Pandemie-News im Ticker

Vor Corona-Gipfel: Beschlussvorlage durchgesickert - Details zu Lockdown-Ende und möglichen Ausgangssperren

Vor dem Corona-Gipfel mit Kanzlerin Merkel sickerten zwei Entwürfe durch. Karl Lauterbach gibt seine Empfehlung aus. Söder äußert sich derweil zum Thema Osterurlaub. Alle News im Ticker.

  • Neue Details zum Corona-Gipfeltreffen: Weitere Beschlussvorlage aufgetaucht (siehe Update vom 21. März, 20.46 Uhr).
  • Vor dem Gipfel mit Kanzlerin Merkel ist am Sonntag der Entwurf einer Beschlussvorlage durchgesickert (siehe Update vom 21. März, 12.07 Uhr).
  • Karl Lauterbach hat seine Empfehlung ausgegeben - einen „kurzen, harten Lockdown für drei bis vier Wochen“. (Update vom 21. März, 14.36 Uhr).
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+++ Welche Lockdown-Strategie schlägt Deutschland ein? Beim heutigen Merkel-Gipfel legen Bund und Länder den Corona-Fahrplan fest. Alle News in unserem Ticker live. +++

Update vom 21. März, 20.46 Uhr: Beim morgigen Corona-Gipfel diskutiert Merkel mit den Ministerpräsidenten, wie es mit Deutschland in der Corona-Krise weitergeht. Jetzt ist eine weitere Beschlussvorlage an die Öffentlichkeit gedrungen. Das Papier trägt das Datum „21.3., 17.30 Uhr“ und liegt Merkur.de vor. Hierin geht es um strengere Corona-Reiseregeln und zum Teil auch um neue Ausgangssperren. Als konkretes Ende für die Lockdown-Regeln wird in dem Schreiben der 18. April genannt.

Corona-Gipfel: Weitere Beschlussvorlage durchgesickt - mit Details zu Reise-Regeln und neuen Ausgangssperren

Weiter heißt es in der Beschlussvorlage, dass die beim letzten Corona-Gipfel beschlossene Notbremse jetzt „konsequent umgesetzt“ werden müsse. Noch in eckigen Klammern - und damit offenbar einer Einigung harrend - finden sich zu den Punkten ganz konkrete Ideen: In Landkreisen mit einer Inzidenz von über 100 soll eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft treten, „sofern dem nicht gewichtige Gründe entgegenstehen“.

Bis zu einer Inzidenz von 200 sollen Schulen nur mit zwei wöchentlichen Corona-Tests für Schüler sowie Lehrer öffnen dürfen. Oberhalb dieser Inzidenzmarke sollen die Einrichtungen - genauso wie Kitas - geschlossen bleiben.

Gipfel-Treffen mit Merkel: „Kontaktarmer Urlaub“ in den Osterferien? - Corona-Warnapp mit neuen Funktionen

Abgesehen davon, ist der Appell vorgesehen auf Reisen zu verzichten - auch explizit über die Osterfeiertage. Erneut in eckigen Klammern steht dazu eine Erleichterung sowie eine Verschärfung: Zur Debatte steht demnach einerseits der „kontaktarme Urlaub“ im eigenen Bundesland. Andererseits heißt es „unter Prüfvorbehalt“: „Reisen, insbesondere Urlaubsreisen ins Ausland müssen daher unabhängig von Inzidenzen im Zielland mit einer epidemiologisch gebotenen Quarantäne und einer Testpflicht vor Rückreise und bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland verbunden sein.“

Die Corona-Warnapp soll laut der Beschlussvorlage ausgebaut werden, beispielsweise um die Funktion „einer anonymen Eventregistrierung zur Berücksichtigung von Infektionsclustern“. Damit sollen Teilnehmer auf Events direkt über positive Corona-Tests anderer Teilnehmer informiert werden. Als Datum für einen nächsten Corona-Gipfel wird in dem Papier der 12. April genannt.

Corona in Bayern: Mehr als ein Drittel der Polizisten bereits geimpft

Update vom 21. März, 19 Uhr: Auch die Polizeibeamten im Freistaat sollen vor dem Coronavirus geschützt werden. Aktuell hat bereits mehr als ein Drittel der Beamten die erste Impfung erhalten. „Unser Ziel bleibt, so rasch wie möglich allen Polizeibeamtinnen und -beamten in Bayern eine Impfung anzubieten“, betonte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Sonntag in München.

Vom Ministerium heißt es, dass nach der Entwarnung der Europäischen Arzneimittelagentur die Bayerische Polizei die Impfung mit Astrazeneca fortgesetzt habe. „Die Termine werden alle wahrgenommen“, so Herrmann. Allein am Wochenende seien knapp 500 Beschäftigte geimpft worden, am vergangenen Freitag 250.

Vor Corona-Gipfel: Söder äußert sich in Osterurlaubs-Debatte - „Menschen brauchen Hoffnungszeichen“

Update vom 21. März, 16.19 Uhr: Über mögliche Osterurlaube in der Corona-Krise wird seit Tagen heiß debattiert. Auch Ministerpräsident Markus Söder vertritt hier eine klare Meinung: Er fordert eine Prognose für die Corona-Infektionszahlen durch das Robert Koch-Institut (RKI). Bei der Beratung von Bund und Ländern müsse für eine Entscheidung das Infektionsgeschehen in zwei Wochen „antizipiert“ werden, so der CSU-Chef am Sonntag in München.

Corona in Bayern: Söder fordert Testpflicht und Quarantäne-Regeln für Mallorca-Urlauber

Laut einer Schätzung des RKI könne die Inzidenz nach Ostern bundesweit bei mehr als 300 liegen, gab Söder zu bedenken.
Der Ministerpräsident betonte, er könne verstehen, dass die Menschen Urlaub machen wollten. Ebenso sehe er auch, dass sich die Debatte durch die Mallorca-Reisen geändert habe. Damit die Relation gewahrt bleibe, brauche es Söder zufolge in jedem Fall eine Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer - genauso wie verbindliche Quarantäne-Regeln.

Zeitgleich müsse geschaut werden, wie das RKI die Infektionsgefahr für Urlaube in Ferienwohnungen und Ferienhäusern einschätze. „Ich weiß sehr wohl, dass die Menschen Hoffnungszeichen brauchen“, so Söder. Es sei auch für ihn so, „dass das alles wie eine bleierne Wolke über einem liegt“.

Zudem braucht es Söder zufolge zum Brechen der dritten Welle eine bundeseinheitliche Umsetzung der „Notbremse“ in regionalen Hotspots. „Ich bin immer sehr für flexible Lösungen. Wenn Flexibilität aber zu Unübersichtlichkeit führt, dann ist keinem damit geholfen, weil es die Akzeptanz noch mal sinken lässt“, sagte der CSU-Chef. Er plädierte deshalb für eine Regelung, die für alle Bundesländer verbindlich umzusetzen ist. Ansonsten fühlten sich am Ende auch die Menschen ungerecht behandelt.

Corona: Lauterbach fordert harten Lockdown „für drei bis vier Wochen“

Update vom 21. März, 14.18 Uhr: „Wir brauchen eigentlich einen härteren Lockdown, als wir ihn bis Anfang März hatten - und zwar jetzt bis Mitte April“: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert angesichts der aktuellen Corona-Infektionszahlen (siehe Update von heute, 7.34 Uhr) strengere Maßnahmen.

„Ideal wäre ein kurzer, harter Lockdown für drei bis vier Wochen, bis das Testen in Schulen und Betrieben richtig steht“, sagte der Politiker der Welt (Ausgabe von diesem Sonntag). Anlass sei vor allem die Ausbreitung der zuerst in Großbritannien entdeckten Corona-Mutation B.1.1.7. Er verwies dabei auf andere Länder: „Niemand kam dabei ohne Ausgangssperren aus.“ Mehr Hintergründe erfahren Sie im Corona-News-Ticker von merkur.de*.

Corona in München/Bayern: Söder (CSU) warnt vor „Endlos-Welle“

Update vom 21. März, 13.54 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnte vor dem morgigen Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel vor weiteren Öffnungen. Bei einer Pressekonferenz zur Maskenaffäre, erklärte er auf Nachfrage, dass die Inzidenz weiter steige. Man müsse überlegen, „ob wir aus der dritten Welle eine Endlos-Welle machen“, sagte er zu möglichen Konsequenzen zusätzlicher Lockerungen. „Man braucht auch endlich mal ein Durchatmen“, weiß der CSU-Chef, allerdings: Bei überstürzten Zusatzöffnungen bestünde die Gefahr, „dass wir eine Endlosschleife bekommen.“ Sein Rat für den Bund-Länder-Gipfel lautet deshalb „klug und vernünfig zu beraten.“

Merkel-Beschluss vor Gipfel durchgesickert: Überraschung bei Oster-Urlaubs-Möglichkeiten

Update vom 21. März, 12.07 Uhr: Das Bundeskanzleramt strebt eine Fortsetzung des aktuellen Corona-Lockdowns bis in den April hinein an. Dies geht aus dem Entwurf für eine Beschlussvorlage für die Bund-Länder-Beratungen am Montag hervor. Dieser liegt der AFP vor. Ein exaktes Datum für das Ende der Maßnahmen ist darin noch nicht enthalten. Der Entwurf muss noch mit den Ländern abgestimmt werden.

Generelle neue Öffnungsschritte sieht der Entwurf nicht vor - er verweist vielmehr auf das „wiederum starke Infektionsgeschehen und eine exponentielle Dynamik“. Allerdings solle es Ländern und Regionen ermöglicht werden, „zeitlich befristete Modellprojekte“ zu starten, um „mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zu öffnen“.

Entwurf vor Corona-Gipfel mit Merkel durchgesickert: Ferienreisen bald möglich?

Sie sollten dabei die „Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten unter Nutzung eines konsequenten Testregimes“ untersuchen. „Zentrale Bedingungen dabei sind negative Testergebnisse als Zugangskriterium, IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und gegebenenfalls auch zum Testnachweis, räumliche Abgrenzbarkeit auf der kommunalen Ebene und eine enge Rückkopplung an den Öffentlichen Gesundheitsdienst“, heißt es der AFP zufolge in der Vorlage.

Es wird außerdem erwogen, Bürger:innen Ferienreisen nach dem Prinzip des „kontaktarmen Urlaubs“ im jeweils eigenen Bundesland zu ermöglichen. Voraussetzung seien die „Beachtung der geltenden Kontaktbeschränkungen, strenge Hygieneauflagen und der Umsetzung eines Testregimes“. Dieser Passus in dem Entwurf ist in eckige Klammern gesetzt, was darauf hindeutet, dass hier noch Abstimmungsbedarf zwischen Bund und Ländern besteht.

Das Kanzleramt schlägt in dem Entwurf außerdem ein „Sonderprogramm des Bundes“ für den Tourismus und verwandte Bereiche vor. Dieses soll über die bisherigen Hilfsprogramme hinausreichen. Dieses Programm könnte dann gestartet werden, wenn „die epidemiologische Lage eine wirtschaftlich relevante Öffnung zu Ostern nicht möglich machen“ sollte, wie es in der Vorlage heißt.

Inzidenz in München klettert weiter nach oben - Schul-Experte zieht düsteres Fazit über Distanzunterricht

Update vom 21. März, 10.58 Uhr: Am Montag beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Möglich, dass auch Schulen wieder ein zentrales Thema des Gipfels werden. Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger befürchtet, dass wegen fehlender Corona-Tests und Impfungen von Lehrern Schulen bald wieder in den Distanzunterricht zurückkehren müssen. „Es gibt nur eine Möglichkeit, die Schulen auch in einer dritten Welle zu einigermaßen sicheren Orten zu machen: indem man die Lehrer impft und gleichzeitig mindestens zweimal in der Woche einen Schnelltest für alle Lehrer und Schüler durchführt.“ Das sagte Meidinger der Bild am Sonntag. Doch bei beidem würde es massiv haken. „Ich glaube deshalb nicht, dass wir die Schulen in der dritten Welle offen lassen können.“

Seit Beginn der Pandemie seien 500 bis 600 Stunden Unterricht weggefallen, beklagte der Lehrerverbandschef aus Bayern. Selbst der beste Distanzunterricht habe nicht dieselbe Qualität wie Präsenzunterricht. „Langsam stellt sich die Frage, was dieses Schuljahr noch wert ist“, sagte Meidinger. Alle Schüler hätten Lücken aufgebaut. Bei 20 Prozent seien sie so groß, dass sie gar nicht mehr begleitend aufgeholt werden können.

Söder macht Lockerungs-Absage vor Merkel-Gipfel - Inzidenz in München klettert weiter nach oben

Update vom 21. März, 7.34 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat die kritische Marke von 100 überschritten. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt der Wert bei 103,9 (Vortag: 99,9). Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.40 Uhr wieder, Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Die bundesweite Inzidenz von über 100 ist zunächst vor allem von symbolischer Bedeutung und hat keine zwingenden Folgen für den Umgang mit der Pandemie. Entscheidend für die Aufhebung von Lockerungen der Corona-Maßnahmen ist die jeweilige Inzidenz in einzelnen Regionen Deutschlands.

Die Gesundheitsämter meldeten 13.733 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages, außerdem kamen 99 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus hinzu. Sonntag vor einer Woche waren es noch 10.790 Neuinfektionen sowie 70 registrierte Todesfälle.

Auch in der Landeshauptstadt München steigen die Zahlen weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 83,9. Am Samstag meldete das RKI noch einen Wert von 75,4, am Tag davor lag die Inzidenz bei 72,3.

Söder macht Lockerungs-Absage vor Merkel-Gipfel - Tausende bayerische Schulen müssen ab Montag schließen

Update vom 20. März, 22.21 Uhr: Die Inzidenz-Zahlen in Bayern klettern weiter nach oben. Das bekommen nun auch viele Schüler und Lehrer im Freistaat zu spüren. Wegen der zunehmenden Corona-Infektionen müssen sich einige Schulen wieder umstellen.

Corona in Bayern: Tausende Schüler wieder in Distanzunterricht geschickt

Ab Montag wird für 38 Landkreise und kreisfreie Städte erneut Distanzunterricht angeordnet, wie ein Sprecher des bayerischen Kultusministeriums am Freitag mitteilte. Konkret betrifft diese Entscheidung rund 2250 Schulen - mit mehr als einer halben Million Schülern.

In Landkreisen mit einer Inzidenz von über 100 darf der Präsenzunterricht ausschließlich für Abschlussklassen stattfinden. Allerdings nur, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern „durchgehend und zuverlässig“ eingehalten werden kann. Andernfalls gilt Wechselunterricht. In Kitas muss in solchen Fällen auf Notbetreuung umgestellt werden.

Liegt in bayerischen Landkreisen die Corona-Inzidenz zwischen 50 und 100, sollen Schulen allen Klassen Präsenzunterricht ermöglichen. In Kitas bleibt es dann bei eingeschränktem Regelbetrieb in festen Gruppen. Für welche Regionen welches Unterrichtsmodell gilt, wird immer freitags festgelegt.

Corona-Impfung: Bayern erhält bald täglich 120.000 Impfdosen

Update vom 20. März, 18.27 Uhr: Gute Nachrichten in der Corona-Krise: Für Bayern soll es bald deutlich mehr Impfstoff geben. Ab Ende April erhält der Freistaat pro Tag etwa 120.000 Impfdosen. Das sagte der Landkreistagspräsident Christian Bernreiter (CSU) der „Passauer Neuen Presse“. „Das ist deutlich mehr als eine Verdopplung der jetzt täglich zur Verfügung stehenden Impfdosen.“

Corona: Deutlich mehr Impfstoff für Bayern angekündigt - „Je mehr geimpft werden, desto besser“

Bereits nach dem Impfgipfel am Freitag hatte Ministerpräsident Markus Söder 100.000 zusätzliche Impfdosen für Bayern angekündigt. Diese sollen in der Grenzregion zu Tschechien eingesetzt werden, wo die Corona-Infektionszahlen derzeit besonders hoch sind. Neben Bayern erhalten auch Sachsen, Thüringen, das Saarland und Rheinland-Pfalz zusätzliche Impfdosen.

Bernreiter begrüßte diese Entscheidung. „Je mehr geimpft wird, desto besser“, betonte der Landrat von Deggendorf.

Corona: Inzidenz in Bayern steigt - Markus Söder fordert bundesweite Notbremse

Update vom 20. März, 14.19 Uhr: Die BIHK fordert ein Umdenken. Die Corona-Politik solle sich nicht so direkt an Inzidenzwerten orientieren. Das ist allerdings der bestehende Konsens. Und Bayerns Ministerpräsident pocht auf die Notbremsen-Regelung.

„Wir haben ein Instrument, das wirkt: Die Notbremse“, sagt er der FAZ, „die muss überall in Deutschland gleich und konsequent angewendet werden. Sonst wird sie ein zahnloser Tiger und die Sicherheitswirkung verpufft.“ Die Regelung der Corona-Notbremse besagt, überschreitet eine Stadt oder Region in drei Tagen in Folge den Inzidenzwert von 100, greifen strikte Maßnahmen. In München liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 75,4. Tendenz weiter steigend.

Markus Söder fordert, die Notbremse bundesweit auch durchzusetzen. Er hofft im Fall der Fälle auch auf das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger.

„Wer jetzt die falschen Schritte geht, riskiert, dass aus der dritten Welle eine Dauerwelle wird“, mahnt Söder, „damit könne sich alles bis in den Sommer hinein verlängern. Daher jetzt lieber konsequent und schneller - auch wenn es nochmal Kraft kostet.

Lockerungen in München? Macht „keinen Sinn“ - Söder erteilt Öffnungen klare Absage

Update vom 20. März, 13.17 Uhr: Markus Söder machte am Samstag Hoffnungen auf weitere Lockerungen beim Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel zunichte. Zusätzliche Öffnungen würden aufgrund der steigenden Infektionszahlen „keinen Sinn“ ergeben (siehe vorheriges Update). In der Wirtschaft wächst allerdings die Verzweiflung. Viele Betriebe fürchten um ihre Existenz. Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) stellt Corona-Einschränkungen nicht generell in Frage - fordert aber eine Neuorientierung der Politik.

Konkret fordert der BIHK eine Abkehr der Staatsregierung um Markus Söder von zentral vorgegebenen Lockdowns. Die bayerischen Kommunen sollten wie in Baden-Württemberg die Möglichkeit zu kontrollierten Öffnungen haben, sagte Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl am Samstag in München der Deutschen Presse-Agentur. Der deutschen Politik insgesamt warf Gößl Ideenlosigkeit und Bürokratismus im Umgang mit der Krise vor: „Es fehlt die Ambition, die sagt: Lass uns Lösungen finden.“ Die zweite Kernforderung des BIHK vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag ist das Abrücken von den Inzidenzwerten als Richtschnur der deutschen Corona-Politik.

Vorbild Tübingen? BIHK fordert Neuorientierung der Politik in der Corona-Pandemie

Die Anregung kommt aus Tübingen. Dort startete vor kurzem ein Modellversuch: Geschäfte und Kultureinrichtungen können Kunden einlassen, wenn diese einen negativen Schnelltest vorlegen. Wirte dürfen unter diesen Bedingungen immerhin ihre Terrassen und Gärten öffnen. Die Möglichkeit zu solchen kommunalen Ausnahmen sollte die Staatsregierung in ihren Corona-Verordnungen festschreiben, sagte Gößl.

„Der Ansatz ist: Eine Kommune legt ein Konzept vor, und das muss die Landesregierung genehmigen“, beschrieb Gößl das Modell. In Bayern gebe es parteiübergreifend viele Landräte und Oberbürgermeister, „die massiv die derzeitige Steuerung über den Inzidenzwert in Frage stellen und gleichzeitig massiv Ambitionen haben, vor Ort etwas zu bewegen“, sagte Gößl. „Es geht nicht um eine unbegrenzte Öffnung“, betonte der BIHK-Hauptgeschäftsführer. „Das soll alles kontrolliert sein.“ 

Nach Vorstellung des Industrie- und Handelskammertags sollte die Politik neben den Inzidenzwerten ein Bündel von Indikatoren  berücksichtigen, um flexibel reagieren zu können. Als Beispiele nannte Gößl den Anteil der Corona-Patienten auf den Intensivstationen oder die Ausbreitung des Erregers in unterschiedlichen Altersgruppen.

Covid-Cockpit gefordert - Blick auf Inzidenwerte „falsch und verzerrend“?

„Wir brauchen ein Covid-Cockpit“, sagte Gößl unter Verweis auf entsprechende Vorschläge des Robert-Koch-Instituts für ein Stufenkonzept und die Schweiz, die sich bei ihrer Corona-Politik an vier Richtwerten orientiert. „Wir halten den ausschließlichen Blick auf die Inzidenzwerte als Steuerungsgröße für nicht sinnvoll, sogar für falsch und verzerrend“, sagte Gößl. „Die Akzeptanz ist völlig verloren gegangen in der Wirtschaft und zwar querbeet durch alle Branchen, sie ist aber auch verloren gegangen in den Kommunen und in der Bevölkerung.“ 

Der Ausgangspunkt der Corona-Maßnahmen sei immer gewesen, eine Überlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden, sagte Gößl. „Dann schauen wir doch da mal hin.“ In den vom Lockdown betroffenen Branchen steige die Insolvenzgefahr für viele Betriebe Woche für Woche. „Da sind Verzweiflung und Resignation.“ Nach einer vor wenigen Tagen veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts fürchten in Branchen wie Reisebüros, Hotels und Gastronomie inzwischen große Mehrheiten der Betriebe um ihre Existenz.

Inzidenz in München steigt weiter - Söder erteilt weiteren Öffnungen vor Merkel-Gipfel klare Absage

Update vom 20. März, 11.54 Uhr: Markus Söder will durch gezielte Impfungen mehr Mobilität im Alltagsleben ermöglichen. Neben „dem Schutz vor Mortalität“ müsse auch der „Gewinn an Mobilität als weiteres Impfziel“ definiert werden, sagte Söder der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstag). Bayerns Ministerpräsident verwies auf den Beschluss des Impfgipfels vom Vortag, demzufolge in den Grenzregionen zu den Hotspots in Tschechien „unabhängig von der starren Priorität“ geimpft werden könne, was vor allem Pendler und andere Arbeitnehmer begünstige.

Dieses Prinzip müsse „ausgerollt werden auf das ganze Land, wenn es mehr Impfstoff gibt“, sagte der CSU-Chef weiter. Die Betriebe und die Wirtschaft spielten dabei eine zentrale Rolle. „Und in den Schulen sollten dann nicht nur die Lehrer, sondern auch die Schüler ab 16 Jahren geimpft werden.“ Dann hätten auch die Jüngeren wieder mehr Freiheit.

„Überhaupt müssen wir freier denken“, so Söder. „Dazu gehört auch so bald wie möglich den russischen Impfstoff Sputnik V zuzulassen, wenn er die Voraussetzungen erfüllt.“ Der Impfstoff könnte künftig in Bayern produziert werden. Mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz am Montag sagte Söder: „Weitere Öffnungen ergeben angesichts der erneut steigenden Infektionen keinen Sinn. Die Notbremse muss für alle gelten. Und zwar konsequent.“

Corona in Bayern: Sieben-Tage-Inzidenz in München steigt weiter

Update vom 20. März, 7.27 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in München steigt weiter und liegt nun bei 75,4. Das geht aus Daten des RKI (Stand 20. März, 3.41 Uhr) hervor. Am Vortag hatte der Wert noch bei 72,3 gelegen.

Ergebnisse des Impfgipfels: Merkel will Hausärzte ab April impfen lassen - Söder freut sich über mehr Impfstoff

Update vom 19. März, 19.48 Uhr: Der Impfgipfel in Berlin ist zu Ende gegangen. Nun steht auch definitiv fest, ab wann in den Hautarztpraxen geimpft wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich in der Pressekonferenz nach dem Gipfel wie folgt dazu: „Wir haben beschlossen, dass die etablierten Strukturen der Impfzentren weiterhin benötigt werden und mit einem Sockel von 2,25 Millionen Dosen pro Woche beliefert werden. Die Menge, welche diesen Sockel übersteigt, wird ab der 14. Kalenderwoche (ab 5. April) an die Hausarztpraxen der Länder verteilt werden. Die Arztpraxen sind zu Beginn aufgefordert immobile Personen, sowie Personen mit Vorerkrankungen zuerst zu impfen. Die Lieferungen werden am Anfang mit 1.000.000 Dosen pro Woche eher gering sein.“

Außerdem wurde auf dem Gipfel beschlossen, dass Bundesländer mit einer Außengrenze zu Hotspot-Regionen zusätzliche Impfdosen bekommen sollen. Bayern bekommt wegen der Grenze zu Tschechien in diesem Zusammenhang noch einmal 100.000 zusätzliche Dosen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schrieb dazu auf Twitter: „Ein gutes Signal beim Impfgipfel.“ Er begrüßte auch die Entscheidung, die Hausärzte und Betriebsärzte in den Impfprozess miteinzubeziehen. „Wir brauchen mehr Flexibilität und Geschwindigkeit beim Impfen“, schrieb Söder bei Twitter.

Corona-Lockdown vor Verlängerung: Heftige Vorwürfe aus Bayern gegen Söder-Regierung

Update vom 19. März, 15.16 Uhr: Zur Stunde läuft der „Impf-Gipfel“ in Berlin per Video-Schalte. MinisterpräsidentInnen diskutieren gemeinsam mit Kanzlerin Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen rund um die Impf-Kampagne in Deutschland. Nachdem die Zulassung des Herstellers Astrazeneca erfolgt ist, ist zumindest das „Worst-Case-Szenario“ vorab nicht eingetroffen. Somit stellt sich die Frage: Wie kann das Tempo jetzt weiter beschleunigt werden?

Corona: Gipfel in Berlin läuft - erste Details durchgesickert

Wie die Bild wissen will, scheint man sich darauf geeinigt zu haben, ab Mitte April auch in Hausarztpraxen verstärkt zu impfen. Demnach soll das ab dem 4. April erfolgen - stets in Abhängigkeit der gelieferten Vakzine in Deutschland. Aufgrund der zunächst noch sehr geringen Liefermengen pro Woche in der Größenordnung von 20 Impfdosen pro Praxis für ca. 50.000 Hausarztpraxen (1 Mio. Dosen insgesamt) wird zunächst etwa eine Impfsprechstunde pro Woche ermöglicht. Die vereinbarte Priorisierungs-Reihenfolge soll dabei nicht außer Acht gelassen werden.

Update vom 19. März, 12.04 Uhr: Lehrer in Bayern sehen in der Corona-Politik der Staatsregierung „die Grenze der Zumutungen erreicht“. Der Bayerische Philologenverband (BPV) kritisierte am Freitag ein Testchaos und „ein unausgegorenes und praxisfernes Hauruckverfahren“ und stellte die Frage: „Wie soll das alles weitergehen?“

Lehrer im Freistaat fühlten sich nach der Ankündigung der Staatsregierung, Schüler vor Unterrichtsbeginn einem freiwilligen Corona-Selbsttest zu unterziehen, allein gelassen. „Sie müssen die Entscheidungen der Politik vor Ort umsetzen und werden nicht nur mit den Ängsten um ihre eigene Gesundheit und die der Schüler alleine gelassen, sondern sie müssen jetzt auch noch die Testungen organisieren und beaufsichtigen“, heißt es in der Mitteilung des Verbandes. Schule sollten sichere Bildungsorte und keine Testzentren sein.

Update vom 19. März, 11.07 Uhr: Jens Spahn bekräftigte im Nachgang seines Statements mit Blick auf die Bund-Länder-Konferenz am Montag: „Wir werden den Weg der Vorsicht weitergehen!“ Lockerungen bahnen sich keinesfalls an, der Lockdown geht wohl noch lange weiter. Spahn sprach explizit von „vielen harten Wochen“. Daran ließen auch Lauterbach und das RKI heute keinen Zweifel.

Update vom 19. März, 10.12 Uhr: SPD-Mann Lauterbach lobt die enge Zusammenarbeit mit Spahn. „Ich begrüße die Entscheidung der Europäischen Zulassungsbehörde ausdrücklich“, sagt der Gesundheitsexperte zum Thema Aastrazeneca. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis aus Sicht der Patienten sei „hervorragend“. „Wir sind im Beginn einer fulminanten dritten Welle“, mahnt Lauterbach. Mitte April sei eine bundesweite Inzidenz von 200 denkbar, „die Intensivstationen wären in sehr kurzer Zeit überlastet, wenn wir die Wende nicht hinbekommen“.

Corona: Lauterbach warnt vor verspätetem Lockdown - „So wird er länger dauern“

Wie könnte man die Situation abfedern? „Wir müssen zurück in den Lockdown. Entweder früh, hart und kurz, oder wird verzögern es noch. So kommt er dann später, wird aber länger dauern“, blickt der SPD-Politiker voraus. Lauterbach wirbt für regelmäßige Tests in Schulen und Betrieben und dafür, „dass die Erstimpfung in den Vordergrund gestellt wird“. Der Gesundheitsexperte weiter: „Wir sollten die Impf-Reihenfolge nicht ändern. Die Gefahr für einen Über-80-Jährigen, an Covid-19 zu sterben, ist um ein 600-faches höher. Die Impf-Reihenfolge muss eingehalten werden.“

Corona-Lage in Deutschland verschärft sich: „Damit rechnen, dass wieder mehr Menschen sterben“

Update vom 19. März, 10.08 Uhr: RKI-Vize Lars Schaade spricht von einem „exponentiellen Wachstum“ in Deutschland, „es stecken sich in Moment wieder deutlich mehr Menschen an“. Seine bittere Analyse: „Wir müssen damit rechnen, dass in den kommenden Wochen wieder mehr Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 sterben.“

Die aktuelle Lage sei wohl eher nicht auf die Etablierung von Schnelltests zurückzuführen. Schaade hofft, dass die Entwicklung in den nächsten Wochen abgefedert werden könne: „Bitte reduzieren Sie ihr Kontakte auf ein Minimum und halten Sie sich an die AHA-Regeln.“

Update vom 19. März, 10.00 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und das Robert-Koch-Institut (RKI) äußern sich jetzt auf einer Pressekonferenz in Berlin zur aktuellen Pandemie-Lage. Spahn eröffnet: „Diese Woche hat uns wieder gezeigt, wie unberechenbar diese Pandemie ist.“ Der CDU-Mann bezieht sich auf die Wirren rund um den Astrazeneca-Impfstoff, „wir haben die Impfungen vorsorglich ausgesetzt und wir starten schnell wieder“. Der Nutzen überwiege das Risiko eindeutig. Gegen einen möglichst raschen Impfbeginn in den Hausarztpraxen „habe ich absolut gar nichts“, sagt Spahn. Die dritte Welle in Europa könne man bislang nicht allein durch Impfstoff stoppen, „wir werden noch einen langen Atem brauchen“.

Flächendeckendes Testen sei ein weiteres Werkzeug, um die Pandemie einzudämmen, aber kein Wundermittel. Zum Thema Lockerungen: „Idealerweise sollten wir uns hier auf bundesweit einheitliche Regeln verständigen.“

Corona-Inzidenz steigt weiter an: Schwellenwert überschritten

Update vom 19. März, 8.35 Uhr: Bayern hat den Schwellenwert bei den Corona-Zahlen wieder überschritten: 100,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag für den Freistaat. Bundesweit lag die Zahl mit 95,6 noch knapp darunter.

Laut RKI verzeichneten 41 bayerische Städte und Landkreise einen Wert von mindestens 100. Spitzenreiter in Bayern ist demnach der Landkreis Kulmbach mit einer Inzidenz von 307,4.

Corona: Zahlreiche Bayern-Kommunen nähern sich Grenzwert - Rückkehr in den Lockdown bahnt sich an

Liegt eine Kommune dauerhaft über dem Wert von 100, muss sie in den Lockdown zurückkehren. Schulen und Kitas bleiben in den Corona-Hotspots geschlossen, Ausnahmen gelten nur für Abschlussklassen und die Notbetreuung. Auch Geschäfte und Museen müssen dort dicht bleiben.

Update vom 19. März, 7.31 Uhr: Nun dürfte sich Münchens Oberbürgermeister bestätigt fühlen. Erst gestern hatte Dieter Reiter (SPD) mit Verweis auf die volatile Entwicklung der Inzidenzzahlen beschlossen, die für kommende Woche vorgesehenen Lockerungen (etwa die Öffnung der Außengastronomie) zu kassieren. Heute ist der für weitere Beschränkungen maßgebliche Inzidenzwert erneut gestiegen. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag er am Morgen bei 72,3. Am Vortag hatte ihn die Behörde noch auf 69,0 beziffert.

„Impfgipfel“ zum Corona-Lockdown: Merkel berät sich mit Ländern - Holetschek drängt auf Entscheidung

Ursprungsmeldung: München - Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern fordert Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) eine schnelle bundesweite Regelung für Corona-Impfungen durch Hausärzte. „Die Einbindung der Ärzteschaft in die Regelversorgung wäre ein starkes Signal“, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Deutschen Presse-Agenur in München. Er hoffe sehr, dass sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten an diesem Punkt bei ihrer Telefonkonferenz am Freitag einigen könnten.

Corona-Schalte mit Merkel: Söder-Minister fordert „Einbindung der Ärzteschaft“

Der Impfgipfel sollte ursprünglich schon am Mittwoch stattfinden, war dann aber wegen der Aussetzung des Präparats von Astrazeneca auf Freitag verschoben worden. Nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) am Donnerstag bekräftigt hatte, dass der Impfstoff von Astrazeneca sicher sei, soll er bereits ab diesem Freitag in Deutschland wieder zum Einsatz kommen - aber mit einem neuen Warnhinweis für Frauen unter 55 Jahren.

In den kommenden Wochen bleibe die Knappheit an Impfstoffen aber weiterhin ein Problem, sagte Holetschek. Er hoffe sehr, dass es hier bald größere Mengen und mehr Verlässlichkeit gebe. „Wir müssen jetzt schauen, dass der Impfstoff auch da ist.“

Corona-Lockdown: Merkel und Minister treffen sich zum „Impfgipfel“

Letztlich ist die Einbindung der Hausärzte in das Impfkonzept - in Bayern soll dies ab dem 1. April erfolgen - nur flächendeckend möglich, wenn auch genug Impfstoff vorhanden ist, damit dieser sowohl an die Impfzentren als auch an Praxen weitergegeben werden kann.

Um den Impfablauf nicht noch weiter zu bremsen, müssten auch die Abläufe darauf abgestimmt werden. „Corona-Pandemie und Bürokratie verstehen sich nicht“, sagte Holetschek. Es sei daher wichtig, genau zu schauen, an welchen Stellen noch Hemmnisse beseitigt werden könnten. (lks/dpa) *tz.de und Merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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