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Corona in München: Die Situation an den Schulen - die Stadt nimmt Stellung

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Von: Marc Kniepkamp

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Coronavirus - Schulen
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt im Unterricht auf Unterlagen. © Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Die Zahl der Corona-Fälle unter Schülern war zuletzt in München besonders hoch. Jetzt hat Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) Stellung zur Situation an Schulen genommen und konkrete Zahlen präsentiert.

Die Corona-Lage an Schulen ist ein heißes Diskussionsthema. Die CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat wollte deshalb wissen, wie die Situation konkret aussieht.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) teilte daraufhin die Zahl von positiv auf das Coronavirus getesteten Schülern in verschiedenen Zeiträumen mit. So seien Im Zeitraum 15. bis 28. November 2021, also während der Delta-Welle und vor dem Auftauchen der Omikron-Variante, dem Gesundheitsreferat (GSR) insgesamt 1690 Fälle mit einer nachgewiesenen SARS-CoV-2 Infektion von Schülern in München gemeldet worden. Insgesamt gehen hier rund 180000 Kinder und Jugendliche zur Schule.

Corona: Omikronwelle deutlich ausgeprägter an Schulen

Während der Omikron-Welle sei dieser Wert deutlich höher gewesen. So wurden im Zeitraum vom 10. bis zum 28. Januar 2022 dem GSR 5469 Fälle mit einer nachgewiesenen SARS-CoV-2 Infektion von Schülern an Schulen gemeldet - also gut dreimal so viele wie im November. Im Zeitraum vom 31. Januar bis 3. Februar 2022 waren es noch 1513 Fälle. „Dies zeigt die wesentlich höhere Infektiosität der Omikron Variante des SARS-CoV-2-Virus2“, resümiert Zurek.

Ausbrüche: Mehrmals wurden Regelungen verändert

Nicht vergleichbar sind hingegen die Zahlen zu „Ausbrüchen“ an Schulen. Im November verstand man darunter mindestens zwei zusammenhängende Infektionen. Zwischen 15. und 28. November 2021 kam es demnach zu knapp 400 solcher Ausbrüche. Im neuen Jahr sind die Regelungen mehrfach geändert worden, mittlerweile ist keine Kontaktpersonennachverfolgung an Schulen mehr vorgesehen. Es gilt als eine „gravierende Häufung“, wenn etwa die Hälfte der Schüler wegen eines positiven Testergebnisses nicht am Unterricht teilnehmen.

Zugleich räumt die Gesundheitsreferentin ein, dass es „wegen des fast exponentiellen Anstiegs an positiven Fällen im Herbst 2021 vorübergehend zu Verzögerungen bei der Kontaktaufnahme zu infizierten Personen“ kam. Ab Mitte November 2021 habe man das Problem aber in den Griff gekriegt.

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