Nur ein Bereich wird ausgeklammert

Corona-Krise in München: 550 Millionen Euro fehlen! Hier fallen nun Stellen weg

Passanten gehen über den Marienplatz in München
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München muss sparen: In der Corona-Krise fehlen der Stadt 550 Millionen Euro für den Haushalt 2021.

Wegen der Corona-Krise brechen der Stadt Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe weg. Das hat schwerwiegende Folgen für die Mitarbeiter. Nun gibt es einen konkreten Plan.

München - Die Stadt* muss sparen, wegen der Corona-Pandemie* fehlen Kämmerer Christoph Frey (SPD) 550 Millionen Euro Einnahmen für den Haushalt 2021. Daher sollen Sachausgaben gestrichen und Stellen nicht nachbesetzt werden. Dadurch würde der Verwaltungsetat um rund 200 Millionen Euro entlastet - 70 Millionen Euro beim Personal, 138 Millionen Euro bei Sachkosten.

Nun steht fest, in welchen Bereichen die Stadt auf neues Personal verzichten muss. Denn die Rathaus-Regierung aus Grünen und SPD hat die Sparvorschläge von Kämmerei und Personalreferat inzwischen überarbeitet. Gemeinsamer Wunsch war es, Bereiche mit Bürgerkontakt - also etwa die Sozialbürgerhäuser und die Bürgerbüros - von diesem Spardiktat auszuklammern. Demzufolge soll beispielsweise das Kreisverwaltungsreferat statt der ursprünglich avisierten 84 Stellen lediglich 63 nicht nachbesetzen. Auch in den Ressorts Soziales und Kultur will Grün-Rot mit Augenmaß sparen: Im Sozialreferat sollen 75 Stellen eingespart werden, 135 war der Plan, im Kulturreferat sind es 17 statt 39.

München muss sparen: Diverse Stellen im Rathaus werden nicht neu besetzt

Die übrigen Referate trifft aber der Sparhammer der Kämmerei. Das Direktorium soll vier weitere Stellen streichen (29 statt 25), das Baureferat 165 statt 136. Das Referat für Gesundheit und Umwelt soll zusätzlich auf neun Stellen verzichten (49 statt 40), das Kommunalreferat auf zehn weitere (zwölf statt zwei). Im Personalreferat selbst sollen 35 statt 27 Stellen nicht nachbesetzt werden, im Referat für Stadtplanung und Bauordnung 16 statt sechs.

17 weitere Stellen muss das Referat für Bildung und Sport einsparen, 465 statt 448. Die Stadtkämmerei soll auf 18 statt zwölf Stellen verzichten, das IT-Referat auf zwölf statt zehn Stellen. 30 statt 25 Stellen werden im Mobilitätsreferat nicht nachbesetzt, 23 statt 21 im Wirtschaftsreferat.

Bei der Stadt arbeiten aktuell etwa 36.000 Menschen, allein seit 2014 wurden 6500 neue Stellen geschaffen. (ska) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

In München möchten sich nicht alle Bürger an die aktuell geltenden Corona-Regeln halten. Auch deshalb bringt Ministerpräsident Söder Regel-Verschärfungen ins Spiel.

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