Entwicklung in der Stadt

Corona-Inzidenz in München steigt sprunghaft an - und ist eigentlich noch höher

Die Kühlerfigur eines Autos trägt eine improvisierte Maske.
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Die Kühlerfigur eines Autos trägt eine improvisierte Maske.

Die Corona-Zahlen in der Landeshauptstadt steigen. Wegen Meldeverzugs weist das RKI momentan ungenaue Werte aus. Eigentlich wäre die Inzidenz noch viel höher.

München - Die 7-Tage-Inzidenz in Bayern steigt. Laut RKI liegt sie aktuell bei 85,2. Der Bundesdurchschnitt weist nur einen Wert von 65 auf. Ein enormer Unterschied also. Die bayerischen Corona-Hotspots liegen vor allem in Oberbayern. Auch in der Landeshauptstadt werden wieder vermehrt Infektionsfälle nachgewiesen. Die Münchner Inzidenz hat im Vergleich zu letzter Woche einen ordentlichen Sprung gemacht. Am 15. September lag sie noch bei 64,3. Am gestrigen Dienstag (21. September) bereits bei über 100. Allerdings erst nach zahlreichen Nachmeldungen.

Corona in München: Inzidenz steigt sprunghaft an - Meldeverzug sorgt für ungenaue Werte

Zuvor gab das RKI für Dienstag eine Inzidenz von 96,1 an. 293 Fälle wurden im Laufe des Tages vom Gesundheitsamt jedoch nachgemeldet. Daraufhin korrigierte das RKI den Wert auf 101,5 nach oben. Dass es ab und an zu Verzögerungen kommen kann, ist ganz normal. Die Gesundheitsämter melden die vorliegenden Fälle an die jeweilige Landesbehörde. Von dort aus müssen sie spätestens einen Arbeitstag später auch an das RKI weitergegeben werden.

Da die Behörden - im Gegensatz zu den meisten Gesundheitsämtern - allerdings nicht am Wochenende arbeiten, gibt es jede Woche eine leichte Verzögerung und zahlreiche Nachmeldungen. Laut SZ komme in München auch noch ein kurzfristiger Personalmangel hinzu. Daher liege die Inzidenz laut Gesundheitsreferat aktuell eher bei 120.

Video: Bayerisches Kabinett tagt zur Corona-Lage

Entscheidende Krankenhaus-Ampel in Bayern weiterhin auf grün

Auch bei der Hospitalisierung kann es zu Übermittlungsverzug kommen. Diese ist durch das neue Ampel-System in Bayern sogar entscheidender als die 7-Tage-Inzidenz. Die sogenannte Krankenhaus-Ampel soll die Auslastung von Krankenhäusern abbilden und die Corona-Inzidenz als bisherigen alleinigen Richtwert für Corona-Einschränkungen ablösen. Momentan befindet sie sich im grünen Bereich.

HospitalisierungIntensivbettenauslastung
GrenzwertGelb bei 1200Rot bei 600
Stand 21. September261288

Die Ampel schaltet auf Gelb, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Auf Rot, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen. Die Staatsregierung will dann weitergehende Maßnahmen - etwa die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht, der Kontaktbeschränkungen oder der PCR-Testpflicht - beschließen. (tkip)

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