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Corona-Demo eskaliert - nebenbei läuft Twitter-Show: Kachelmann legt vor, Münchner Polizei kontert sofort

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Von: Lukas Schierlinger

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Kachelmann und Polizei
Jörg Kachelmann meldete sich via Twitter, die Münchner Polizei zog umgehend nach. © STAR-MEDIA/Thomas Vonier/IMAGO

Bei Corona-Protesten in München musste die Polizei sogar Schlagstöcke einsetzen. Ein ironischer Schlagabtausch auf Twitter begleitete den turbulenten Abend.

München - Ungeachtet eines geltenden Versammlungsverbots sind in München am Mittwochabend (29. Dezember) Tausende Gegner der aktuellen Corona-Politik durch die Innenstadt gezogen. Sie wurden dabei an mehreren Stellen von der Polizei gestoppt. Es ging heiß her. Mehrfach setzten Beamte den Schlagstock ein. Teilnehmern droht nun ein Bußgeld von bis zu 3.000 Euro, unterstrich Polizeisprecher Andreas Franken.

Während Corona-Demo in München: Wetter-Experte und Polizei sorgen für Furore auf Twitter

Jörg Kachelmann macht keinen Hehl daraus, was er von solchen Aufmärschen hält. Er sei explizit „gegen Schwurbel“ lässt sich der Twitter-Biographie des Wetter-Experten gleich zu Beginn entnehmen. Die „Spaziergänge“ durch die Isar-Metropole begleitete Kachelmann am Mittwochabend durch mehrere Beiträge. Einer begeisterte die Netzgemeinde besonders.

„Grüß Gott @Polizei München“, postete der Wetter-Experte um 21.40 Uhr, „wir schalten nun den Regen wie vereinbart langsam wieder aus.“ Für die Beamten sei der Einsatz schon ungemütlich genug gewesen, da brauche es nicht auch noch Niederschlag. So wohl der Tenor des Kachelmann‘schen „Eingriffs“. In den letzten Tagen war reichlich Regen auf die bayerische Landeshauptstadt eingeprasselt.

Ironischer Tweet der Polizei München: „Alles klar, dann aktivieren wir das Handynetz auch wieder“

Nicht weniger ironisch fiel die Replik der Münchner Polizei aus. Mit Bezug auf Kachelmanns Beitrag schrieb der Social-Media-Beauftragte: „Alles klar, dann aktivieren wir das Handynetz auch wieder für die Streamerinnen und Streamer.“ Vonseiten der Corona-Demonstranten wurde zuletzt immer wieder über restriktive Taktiken der Einsatzkräfte geklagt. Nun wurde also sogar das Handynetz gestört? Unerhört! Rasch verbreitete sich die Kunde über einschlägige Messengerkanäle: „Die Polizei hat zugegeben, dass ...“

Davon abgesehen war auf Twitter reichlich Lob für die ironische Aktion des Social-Media-Teams zu lesen, beispielhaft etwa die Einordnung eines Users: „Danke, ich komm‘ aus dem Lachen nicht mehr raus. Das tut echt gut, angesichts der Lage! Mit Humor geht einfach alles besser.“

Zunehmende Aggressivität bei Corona-Demos: Bayerns Innenminister in Sorge

Am Donnerstag will die Polizei eine ausführliche Einsatzbilanz zu den Corona-Protesten in München veröffentlichen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sieht die wachsende Aggressivität unterdessen mit Sorge - und führt sie teils auf den Einfluss von Rechtsextremisten zurück. „Da sind eben auch Leute unterwegs, die wollen unsere Republik infrage stellen“, sagte Herrmann am Donnerstag im WDR. „Da müssen wir den Anfängen, hier unsere Demokratie infrage zu stellen, wirklich auch wehren.“ 

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