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Massive Regel-Verschärfungen: Bayerische Corona-Hotspots tun sich zusammen - Heftiger Dämpfer für Ungeimpfte

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Von: Lukas Schierlinger

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Bayern hat in Sachen Corona-Inzidenz den alten Rekordwert vom Dezember 2020 geknackt. Einige Hotspot-Regionen reagieren jetzt.

Update 29. Oktober, 12.42 Uhr: Die derzeit vom Anstieg des Corona-Infektionsgeschehens (siehe Ursprungsmeldung) besonders betroffenen Gegenden in Südbayern haben sich zusammengetan und ihre Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie deutlich verschärft. Das teilte die Stadt Rosenheim am Freitag mit.

Corona-Hotspots in Bayern reagieren: Ungeimpfte dürfen nicht mehr in Clubs

In den Landkreisen Mühldorf am Inn, Altötting, Traunstein, Berchtesgadener Land und Miesbach* gelte ab sofort überall dort, wo bisher Maskenpflicht besteht, die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Das gelte unter anderem für Supermärkte, Freizeiteinrichtungen sowie für Busse und Bahnen.

Wer nicht geimpft oder genesen ist (2G), erhält keinen Zutritt mehr zu Diskotheken und Clubs. Ein negativer PCR-Test ersetzt den Nachweis der Impfung oder der überstandenen Erkrankung ausdrücklich nicht mehr.

In Rosenheim stehe die Krankenhaus-Ampel, die bayernweit noch grünes Licht zeigt, regional inzwischen auf Rot. „Die jetzt getroffenen Maßnahmen sind angesichts der hohen Belastung der RoMed-Kliniken mit Covid-Patienten leider unumgänglich“, sagte Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März (CSU). Er räumte ein, dass die Impfbereitschaft in seiner Stadt im Vergleich zum landesweiten Mittel unterdurchschnittlich entwickelt sei und rief seine Mitbürger zur Impfung auf.

Corona in Bayern: RKI vermeldet bitteren Rekordwert

Ursprungsmeldung:

München - Nach seit Tagen stark steigenden Werten ist im Freistaat Bayern am Freitag (29. Oktober) laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) eine neue Rekord-Inzidenz bei Infektionen mit dem Coronavirus gemessen worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner lag am Freitag dem RKI zufolge im bayernweiten Durchschnitt bei 221,9 - und damit höher als je zuvor. Für München wurde der Wert auf 145,2 beziffert. Pink (Corona-Inzidenzen über 500) sind auf der RKI-Karte die Landkreise Mühldorf am Inn, Miesbach, Traunstein und Straubing eingefärbt.

Markus Söder spricht
Markus Söder, CSU- Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, spricht. © Armin Weigel/dpa/Archivbild

Corona-Zahlen in Bayern steigen weiter: Söder kündigt schon Verschärfungen an

Der bisherige Rekord stand bei 217,8 und stammt vom 20. Dezember vergangenen Jahres. Im Bundesländervergleich liegt Bayern damit an dritter Stelle hinter Thüringen (288,9) und Sachsen (253,9). Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich bezüglich der Pandemie-Entwicklung im Freistaat jüngst besorgt gezeigt - und Regel-Verschärfungen bereits angedeutet.

Dass etwa die Maskenpflicht für Bayerns Schüler nach den Herbstferien auch am Platz wieder gilt, sei laut Einschätzung des Ministerpräsidenten unvermeidlich. Über neue Maßnahmen soll in einer Sondersitzung in der kommenden Woche befunden werden. (lks mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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