Corona-Demo in München?

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Maskenprotest vor der Feldherrnhalle: Am Samstag wollen 5000 Menschen hier gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren.

Die Organisatoren der Berliner Kundgebung gegen die Corona-Politik wollen nun auch in München demonstrieren. Für Samstag hat die Vereinigung „Querdenken 089“ eine Veranstaltung mit 5000 Teilnehmern angemeldet.

Die Kundgebung trägt den Titel „Frieden, Freiheit und Gesundheit“ und soll auf dem Platz vor der Feldherrnhalle stattfinden. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) prüft die Anmeldung der Demonstration.

Ob es zu der Veranstaltung des Ablegers der Stuttgarter Querdenken-Bewegung in der geplanten Form kommen wird, ist noch offen. „Wir befinden uns in Abstimmungsgesprächen“, sagt ein Sprecher. Ob die Demo zugelassen wird, ist offen. „Es sind mehrere Örtlichkeiten im Rahmen der Gespräche erörtert worden. Eine Entscheidung steht noch aus.“Auch die Frage, welche Auflagen für die Demo gelten werden, sei bislang noch unklar.

Darüber hinaus sei ein Demozug, ebenfalls für den 12. September, angemeldet worden. In diesem Fall mit 500 teilnehmenden Personen. Auch darüber muss das KVR noch entscheiden.

In Berlin hatten am letzten Augustwochenende Demonstrationsteilnehmer eine Absperrung der Polizei durchbrochen und auf den Stufen des Reichstagsgebäudes Reichsfahnen geschwenkt. Dutzende hatten mit Gewalt versucht, in das Reichstagsgebäude zu gelangen. „Die Ereignisse der Kundgebungen in Berlin fließen in die Gefahrenprognosen ein“, sagt der KVR-Sprecher.

Gestern demonstrierten bereits Eltern gegen die für die kommenden neun Tage geltende Maskenpflicht an weiterführenden Schulen – ebenfalls vor der Feldherrnhalle. Derweil bleibt die Maskenpflicht bestehen – der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München lehnte am Montag einen Eilantrag ab, mit dem ein Gymnasiast die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während des Unterrichts kippen wollte. Diese Maßnahme diene dem legitimen Zweck, die Weiterverbreitung des Coronavirus unter den Schülern und Lehrern zumindest zu reduzieren und hierdurch die Virusausbreitung in der Bevölkerung insgesamt einzudämmen, heißt es in der Entscheidung.

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