Zentrum in der Messe

Warten auf die Corona-Impfung: Auslieferung für München steht an - das ist der Plan mit den mobilen Teams

Bald geht es los mit dem Impfen in Bayern
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Bald geht es los mit dem Impfen in Bayern: Erst kürzlich besuchten Melanie Huml, Markus Söder (3.v.l.) und Jens Spahn (2.v.r.) das Impfzentrum in Nürnberg.

Schon am 21. Dezember soll die europäische Zulassungsbehörde EMA den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zulassen. In München ist man bereit.

  • Auf dem Messe-Gelände in München* ist das Impfzentrum fertig eingerichtet worden.
  • Wenn alles glattläuft, kann schon an Weihnachten gegen das Coronavirus* geimpft werden.
  • Zuerst sollen die Risikogruppen geimpft werden.

München - Jetzt geht es doch schneller! Noch in diesem Jahr soll mit den Corona-Impfungen begonnen werden. Zuvor hatte es heftige Kritik daran gegeben, dass Briten und US-Amerikaner bereits vor Deutschland das auch mit deutschen Steuergeldern entwickelte Pfizer/Biontech-Serum spritzen.

Corona: Schon an Weihnachten könnte in München geimpft werden

Die europäische Zulassungsbehörde EMA will den Impfstoff von Biontech und Pfizer am 21. Dezember für die EU zulassen. Zwei bis vier Tage nach der Zulassung könne dann auch in Deutschland mit dem Impfen begonnen werden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn – also wohl schon an den Weihnachtsfeiertagen.

Der Minister betonte, die EMA-Zulassung wäre die weltweit erste ordentliche Zulassung eines Corona-Impfstoffs – Staaten wie die USA haben nur Notfallzulassungen erteilt. Für das Vertrauen in den Impfstoff gegen Corona* sei solch eine intensive Prüfung, auch auf mögliche Nebenwirkungen hin, wichtig – zwei Wochen Verzögerung in der Zulassung seien da durchaus vertretbar, findet Spahn.

Verfolgen Sie die Corona-Lage in München in unserem aktuellen News-Ticker*.

Corona: 90.000 Impfdosen für München bestellt

In Bayern stehen inzwischen 99 Impfzentren bereit, um mit den Impfungen loszulegen, 28 davon in Oberbayern. Auch das Impfzentrum in der Messe München ist seit Dienstag fertig eingerichtet, wie die Stadt mitteilte. Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) sollen über 80-Jährige, Pflegeheimbewohner und bestimmtes Personal mit hohem Infektionsrisiko zuerst zum Zug kommen. Die Stadt bereitet sich deshalb da­rauf vor, zunächst mit bis zu 20 mobilen Impfteams vorrangig diese höchstgefährdete Personengruppe zu impfen. Insgesamt fallen allein in München geschätzte 120.000 Menschen in die höchste der fünf Stiko-Prioritätsstufen. In der ersten Auslieferung soll München zirka 90.000 Impfdosen erhalten, mit denen 45.000 Menschen die nötige Zweifach-Impfung (im Abstand von zirka drei Wochen) erhalten können.

Rund 6000 Haus- und Fachärzte haben bereits signalisiert, bei Bedarf mit anzupacken. Einer von ihnen ist Dr. Sebastian Brechenmacher, hausärztlich tätiger Internist in Krailling: „Im Moment ist die Lagerung und das ganze Drumherum noch zu komplex für den einzelnen Hausarzt.“ Deshalb sei es gut, dass zunächst nur in den Impfzentren geimpft wird. *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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