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München knackt schon den nächsten Corona-Grenzwert: Weitere Lockerungen in greifbarer Nähe

Die Corona-Zahlen gehen weiter nach unten. München hat bereits den nächsten Grenzwert geknackt - es winken weitere Lockerungen.

  • Gibt es ein Oktoberfest 2022? SPD-Coronapapst Karl Lauterbach ist da überraschend zuversichtlich (Update vom 30. Mai, 10.33 Uhr).
  • München liegt den fünften Tag in Folge unter dem 35er-Grenzwert. (siehe Update vom 31. Mai, 6.17 Uhr)
  • Der Ticker ist beendet.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren News und Infos rund um die Corona-Pandemie in München und Bayern finden Sie immer aktuell in unserem neuen Corona-Ticker. +++

Update vom 31. Mai, 6.17 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in München liegt nach RKI-Angaben wie am Vortag bei 30,7 - und damit zum fünften Mal in Folge unter der 35. Damit rücken weitere Erleichterungen in greifbare Nähe, beispielsweise bei den Kontaktbeschränkungen. Dazu ist auf der Homepage der Stadt München zu lesen: „Bei einer Inzidenzeinstufung ‚nicht über 35‘ sind private Zusammenkünfte möglich für die Angehörigen des eigenen Hausstands und zwei weiterer Haushalte mit zusammen maximal zehn Personen (Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet).

Erst am Sonntag traten in München Lockerungen in Kraft (unter anderem der Wegfall der Testpflicht für Besuche der Außengastronomie), da München fünf Tage unter dem 50er-Grenzwert lag.

Update vom 30. Mai, 10.33 Uhr: Wird es 2022 ein Oktoberfest gegen? Das fragt die Bild am Sonntag SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Und der reagiert erstaunlich zuversichtlich. „Ich glaube, 2022 ist das Oktoberfest wieder ganz normal möglich. Durch die Kombination aus Impfquote und spontanen Infektionen haben wir bis dahin viel abgeräumt“, sagt er der Zeitung. Für 2021 wurde die Wiesn bekanntlich bereits abgesagt, viele Branchen leiden schon jetzt. Für 2022 aber sieht selbst der große - und meist goldrichtig gelegene - Mahner Karl Lauterbach sehr gute Chancen. Er schränkt allerdings ein: „Wer sich nicht impfen lässt, hat leider eine hohe Wahrscheinlichkeit, sich im Laufe des nächsten Jahres zu infizieren und dann auch erst einmal immun zu sein.“ Spätestens vielleicht bei der Wiesn 2022.

Update vom 30. Mai, 07.55 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz für München fällt weiter. Nur noch 30,7 meldet die Landeshauptstadt am heutigen Sonntag. Passen dazu gibt es ab heute eine Vielzahl an Lockerungen in München. Eine Übersicht finden Sie hier.

Update vom 29. Mai, 16.15 Uhr: Geht es nach der SPD-Landtagsfraktion, dann ist jetzt die Zeit gekommen, in Bayern den Katastrophenfall aufzuheben. Dieser gilt bereits seit Dezember 2020. Einen entsprechenden Antrag hatte am Samstag der innenpolitische Sprecher Stefan Schuster gestellt. „Der Katastrophenfall liegt nicht mehr vor und muss aufgehoben werden. Unser bayerisches Gesundheitssystem ist voll funktionsfähig und braucht keine zentrale Koordinierung mehr“, sagte Schuster.

Zu Beginn der zweiten Welle rief Innenminister Joachim Herrmann (CSU) den Katastrophenfall aus, um schneller auf die Corona-Lage reagieren zu können. „Ziel ist eine koordinierte und strukturierte Vorgehensweise aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen“, sagte der CSU-Politiker damals. Anfang Dezember herrschte in Bayern allerdings noch eine Inzidenz von 177 und die Intensivstationen waren gut belegt. „Beides ist aktuell massiv rückläufig“, sagte Schuster und betonte: „Unser bayerisches Gesundheitssystem ist voll funktionsfähig und braucht keine zentrale Koordinierung mehr.“

Corona: Impfungen München gehen gut voran

Update vom 29. Mai, 14.06 Uhr: Stiko-Mitglied Christian Bogdan hat sich in der Debatte um die Impfungen für Kinder ab 12 gegen eine „generelle Kinderimpfkampagne“ ausgesprochen. Die Wirksamkeit sei zwar nachgewiesen, „aber in Sachen Nebenwirkungen fehlen noch ausreichend Daten“, sagte er. „Die Immunantwort eines Kindes kann anders verlaufen als bei einem Erwachsenen. Es brauche noch mehr Daten.

Währenddessen geht die Impfkampagne bei den über 16-Jährigen in München weiter voran. Die Impfquote liegt bei der impffähigen Bevölkerung (ab 16 Jahren) bei den Erstimpfungen bei 47,6 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 18 Prozent, informiert das Münchner Stadtportal (Stand: 28.5). Auf die Münchner Gesamtbevölkerung bezogen lauten die Zahlen: 40,8 und 15,4 Prozent.

Update vom 29. Mai, 7.08 Uhr: München liegt erneut deutlich unter dem Grenzwert von 50. Das RKI meldete für die Landeshauptstadt am Samstag eine Inzidenz von 30,4 (Vortag: 30,4). Da München schon am Freitag den fünften Tag in Folge unter der 50 lag, gelten ab dem morgigen Sonntag Lockerungen (siehe vorheriges Update). Die Inzidenz in ganz Bayern ist weiter gesunken und liegt aktuell bei 38,2 (Vortag: 40,1).

München-Inzidenz im Sinkflug: Diese Lockerungen winken ab Sonntag

Update vom 28. Mai, 17.58 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz für München bleibt stabil unter 50 (siehe unten). Nach einem Puffertag gelten damit ab Sonntag weitere Lockerungen. Was genau? Hier ein kleiner Überblick:

Bei Tierpark, Museen, Gärten und Gedenkstätten muss beispielsweise vor dem Besuch kein Termin mehr ausgemacht werden. Wer ins Theater geht, ein Konzert besucht oder ins Kino, Freibad und Fitnessstudio möchte, muss keinen negativen Test mehr vorweisen. Das gilt auch für Stadt-, Berg- und Kulturführungen - sowie die Außengastronomie.

Die Kontaktbeschränkungen werden übrigens erst ab einer stabilen Inzidenz unter 35 gelockert. Unter diesem Wert lag München am Freitag den zweiten Tag. Für Donnerstag wurden übrigens 69 neue Corona-Fälle gemeldet.

In Einrichtungen wie Freibädern ist ab Sonntag kein negativer Corona-Test mehr nötig.

Corona in Bayern: München-Zahlen im Sinkflug - Bald Nuller-Inzidenz in bayerischem Ort?

Update vom 28. Mai, 10.19 Uhr: Die Stadt Weiden in der Oberpfalz nähert sich womöglich einer Nuller-Inzidenz: Weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen deutlich zurückgegangen ist, lag die Sieben-Tage-Inzidenz dort am Freitag nach Angaben des Robert Koch-Institutes nur noch bei 2,3. Das war der deutschlandweite Bestwert. Auch Platz zwei ging nach Bayern: Schwabach in Mittelfranken lag bei 4,9 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. 

Update vom 28. Mai, 6.10 Uhr: München hat es geschafft: Die Landeshauptstadt liegt den fünften Tag in Folge unter der Inzidenz von 50. Am Freitag meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) einen Wert von 30,4 - und damit sogar erneut unter dem Wert von 35 (Vortag: 34,9). Die Stadt München selbst teilte bereits am gestrigen Donnerstag dazu mit: „Würde dieser Trend auch noch am Freitag anhalten, würde nach der derzeit gültigen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ab Sonntag, 30. Mai die Inzidenzeinstufung ‚unter 50‘ gelten.“ Dadurch wären weitere Lockerungen etwa bei der Gastronomie, der Kultur und Geschäften möglich.

Für die Kontaktbeschränkungen würde vorerst weiterhin die Einstufung „35 bis 100“ gelten, hier gäbe es erst Lockerungen, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 35 liegt, heißt es weiter.

Inzidenz in München weiter gefallen - Bald Lockerungen?

Update vom 27. Mai, 16.52 Uhr: Die Corona-Neuinfektionen in München sind wieder leicht gestiegen. Mit Stand vom 27. Mai verkündet die Stadt 102 neue Fälle. Zwei Todesfälle kamen hinzu. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt nun sogar knapp unter der Schwelle von 35 bei 34,9. Die Reproduktionszahl R liegt bei 0,90.

Liegt die Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter 35, würden weitere Lockerungen in Kraft treten. Das betrifft insbesondere die Kontaktbeschränkungen. Bei einer Inzidenz unter 35 würden dann Treffen „mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen zweier weiterer Hausstände, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt zehn Personen nicht überschritten wird“ möglich sein. Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet.

Update vom 27. Mai, 16.50 Uhr: Markus Söder berät heute mit Angela Merkel und den übrigen Länderchefs zum Thema Impfen. Im Anschluss an den Gipfel werden die Ergebnisse auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Die wichtigen Infos daraus mit Fokus auf die Neuerungen für Bayern und München im Speziellen gibt es in unserem Gipfel-Live-Ticker für München.

Update vom 27. Mai, 15.19 Uhr: Die Corona-Inzidenzen in Bayern sinken kontinuierlich, so wie im Rest Deutschlands und weiten Teilen Europas. In Niedersachen und Baden-Württemberg hat man daher die Entscheidung getroffen, Freizeitparks zu öffnen. Genau genommen geht es dabei um Europa-Park Rust und den Heidepark Soltau. Doch wie sieht die Lage dazu in Bayern aus? Das Gesundheitsministerium erteilte Öffnungswünschen am Donnerstag eine klare Absage und widersprach damit auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Bei einer Umfrage des Bayerischen Rundfunks reagierten Betreiber mit Unverständnis und beklagten, dass es noch nicht einmal eine Perspektive gebe.

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Corona in Bayern: Trotz Öffnungen in verschiedenen Bundesländern - Bayern bleibt bei Verbot

So sagte die Geschäftsführerin des Bayernparks im niederbayerischen Reisbach, Silke Holzner: „Warum in diesem Jahr plötzlich Freizeitparks risikoreicher als Hotels und Kinos eingestuft werden, obwohl zwischenzeitlich Aerosolforscher und Virologen genau das Gegenteil bewiesen haben, ist nicht nachvollziehbar.“ Im Freizeitpark Schloss Thurn bei Heroldsbach in Oberfranken müssen die Tiere seit Monaten jeden Tag gefüttert, gepflegt und bewegt werden - obwohl Publikum und Einnahmen fehlen. „Letztlich ist es für uns nicht nachvollziehbar, warum wir nicht in einen Topf geschmissen werden mit den Tierparks und Zoos, die schon geöffnet haben.“ Das sagte Sprecherin Ann-Kathrin Andorka. „Sondern wir finden uns in dieser Öffnungsmatrix wieder, wie sie so schön genannt wird, zusammen mit den Bordellen.“

Update vom 27. Mai, 14.25 Uhr: Die Fußball-Europameisterschaft steht vor der Tür. In der Münchner Allianz Arena werden insgesamt vier Spiele ausgetragen, darunter die drei Gruppen-Spiele der DFB-Elf plus ein Viertelfinale. Die bayerische Landesregierung stimmte 14.500 Zuschauern bei den Spielen in der Allianz Arena prinzipiell zu – final entschieden ist dies aber noch nicht. Seitens OB Reiter (SPD) hieß es, man wolle bis zuletzt die Entwicklung der Corona-Infektionen beobachten, erst dann könne man die Lage endgültig einschätzen.

Corona in München: Trotz sinkender Inzidenz - Kein Public Viewing zur EM

Sicher dagegen ist jetzt, dass es in München kein Fan-Festival im Olympiapark geben wird. Wie die Olympiapark München GmbH mitteilt, hat sich die Stadt München nach intensiver Bewertung der aktuellen Situation dazu entschlossen, die Vorbereitungen für das geplante Fan-Festival mit einer Kapazität von 60.000 Zuschauern im Olympiapark abzusagen. Marion Schöne, Geschäftsführerin Olympiapark München GmbH äußerte sich dazu in einem Statement: „Wir respektieren diese Entscheidung natürlich, jedoch hätten wir gerne mit dem Fan Festival einen ersten Schritt in Richtung Restart im Veranstaltungsbereich gemacht. Nun hoffen wir auf den Spätsommer bzw. Herbst, um endlich wieder veranstalten zu können.“

Update vom 27. Mai, 8.13 Uhr: Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich zurückhaltend zum Thema Impfungen für Kinder und Jugendliche geäußert. Man höre aus der Ständigen Impfkommission (Stiko), dass es wohl keine einhellige Empfehlung geben werde, „Kinder und Jugendliche zu impfen - und das nehme ich schon ernst und das muss man auch abwägen.“ Das sagte der CSU-Politiker am Mittwochabend im Bayerischen Fernsehen.

Holetschek betonte weiter, er wolle nicht, dass der Impfstoff „dann wieder bei anderen abgezogen wird“, um ihn umzuverteilen. Wenn es aber zusätzlichen Impfstoff gebe und Kinder- und Jugendärzte einbezogen würden, dann müsse man über das Thema diskutieren. Die Diskussion um Impfungen für Kinder und Jugendliche sei wichtig und richtig, betonte der Minister. Sie seien eine der Gruppen, die in der Pandemie am meisten gelitten habe.

Inzidenz-Fall setzt sich fort: München steht kurz vor weiteren Lockerungen

Update vom 27. Mai, 6.33 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in München ist weiter gefallen. Meldete das RKI am Mittwoch noch einen Wert von 38,7, liegt er heute bei 34,9 und damit sogar knapp unter der 35. Wichtig aber zunächst: Der heutige Donnerstag ist der vierte Tag in Folge unter der 50er Inzidenz. Liegt die Landeshauptstadt auch am morgigen Freitag noch unter der 50, sind weitere Lockerungen möglich (u.a. Wegfall der Testpflicht für Außengastronomie). In ganz Bayern sank die Inzidenz von 45,9 auf 40,8.

Update vom 26. Mai, 20.36 Uhr: Nicht nur im Freistaat sinken die Infektionszahlen von Corona rapide. 38,7 in München, 46 in Bayern, 47 in Deutschland. Überall ist die Sieben-Tage-Inzidenz im freien Fall! Dennoch ist das Wirrwarr bei den Corona-Regeln noch nie so groß wie jetzt. Wir geben einen Überblick, was derzeit gilt.

Bayern mit bedeutungsvoller Änderung bei Corona-Lockerungen - München könnte schon bald profitieren

Update vom 26. Mai, 14.24 Uhr: In Zukunft sind Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Bayern schneller möglich als bisher. Beim Erreichen niedriger Inzidenzwerte können einige Regeln künftig einen Tag schneller gelockert werden. Damit wird eine zunächst nur für Pfingsten geltende Praxis verlängert, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch sagte. Man habe damit gute Erfahrungen gesammelt.

Markus Söder (CSU, l), bayerischer Ministerpräsident, bei der Besichtigung des neu eingerichteten Impfzentrums in der Messe München. Neben ihm spricht Klaus Holetschek, bisher Gesundheitsstaatssekretär, nun neuer Gesundheitsminister. Foto: Tobias Hase/dpa

Corona in Bayern: Schnellere Lockerungen beschlossen - München könnte profitieren

Die Änderung betrifft Öffnungsschritte unter anderem für die Außengastronomie, Hotellerie, Kultur, Sport und bei Freizeitangeboten sowie den Wegfall der Testpflicht bei diesen Angeboten bei noch niedrigeren Inzidenzwerten. Dafür muss nach wie vor die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche) von 100 beziehungsweise 50 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten sein. Nach der alten Regel folgte dann eine zweitägige Karenzzeit, bis am insgesamt achten Tag mit Zustimmung des Gesundheitsministeriums gelockert werden konnte. Diese Wartefrist wird nun auf einen Tag verkürzt.

In München liegt man aktuell den dritten Tag in Folge unter der Marke von 50. Damit wären, nach der neuen Auslegung und weiter konstanter Zahlen, weitere Lockerungen bereits ab Sonntag, 30. Mai, möglich. Dies betrifft unter anderem das Wegfallen der Testpflicht für beispielsweise die Gastronomie. „Öffnungen bereits ab Tag sieben sind ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Normalität“, sagte Holetschek. „Ich freue mich, dass die sinkenden Infektionszahlen weitere Erleichterungen ermöglichen.“

Update vom 26. Mai, 12.34 Uhr: Die sofortige Öffnung der Innengastronomie hat der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) gefordert. „Die Erfahrungen haben gezeigt, dass unsere Betriebe sicher sind“, sagte Angela Inselkammer, Präsidentin des Dehoga Bayern.

Corona in Bayern: Innen-Gastro vor Öffnung? Verband fordert sofortige Öffnung

Für Geimpfte, Genesene und Menschen mit einem negativen Corona-Test fordert der Dehoga laut Mitteilung vom Mittwoch eine generelle Öffnung des gesamten Gastgewerbes - unabhängig von Inzidenzwerten. „In Anbetracht derart niedriger Inzidenzwerte müssen wir zudem schnellstmöglich wieder den Weg zu mehr Normalität ohne Tests wie in der Phase nach dem ersten Lockdown wagen“, sagte Inselkammer.

Erstmeldung vom 26. Mai 2021

München - Der Corona-Trend ist eindeutig: Die Zahlen sinken. In München ist man den dritten Tag in Folge unter der Inzidenz-Marke von 50. Bleibt dies über fünf Tage so, und ist der Trend deutlich erkennbar, beschließt die Stadt am sechsten Tag weitere Lockerungen, die am siebten Tag dann in Kraft treten. Für München würde das etwa das Wegfallen der Testpflicht in der Außen-Gastronomie bedeuten. Doch auch in Bayern insgesamt ist der Trend erfreulich. Das erkennt auch der Ministerpräsident an.

Corona in Bayern: Söder äußert sich zur aktuellen Lage - und erntet Spott und Häme

„Der Inzidenzwert in Bayern liegt heute unter 50 - die Zahlen sinken beständig. Der Kurs von Vorsicht mit Perspektive zahlt sich aus. Vielen Dank fürs Mitmachen.“ Mit diesen Worten via Twitter gibt der CSU-Chef jüngst seine aktuelle Einschätzung der Corona-Lage in Bayern ab. Dass der Franke sich damit den Corona-Trend in Bayern mehr oder weniger direkt auf die eigene Fahne schreibt, halten viele User in der Kommentar-Spalte für nicht angebracht. Besonders, dass in ganz Deutschland und in weiten Teilen Europas der Trend nahezu identisch sei, sehen viele Menschen als Beweis, dass auch weitaus mildere Mittel jetzt zum Erfolg geführt hätten. „Blödsinn, die Zahlen gehen überall runter, auch da wo man mehr Freiheiten hatte“, kommentiert etwa ein User. Eine weitere geht noch einen Schritt weiter: „Wem wollen Sie hier eigentlich noch was vormachen, von wegen Vorsicht mit Perspektive?“ Ein weiterer verfällt gar in Zynismus: „‘Danke fürs Mitmachen‘... Wir hatten ja wohl keine andere Wahl.“

Corona: Nach Söder-Ankündigung - bald weitere Lockerungen für Bayern?

Der CSU-Chef war von Beginn der Corona-Krise an stets Befürworter eines vorsichtigen, umsichtigen Umgangs mit der Pandemie. Besonders die weite Grenze Bayerns zu Tschechien und Österreich hätten die Lage im Freistaat deutlich schwieriger als in vielen anderen Teilen Deutschlands gemacht. Als weitere Schritte kündigte der CSU-Chef am 18. Mai in München weitere Lockerungen nach Pfingsten an. Unter anderem könne man - bei weiter sinkenden Zahlen - über eine Öffnung der Innen-Gastronomie nachdenken.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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