Redemanuskript in seiner Osteransprache sagen, die am Samstag ausgestrahlt werden soll. Wegen Corona sehe die Lage anders aus: „Also: Nicht reisen, weniger Treffen und achtsam sein und auf einander Acht geben.“

In seiner Ansprache verweist Söder auch auf die Langzeitfolgen von Corona, die schwerwiegend sein könnten. Wer aufpasse, könne schwere Folgen verhindern. Die Situation werde besser, weil täglich mengenmäßig eine Gruppe in der Größe einer Kleinstadt allein in Bayern geimpft werde.

Update vom 2. April, 13.45 Uhr: Die Inzidenz hat die 100er-Marke zum dritten Mal überschritten. Deshalb gilt ab Ostersonntag wieder die Notbremse. Unausweichlich kommen wieder Ausgangssperre - und zahlreiche Schließungen auf die Münchner zu. Zu ersteren griff die Polizei schon am Donnerstagabend hart durch. Nicht wegen der Ausgangssperre, die erst ab Sonntag gilt, sondern wegen Feiernden am Gärtnerplatz. Zu Zweitem: Wer sich auf einen schönen Zoo-Ausflug an Ostern gefreut hat, sollte diesen noch am Samstag absolvieren. Denn auch der Tierpark Hellabrunn muss ab Ostersonntag schließen! Hier nochmal alle ab Ostersonntag geltenden Regeln in München im Überblick.

Update vom 2. April, 06.08 Uhr: Jetzt ist es offiziell. Die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner liegt auch heute, am Karfreitag, über 100, genauer: bei 104,3. Damit wurde die kritische Inzidenzmarke den dritten Tag in Folge überschritten. Eigentlich gilt laut Infektionsschutzverordnung die Regel, dass die 100er-Marke drei Werktage in Folge überschritten werden muss. München hat aufgrund der langen Osterfeiertage festgelegt, dass auch der Karfreitag gilt. Ab Ostersonntag werden deshalb automatisch sämtliche Lockerungen gestrichen und es gelten wieder die alten Lockdown-Regeln.

Update vom 1. April, 18.16 Uhr: Die Corona-Varianten breiten sich in Bayern aus. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit (LGL) von Donnerstag liegt der Anteil der Varianten unter den positiven SARS-CoV-2-Befunden bei rund 73 Prozent, davon wiederum entfallen 72 Prozent auf die britische Virusvariante. Das LGL veröffentlicht ab sofort auf seiner Homepage eine Statistik zu den Virusmutationen in Bayern, aufgeschlüsselt nach den Landkreisen. Die Übersicht soll täglich aktualisiert werden. Das Amt bezeichnete das Vorkommen der Virusvarianten als besorgniserregend.

Auch in München ist der Anteil hoch. Dazu schreibt die Stadt auf ihrer Homepage: „Von den in den vergangenen zwei Wochen neu gemeldeten 2.956 Fällen liegt bei 2.064 Fällen ein eindeutiges vPCR-Ergebnis vor (Stand: 31.3.). Dabei ergab sich für 1.821 Fälle (88,2 %) ein Verdacht auf eine besorgniserregende Virusvariante (Variant of Concern, VOC).“

Corona in Bayern: Notbremse in München rückt näher

Update vom 1. April, 17.04 Uhr: München liegt den zweiten Tag in Folge über dem Grenzwert von 100 - damit rückt die Notbremse näher (siehe Update von 8.29 Uhr). Die konkreten Zahlen: Es gab 332 neue Fälle, drei weitere Todesfälle kamen hinzu. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 102,7. Liegt der Wert auch am Karfreitag über 100, treten schärfere Regeln in Kraft- einen Überblick finden Sie hier.

Update vom 1. April, 12.15 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält eine Testpflicht für Schüler:innen und Lehrer:innen zur Gewährleistung des Präsenzunterrichts an den Schulen für denkbar. Die Inzidenzzahlen stiegen, auch sehr viele Jüngere seien betroffen. „Diese Situation muss man natürlich auch nochmal neu beurteilen“, sagte der Minister am Donnerstag im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Auf die Frage, ob er für eine Testpflicht sei, sagte Holetschek: „Ich kann mir das sehr gut vorstellen, wenn es möglich ist.“

Bisher sei die Bereitschaft zum Testen von Schulkindern in Deutschland nicht sehr stark ausprägt. Es gelte jetzt, den rechtlichen Rahmen abzuklopfen.

„Wir haben in Bayern sehr viele dieser Selbsttests und Antigen-Schnelltests bestellt, gekauft und an alle ausgeliefert, und wir werden ein sehr engmaschiges Testregime dort fahren“, sagte Holetschek. In der Woche nach Ostern solle im Kabinett die Situation an den Schulen nochmals beleuchtet werden.

Corona-Lockdown in Bayern: Schuhgeschäfte dürfen auch bei Inzidenz über 100 öffnen

Update vom 1. April, 10.22 Uhr: Schuhgeschäfte in Bayern dürfen auch in Gebieten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 100 öffnen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) habe am Mittwoch entschieden, dass Schuhgeschäfte zu den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften gehörten, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit.

Zur Begründung verwies der für das Infektionsschutzrecht zuständige 20. Senat darauf, dass Schuhgeschäfte für die Versorgung der Bevölkerung eine vergleichbar gewichtige Bedeutung hätten wie etwa Buchhandlungen, Geschäfte für Babybedarf, Bau- und Gartenmärkte, Blumenläden oder Versicherungsbüros, die nach der geltenden Regelung ausdrücklich geöffnet sein dürfen. Gegen den Beschluss gibt es keine Rechtsmittel.

Update vom 1. April, 8.29 Uhr: In München läuft es mit den Corona-Impfungen noch schleppend. Die Über-70-Jährigen können sich bereits registrieren, auch alle anderen Personen der Priorisierungsgruppe 2. In München wurden bisher 230.000 Impfungen durchgeführt (151.100 Erst- und 78.900 Zweitimpfungen) teilt die Stadt mit (Stand 29. März). Bei 1.562.096 Einwohner*innen mit Hauptwohnsitz in München eine doch vergleichsweise geringe Zahl. Tempo ist gefragt.

München: Corona-Massenimpfungen auf der Theresienwiese?

Der Chef der Aicher Ambulanz Union, Peter Aicher, rät zum Impfen auf dem Oktoberfestgelände. „Mein Vorschlag wäre, auf der Theresienwiese zu impfen“, sagte Aicher der Abendzeitung. Nicht nur die Aicher Ambulanz Union, sondern auch andere Hilfsorganisationen könnten dort impfen. „Jede hätte ein Zelt, in dem sie impfen könnte. Wie auf dem Oktoberfest. Die Theresienwiese ist ja auf große Massen von Leuten ausgelegt und gut zu erreichen.“

Aichers Rettungsdienst hatte 2018 den Wiesn-Sanitätsdienst übernommen. Er betreibt derzeit eine Corona-Teststation auf der Theresienwiese und organisiert zudem mehrere Impfzentren, unter anderem in der Messe München.

Corona-Inzidenz: München erneut über kritischer 100er-Marke - „Notbremse“ kommt wohl

Das heißt laut Stadt konkret: Liegt der Münchner Inzidenzwert laut RKI auch am Karfreitag über 100, treten ab Ostersonntag nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung die seit 8. März geltenden Lockerungen außer Kraft und es gelten wieder die vorherigen Lockdown-Regeln.

Corona-Ostern in Bayern: Polizei rechnet mit Stress-Wochenende - „Unnötiges Infektionsrisiko“

Update vom 31. März, 21.31 Uhr: Auch wenn Innenminister Herrmann eindringlich darum bittet, beliebte Ausflugszielen an Ostern zu meiden (siehe voriges Update): Die Polizei-Gewerkschaften in Bayern rechnen wegen Corona-Ausflüglern und Demos mit einem „Stress-Wochenende“ zu Ostern.

„Das Osterwochenende war in den vergangenen Jahren schon bekannt für Demonstrationen, die erfreulicherweise meist friedlicher Natur waren“, berichtet der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Peter Pytlik. „Nur dieses Mal gehen wir davon aus, dass es sich anders darstellen könnte.“

Laut Jürgen Köhnlein, Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, sei gerade bei Aktionen gegen Corona-Maßnahmen vieles auf „Konfrontation und Konflikte“ ausgelegt. „Die Polizei wird dann zum Prellbock für die Kritik an der Politik“, äußert er sich gegenüber dem Radiosender „BR5 aktuell“. Für die Beamten bleibt das nicht ohne Folgen: Viele von ihnen müssten sich deshalb „wieder einmal einem hohen und aus unserer Sicht unnötigen Infektionsrisiko aussetzen“, so Pytlik.

Corona: Polizei befürchtet - „Bei Kontrolle der Abstandsregeln wird nicht jeder Verständnis zeigen“

Zusätzliche Konflikte könne es an den Feiertagen wegen Regel-Verstößen von Ausflüglern geben, fürchten die Gewerkschaften.
„Bei der Kontrolle der Abstandsregelungen wird nicht jeder Verständnis zeigen“, vermutet Köhnlein. „Wir können nur an alle Menschen appellieren, sich an die aktuellen Vorgaben zu halten.“

Update vom 31. März, 18.38 Uhr: Nur noch einen Tag arbeiten, dann dürfen sich viele Münchner erst einmal auf ein langes Oster-Wochenende freuen. Sollte das schöne Wetter anhalten, sind beliebte Ausflugsziele in diesen Tagen besonders verlockend. Doch genau davor warnt nun Innenminister Joachim Herrmann.

Corona-Ostern in München: Herrmann kündigt verstärkte Polizeikontrollen an

Die Polizei in Bayern werde „an Ostern sehr genau hinschauen“ und Verstöße gegen die Corona-Vorgaben „konsequent sanktionieren“, kündigt der CSU-Politiker gegenüber der Bild an. An den Tagen um Ostern seien noch einmal mehr Streifen unterwegs, auch unterstützt durch die Bayerische Bereitschaftspolizei. Das Coronavirus finde „genügend potentielle Opfer, die sich nicht an die Regeln zum Schutz vor der Pandemie halten“, betont Herrmann.

Corona: Söder greift zu ungewöhnlichem Mittel

Erstmeldung vom 31. März 2021: München - Es ist ein überraschender Schritt: In einem gemeinsamen Brief an ihre 14 Ministerpräsidenten-Kolleginnen und -Kollegen fordern Bayerns Markus Söder (CSU) und Baden-Württembergs Winfried Kretschmann (Grüne) eine strikte Anti-Corona-Politik mit einer konsequenten Umsetzung der Notbremse in Hotspots. Auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen sollen etabliert werden. Zudem plädieren die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg für eine Corona-Testpflicht an den Schulen nach den Osterferien.

Corona: Söder und Kretschmann warnen in gemeinsamem Brief - „Lage ernster, als viele glauben“

„Die dritte Welle rollt seit einigen Wochen unerbittlich über das Land. Die Lage ist ernst, ernster als viele glauben“, heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Wir müssen daher unsere Verantwortung jetzt wahrnehmen und dürfen nicht länger diskutieren. Das Virus verzeiht keine Verzögerungen“, mahnen Söder und Kretschmann unisono. „Jeder weitere Tag des Wartens bedeutet tausende von neuen Ansteckungen, die sich exponentiell durch unser Land fressen.“

Corona-Lockdown in Bayern: Söder will „Notbremse konsequent umsetzen“

„Alle Instrumente, wie wir das Virus bekämpfen können, sind vorhanden - vor allem sind sie gemeinsame Beschlusslage“, betonen die Ministerpräsidenten in ihrem Schreiben. „Getragen von einem einheitlichen Geist gilt es jetzt, die Notbremse ohne weiteres Überlegen und Zögern konsequent umzusetzen. Hierzu gehören nächtliche Ausgangsbeschränkungen und adäquate Kontaktbeschränkungen bei einer Inzidenz über 100 sowie eine konsequente FFP2-Maskenpflicht und Tests.“

Corona: Notbremse in München bahnt sich an - „Laufen Gefahr, dass sich Lage fortsetzt“

Man müsse Corona konsequent bekämpfen. „Sonst laufen wir Gefahr, dass sich durch ein ständiges Hin und Her die Lage bis in den Sommer hinein fortsetzt.“ Auch in München könnte die von Bund und Ländern vereinbarte Notbremse bald greifen, nachdem der Inzidenzwert am Mittwochmorgen (31. März) die 100er-Grenze geknackt hatte.

Für die Zeit nach den Osterferien fordern beide, man müsse sich über einheitliche Regelungen für die Schule verständigen, „insbesondere über eine Testpflicht an den Schulen“. „Wer keinen negativen Test hat, soll dann auch nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können.“ Das sei vor allem deshalb wichtig, weil sich derzeit die britische Mutation unter Schülerinnen und Schülern so stark verbreite - und dann wiederum in die Familien hineingetragen werde, warnen sie.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe

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