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Söder-Minister präsentiert Corona-Vision, sofort trudelt heftige Reaktion ein: „Abermals ohne Plan und Strategie“

Michael Piazolo (Freie Wähler) und Markus Söder (CSU) kennen die Probleme mit dem Online-Lernsystem „Mebis“: Der Kultusminister geriet deshalb bereits stark unter Beschuss und verspricht nun Besserung.
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Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (li.) hofft auf eine baldige Rückkehr der bayerischen Schüler (Symbolbild).

Ab Mitte Februar darf sich ein Teil der Bayern auf eine Lockerung der aktuell geltenden Corona-Maßnahmen einstellen. Über den Plan wird gestritten.

Update 28. Januar, 14.43 Uhr: Aus Sicht der Grünen im Landtag reicht Piazolos Aussage zu möglichst vielen Schülern nicht aus. „Das ist abermals ein Vorstoß ohne Plan und Strategie“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Gabriele Triebel. Statt einen konkreten Inzidenzwert für Öffnungen festzulegen, eine Teststrategie für die Schulen zu präsentieren und der Schulfamilie damit Sicherheit und Klarheit zu geben, werde hier willkürlich ein Datum festgesetzt, ohne erkennbare und transparente Kriterien zu benennen.

Die Regierung müsse endlich einen Inzidenzwert benennen, ab dem wieder in Schulen unterrichtet werde und eine Teststrategie präsentieren, die für alle und Schüler greife.

Corona-Lockdown in Bayern: Schüler sollen in Wechselunterricht zurückkehren

Ursprungsmeldung:

München - Ab Mitte Februar hofft Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) auf die Rückkehr von „möglichst vielen Schülern“ in den Wechselunterricht. „Es ist das Ziel, ab 15. Februar wieder deutlich mehr Schüler in die Klassenzimmer zu bringen“, sagte er am Donnerstag in München. Im Fokus stünden dabei die jüngeren Schüler, bei denen die Betreuung zu Hause besonders intensiv sei. Er wisse aus vielen Gesprächen, dass sich die Schulfamilie nach einer belastbaren Perspektive, nach Planungssicherheit, nach der Rückkehr zur Normalität sehne. Leider lasse das Infektionsgeschehen derzeit keinen Präsenzunterricht für alle zu.

„Aber wir wollen rasch, möglichst schon ab Mitte Februar, möglichst viele der übrigen Schülerinnen und Schüler zumindest für einen Wechselunterricht wieder in die Schulen holen“, sagte Piazolo. Er verwies darauf, dass es zuvor noch einen Bildungsgipfel mit allen Beteiligten geben werde. Zugleich müsse immer bedacht werden, dass sich in einer Pandemie in kurzer Zeit wieder alles ändern könne. So gut der Distanzunterricht auch sein mag, er könne Präsenzunterricht nie gleichwertig ersetzen, da es auch um soziale Kontakte der Kinder gehe. Diese seien „wahnsinnig wichtig“.

Ab kommender Woche (1. Februar) sollen bereits die Abschlussklassen an Gymnasien sowie den Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) mit dem Wechselunterricht starten. Auch Schüler anderer Schulformen, die vor der Abitur- beziehungsweise Fachabiturprüfung stehen - etwa an den Abendgymnasien - sollen dann in den Wechselunterricht gehen. Für alle Rückkehrer gelten die Abstandsregeln und eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer. Laut Piazolo seien dies rund 2,3 Prozent der Schüler im Land.

Corona-Lockdown: „Sind im Notstand“ - Söder-Minister warnt vor Mutation

„Wir sind im Notstand“, sagte Piazolo. Er wisse von den besonderen Belastungen für Schüler, Lehrer und auch Eltern, die den Unterricht zu Hause organisieren müssten. Nach drei Wochen Corona-Lockdown gebe es Hoffnungsschimmer, die Infektionszahlen sänken, wenn auch langsam. „Wir müssen aber immer vorsichtig sein, da es mehrere Mutationen gibt, die ein besonderes Infektionsrisiko bergen.“

Damit im Distanzunterricht kein Kind „verloren geht“, sei der persönliche Kontakt von Lehrern und Schülern unverzichtbar. Auch regelmäßiges Feedback der Lehrer für erledigte Aufgaben sowie ihre regelmäßige Erreichbarkeit seien wichtig. „Nicht alle Kinder haben die gleichen Voraussetzungen, und wir müssen dafür sorgen, dass deshalb die Schulen die gleichen Standards gewährleisten.“ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte jüngst live im ZDF erneut vor vorschnellen Lockerungen gewarnt. (lks/dpa)

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