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Corona-Hotspot in Bayern beendet Lockdown, aber Betreiber meldet sich sofort mit unerfreulicher Nachricht

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Von: Tanja Kipke

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Das Lockdown-Gespenst in einem bayerischen Corona-Hotspot ist zunächst vertrieben, nicht alle Betreiber sind auf die Wiedereröffnung vorbereitet. Alle News im Ticker.

Update vom 13. Dezember, 20.15 Uhr: Die Omikron-Variante des Coronavirus ist nun auch in den Schulen angekommen. Wie das Landratsamt des Landkreises Münchens bestätigte, befindet sich derzeit eine komplette Klasse des Lise-Meitner-Gymnasiums in Unterhaching bei München in Quarantäne. Es besteht der Verdacht, dass einer der Schüler mit der Omikron-Mutation infiziert sein könnte. Auch vier Lehrer sind betroffen.

Corona-Hotspot in Bayern beendet Lockdown: Erster Betreiber verkündet bittere Nachricht

Update vom 13. Dezember, 14.36 Uhr: Lange hat dieser Lockdown nicht gedauert: Ab 3. Dezember galten im Landkreis Weilheim-Schongau die Lockdown-Regelungen des Freistaats Bayern: Bei einmaligem Überschreiten der 7-Tage-Inzidenz von 1000 müssen Gastronomie sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen schließen. Nach nur elf Tagen endet dieser lokale Lockdown nun am Dienstag.

„Normalität“ wird im Landkreis aber nicht sofort einkehren. Das Plantsch-Freizeitbad in Schongau hatte bereits angekündigt, dass das Bad im Gegensatz zur Sauna einige Tage brauche, um den Betrieb wieder hochzufahren. Mit Wiedereröffnung sei erst am 20. Dezember zu rechnen - falls bis dahin nicht wieder ein neuer Lockdown gilt.

Corona in Bayern: Harte Maßnahmen zu Weihnachten? Holetschek äußert sich in ZDF-Gespräch

Update vom 13. Dezember, 9.14 Uhr: Die Corona-Zahlen in München, Bayern und Deutschland sinken weiter leicht. In München liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 276,2 (Quelle: RKI). Damit setzt sich der Abwärtstrend fort. Im Gespräch mit dem ZDF-Morgenmagazin betonte Gesundheitsminister Klaus Holetschek, dass man weiter mit großer Aufmerksamkeit den Verlauf der neu aufgetretenen Omikron-Variante im Blick behalte. Auf die Frage, ob mit extremen Maßnahmen wie einem Shutdown oder Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte an Weihnachten zu rechnen sei, beschrieb der Minister das weiter starke Infektionsgeschehen.

„Wir müssen weiter Omikron genau im Blick behalten, das ist die große Gefahr, die droht“, so der Minister. „Ich hoffe, dass wir im Kreise der Familie ein schönes Fest haben werden.“ Man müsse weiterhin vorsichtig und umsichtig sein, so Holetschek weiter, er habe jedoch das Gefühl, dass viele Menschen sich entsprechend verhalten, um die Situation auf den Intensivstationen nicht weiter zu belasten.

Indessen äußerte sich CSU-Chef Markus Söder via Twitter zur jüngsten Entscheidung von Nationalspieler Joshua Kimmich, der bestätigte hatte, sich nun doch impfen lassen zu wollen: „Das ist eine gute Entscheidung. Joshua Kimmich übernimmt Verantwortung. Jede neue Impfung ist ein Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie,“ so Söder.

Corona-Inzidenz in Bayern weiter rückläufig

Erstmeldung vom 12. Dezember 2021

München - Die Inzidenz in Bayern in weiter rückläufig. Am Sonntagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für den Freistaat einen Wert von 408,6. Das ist der 16. Rückgang in Folge - am Samstag lag der Wert noch bei 427,5. In der Landeshauptstadt liegt er momentan bei 288,7. Die Impfquote in München beträgt 73,3 Prozent.

Bereits Ende November hat die Europäische Arzneimittelbehörde EMA eine geringere Biontech-Dosis für Kinder-Impfungen freigegeben. Nun hat die Ständige Impfkommission (StiKo) vor einigen Tagen eine Impfempfehlung für Fünf- bis Elfjährige mit Vorerkrankungen und Kontakt zu Risikopatienten angekündigt. Aber auch gesunde Kinder sollen demnach auf Wunsch und nach ärztlicher Aufklärung geimpft werden können. Der spezielle Kinderimpfstoff wird ab morgen in Deutschland verteilt. Rund 240.000 Corona-Impfdosen sollen nach Bayern geliefert werden. In München will man am Mittwoch mit den Impfungen starten.

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Corona-Impfung in München: Impfzentren starten bald mit Kinder-Impfungen

„Wir haben die Impfzentren gebeten, frühestmöglich mit den Impfungen zu beginnen, möglichst schon ab dem 15. Dezember“, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Sonntag in München. Außerdem habe das Ministerium die Impfzentren aufgefordert, für Kinder eigene Impfangebote und separate, kindgerecht gestaltete Impfstraßen einzurichten.

Eltern können ihre Kinder demnach bereits im Impfportal BayIMCO registrieren. Eine Terminvereinbarung sei allerdings noch nicht möglich. In München steht für die Impfungen das „Impfzentrum Riem sowie ab Mitte Dezember der Gasteig mit einer Impfkapazität von bis zu 1.000 Impfungen am Tag zur Verfügung“, wie es auf der Homepage der Stadt heißt. Aktuell werde der Gasteig mit der erforderlichen Infrastruktur (Impfkabinen, Check-In-Schalter, IT etc.) ausgestattet.

Corona-Impfung in Bayern: Söder gesteht Fehleinschätzung der Politik ein

Laut Ministerpräsident Markus Söder lag die Politik mit der Einschätzung der Eigenverantwortung der Menschen in Bezug auf die Corona-Impfung daneben. „Als Politiker haben wir die Eigenverantwortung der Menschen, die wir hoch eingeschätzt haben, tatsächlich überschätzt“, sagte Söder dem Main-Echo.

„Ich dachte, dass bei einer potenziell tödlichen Krankheit ein kostenfrei vom Staat verabreichter Impfstoff von allen Menschen angenommen wird.“ Stattdessen gebe es in Bayern nun eine zu niedrige Impfquote, sagte Söder. „Wir reden uns doch den Mund fusselig, damit sich die Menschen bitte impfen lassen. Aber da hört man dann andere, tiefer liegende Motive, warum dieses Angebot nicht angenommen wird.“ Also müsse man das Land „eben auf anderen Wegen“ schützen - „und auch die schützen, die sich nicht schützen lassen wollen“, betonte Söder. „Das ist das eigentliche Paradoxon dieser Zeit.“ (tkip mit dpa)

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