News-Ticker zur Pandemie

Zahl der Corona-Toten in München plötzlich rasant gestiegen - Neue Kinderstudie birgt riesige Überraschung

Fast 1000 Corona-Tote hat die Stadt München bereits zu beklagen. Für den jüngsten Anstieg der Zahlen gibt es jedoch eine eindeutige Erklärung. Der News-Ticker.

  • Die Stadt München nähert sich weiter der Ziel-Inzidenz von 50 an, in Sachen Todesfällen wird ein rasanter Anstieg vermeldet (siehe Update vom 2. Februar, 15.48 Uhr)
  • Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualisiert.
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Update vom 3. Februar, 07.12 Uhr: Eine Münchner Studie zur Übertragung des Coronavirus bei Kindern hat keine erhöhte Infektionsgefahr in Kitas und Schulen gezeigt. Von Juni bis Ende Oktober 2020 nahmen Wissenschaftler in Münchner Grundschulen, Kitas und Kindergärten 3169 Abstriche von Kindern im Alter bis elf Jahre sowie von Betreuern und Lehrern.

Erst in der zweiten Phase der Studie nach den Sommerferien gab es zwei positive Befunde. Das entsprach etwa den damaligen Infektionszahlen in der Bevölkerung. Das teilten die Forscher der Haunerschen Kinderklinik am LMU Klinikum und des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit.

Coronavirus in München: Neue Studie widerlegt Ansteckungsrisiko bei kleinen Kindern

In einer ersten kurzen Veröffentlichung zu der Studie heißt es nun: „Somit tragen gesunde, asymptomatische Kinder, die die jeweiligen Einrichtungen besuchen, nicht signifikant zur Ausbreitung der Pandemie bei, wenn geeignete Maßnahmen zur Infektionskontrolle getroffen werden.“ Wichtig sei auch die Erfahrung, dass regelmäßige Abstriche bei Kindern problemlos genommen werden könnten, sagte Ulrich von Both vom Haunerschen Kinderspital. Engmaschige Tests bei Kindern könnten eine Hilfe für einen sicheren Schulbetrieb sein. Sie seien aber auch wichtig für weitere Studien, die nun insbesondere mit Blick auf die Mutanten sinnvoll seien

Update vom 2. Februar, 22.02 Uhr: Kinder und Eltern, Lehrer und Erzieher in Bayern müssen sich weiterhin in Geduld üben, ob und welche weiteren Öffnungsschritte es ab dem 15. Februar an Schulen und Kitas geben wird. Entscheidungen dazu würden erst kommende Woche, also wieder relativ kurzfristig, gefällt, sagten Staatskanzleichef Florian Herrmann und Kultusminister Michael Piazolo am Dienstag nach einer Videoschalte des Kabinetts in München. Man müsse dazu die weitere Entwicklung der Corona-Zahlen abwarten. „Corona lässt nicht immer Planungssicherheit zu“, sagte Piazolo. Herrmann stellte klar, dass es keinen Automatismus für bestimmte Lockerungen gebe.

Nach Worten von Piazolo und Gesundheitsminister Klaus Holetschek arbeitet die Staatsregierung an verschiedenen Szenarien - und an einem Testkonzept für die Schulen. Man sei bei diesem Testkonzept aber noch im Diskussionsprozess, sagte Holetschek. Offen ist demnach beispielsweise, wer genau getestet werden könnte, die Frage der Freiwilligkeit oder die Frage nach den Inzidenzwerten.

Piazolo hoffe, dass es vor allem an Grund- und Förderschulen wieder mehr Präsenzunterricht gebe. Zunächst aber berate am 10. Februar die Ministerpräsidentenkonferenz, und anschließend die Staatsregierung und dann der Landtag. Zudem werde es wie angekündigt noch ein Schul-Gespräch mit allen Beteiligten geben. Piazolo stellte aber schon in Aussicht, dass vor allem Schüler der Mittelstufe diejenigen seien, die noch ein bisschen warten müssten

Zahl der Corona-Toten in München rasant gestiegen: Stadt klärt über „Nacherfassung“ auf

Update vom 2. Februar, 15.48 Uhr: Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) beläuft sich die 7-Tage-Inzidenz in München aktuell auf 58,1. Der Zielwert 50 scheint greifbar.

Trauriges Beiwerk des heutigen Updates der Stadt: die Zahl der in Verbindung mit dem Coronavirus registrierten Todesfälle steigt rasant an; um 133 auf insgesamt 967. Dies geschehe „aufgrund der Nacherfassung von 133 Todesbescheinigungen“, erklärte die Stadt München. Die genannten Todesbescheinigungen stammen aus den vergangenen beiden Monaten.

Update vom 2. Februar, 14.01 Uhr: Der Termin für den nächsten Corona-Lockdown-Gipfel steht (siehe Update unten). Die Zahlen sinken, auch in München. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht überraschend heute Abend bereits live in der ARD über die aktuelle Lage.

Update vom 2. Februar, 11.44 Uhr: Bund und Länder wollen am 10. Februar über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das aktuelle Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlin, bestätigte den Termin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Corona-Lockdown: Termin für nächsten Merkel-Gipfel steht

Im Mittelpunkt der Schaltkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird die Frage stehen, ob der seit 16. Dezember geltende harte Lockdown mit vielen geschlossenen Geschäften und Schulen sowie Kitas im Notbetrieb über den 14. Februar hinaus verlängert wird. Zudem soll bis zu dem Treffen ein „nationaler Impfplan“ vorliegen, um mehr Berechenbarkeit und Verlässlichkeit bei den Impfstofflieferungen zu erreichen.

Update vom 2. Februar, 9.39 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek ist von den Ergebnissen des Corona-„Impfgipfels“ enttäuscht. Ihm fehle vor allem die Perspektive und Planbarkeit, sagte er am Dienstagmorgen in einem Gespräch mit dem inforadio Berlin Brandenburg. „Wir brauchen viel Impfstoff, der planbar und verfügbar ist“, so Holetschek (CSU). „Wir haben da noch nicht so viel erreicht, wie ich mir gerne vorgestellt hätte.“

Corona-Gipfel: Söder-Minister zeigt sich enttäuscht - „Haben da noch nicht so viel erreicht“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte nach dem „Impfgipfel“ in der ARD eingeräumt, dass Impfstoff im ersten Quartal knapp bleiben werde. Holetschek sagte zur derzeitigen Situation: „Wenn jemand vor einem Zentrum steht und wieder heimgeschickt wird, weil die Liefermenge nicht mehr zur Verfügung steht, dann ärgert es die Menschen.“ Aus diesem Grund wünsche er sich einen verlässlichen und nachhaltigen Plan, der über die nächsten Wochen hinausgehe. Nur so könne man verhindern, dass auf Lockerungen wieder Verschärfungen der Corona-Regelungen folgen.

Update vom 2. Februar, 9.23 Uhr: Die Auswirkungen unterschiedlicher Corona-Mutationen beherrschen derzeit die Schlagzeilen. Auch der Münchner Virologin Ulrike Protzer ist dies naturgemäß nicht entgangen.

Corona-Zahlen: Neuer Spitzenreiter kommt aus Bayern - München weiter Richtung 50

Update vom 2. Februar, 8.33 Uhr: Gestern mahnte Markus Söder noch vor vorzeitigen Lockerungen. Für sein Bundesland offenbar zurecht. Der Landkreis Tirschenreuth im Osten Bayerns hat sich mit einer 7-Tage-Inzidenz von 322 deutschlandweit an die Spitze gesetzt. Die Stadt München steuert dagegen langsam auf unter 50 zu. Aktuell liegt die Inzidenz in der Landeshauptstadt bei 58,1.

Impfgipfel: Söder mit massiver Attacke - dann zerschlägt er jede Hoffnung auf Lockerungen

Update vom 1. Februar, 20.01 Uhr: Nach dem stundenlangem Impf-Gipfel ist Kanzlerin Merkel (CDU) nun gemeinsam mit CSU-Chef Söder und Berlins Bürgermeister Müller (SPD) vor die Presse getreten. Auch nach viel Kritik am Start der Corona-Impfkampagne in Deutschland hält Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Prognose fest, dass jedem Bürger bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot gemacht werden kann. Vor dem Hintergrund der aktuellen Lieferzusagen der Hersteller könne diese Aussage aufrechterhalten werden, sagte Merkel am Montag in Berlin nach einem Spitzengespräch zum Impfen. Zum Ende des dritten Quartals, also zum Ende des Sommers, könne ein Impfangebot gemacht werden. Dies gelte sogar, wenn lediglich die bereits zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca verimpft werden könnten, ohne dass bis dann weitere Impfstoffe zugelassen sind. Auch in diesem Fall könne den 73 Millionen erwachsenen Menschen hierzulande ein Impfangebot gemacht werden, für Kinder seien die Impfstoffe nicht vorgesehen. Sollten andere Hersteller dazukommen, gebe es ein größeres Angebot.

Corona-Lockdown: Nach Gipfel in Berlin - Söder zerschlägt jede Lockerungs-Hoffnung

CSU-Chef Markus Söder bestätigte die Impf-Pläne der Bundesregierung und machte klar, wie wichtig das Impfen für die Bekämpfung der Pandemie sei. Sie sei die einzige Langzeit-Strategie, die tatsächlich helfe. Im Anschluss an die Pressekonferenz hatten dann Journalisten die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen. Dabei zerschlug der Bayerische Ministerpräsident jegliche Hoffnungen auf umfangreiche Lockerungen. Es sei fatal, mitten in einem Lockdown schnell zu lockern. Er spüre auch die Bereitschaft in der Bevölkerung, eher länger und strenger vorzugehen, als schnell Lockerungen zu tätigen.

Update vom 1. Februar, 19.06 Uhr: Noch immer läuft der Impf-Gipfel in Berlin. Seit mehreren Stunden debattieren Kanzlerin Merkel (CDU), die Ministerpräsident:innen der Länder, die EU sowie Vertreter der Pharma-Industrie um die Impf-Kampagne gegen das Coronavirus. Wie bild.de berichtet, scheint der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) jetzt ordentlich drauf gehauen zu haben - und zwar gegen die EU!

EU-Gesundheits-Kommissarin Stella Kyriakides (Zypern) und Binnenmarkt-Komissar Thierry Breton waren zugeschaltet - dem Bericht nach hätten sie die europäische Strategie verteidigt.

Corona-Gipfel: Söder haut auf den Tisch! CSU-Chef gibt EU-Vertretern contra

„Es laufe alles nach Plan“, zitiert die Bild die Vertreter. Daraufhin soll CSU-Chef Söder der Kragen geplatzt sein. „Ich tue mich schwer, dass das, was wir von der EU gehört haben als positiv und ausreichend zu bezeichnen,“ soll er laut dem Bericht gesagt haben. Weiter heißt es, dass sich auch die restlichen Ministerpräsident:innen über die Formulierungen seitens der EU gewundert haben - dann habe Söder Klartext gesprochen haben.

Corona: Gipfel in Berlin live - Weitere Details durchgesickert

Update vom 1. Februar, 16.41 Uhr: Weitere Details aus dem Impf-Gipfel in Berlin sickern jetzt durch. Demnach sollen bei den Corona-Impfungen in Deutschland Menschen mit Vorerkrankungen voraussichtlich teilweise etwas früher zum Zug kommen können als bisher geplant. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Vorgaben zu Corona-Impfungen in Deutschland so ändern, dass die Einstufungen einzelner Krankheitsbilder in die Prioritätengruppen gemäß neuen Daten angepasst werden. Zudem soll die Altersempfehlung für den nun ebenfalls zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca berücksichtigt werden. Das geht aus einem der dpa vorliegenden Entwurf für eine veränderte Coronavirus-Impfverordnung hervor.

Update 1. Februar, 14.29 Uhr: Eine gute Nachricht vor dem in diesen Minuten beginnenden Impf-Gipfel: Die Lieferungen von Corona-Impfstoff für Deutschland sollen im Laufe des Jahres deutlich anziehen. Das geht aus einer neuen Übersicht des Gesundheitsministeriums hervor, die der dpa vorliegt.

Corona-Gipfel zum Thema Impfstoff: Zahlen für Deutschland schon vorab durchgesickert

Nach 18,3 Millionen Impfdosen im laufenden ersten Quartal könnten demnach laut einer aktuellen Schätzung im zweiten Quartal voraussichtlich 77,1 Millionen Dosen und im dritten Quartal 126,6 Millionen Dosen verschiedener Hersteller folgen. Im vierten Quartal könnten es dann weitere 100,2 Millionen Dosen sein. ABER: Solche Prognosen seien immer mit Unsicherheiten behaftet, Änderungen seien nicht ungewöhnlich, hieß es allerdings zugleich.

Update 1. Februar, 13.36 Uhr: Im TV-Talk mit Anne Will wurde die Münchner Unternehmerin Brigitte Meier in Sachen Corona-Lockdown am Sonntagabend sehr deutlich: Sie warf der Politik „Gutsherrenstil“ vor - und hat knallharte Forderungen.

Update 1. Februar, 12.02 Uhr: Vor ihrer Rückkehr in den Präsenzunterricht an den Schulen sollten Schüler und Lehrer in Bayern nach Ansicht von SPD-Bildungspolitikerin Simone Strohmayr auf Corona getestet werden. „Österreich geht hier mit gutem Beispiel voran. Dort gibt es fünf Millionen einfach zu handhabende Antigen-Schnelltests für die Schulen. Ein solcher freiwilliger Test wäre auch für Bayern geeignet“, sagte sie am Montag in München.

Zudem müssten Lehrkräfte mit sicheren FFP2-Masken ausgestattet werden, betonte Strohmayr. Auch für Schüler, die ihre eigenen Masken vergessen haben, müsse Ersatz zur Verfügung gestellt werden.

Corona-Zahlen in Bayern sinken: Söder will dennoch keine schnellen Lockerungen

Update 1. Februar, 11.08 Uhr: Ab sofort sollen die Abschlussklassen in Bayern wieder in den Wechselunterricht gehen (siehe Ursprungsmeldung). Die Gymnasien haben davon aus der Presse erfahren - und sind nicht nur deshalb stocksauer, wie ein Wutbrief aus München zeigt.

Update 1. Februar, 9.46 Uhr: Söder ergreift vor der anschließenden CSU-Vorstandssitzung das Wort. „Es ist wichtig, dass wir aus der Enttäuschung wieder mehr Hoffnung machen“, sagt der Ministerpräsident in Bezug auf den heutigen Impfgipfel und wirbt für „Verlässlichkeit“. In der Bevölkerung herrsche derzeit zu viel Verunsicherung, sagt Söder.

Corona-Lockdown in Bayern: Söder spricht live über aktuelle Situation - schnelle Lockerungen ausgeschlossen

„Wir müssen auch überlegen, wie wir Produktionskapazitäten erhöhen können, es handelt sich um eine absolute Notsituation“, stellt der Ministerpräsident klar. Auch stelle sich die Frage, ob man nicht weitere Anbieter zulassen könnte. Söder wirbt für einen „dauerhaften Austausch“ in Bezug auf das Thema Impfen. „Bei der Corona-Bekämpfung in Bayern sind wir an einem Zwischenpunkt. Die Zahlen gehen nicht mehr so schnell runter wie vor ein paar Wochen. Wir werden die Entwicklung weiter anschauen. Die großen Lockerungen sind derzeit nicht verantwortbar, das ist für mich völlig klar“. Am 10. Februar ist die nächste Zusammenkunft der Ministerpräsidenten geplant.

Söder warnt vor einem „Öffnungswettbewerb“, der schnell zu erheblichen Rückschlägen führen würde - und bittet um ein einheitliches Vorgehen: „Bitte keinen Flickenteppich; es braucht leicht verständliche Regelungen für alle“. An eine baldige Rückkehr zur Normalität glaubt er nicht, „es wird noch eine Zeitlang gehen“. 50 (beim Inzidenzwert) sei nicht automatisch die Zahl, bei der man alles wieder so machen könne wie zuvor. In den vergangenen Wochen war die Zahl auch immer wieder von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als Zielwert ins Spiel gebracht worden.

Update 1. Februar, 9.42 Uhr: Vor einer CSU-Vorstandssitzung äußert sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in Kürze auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Pandemie-Situation. Wir berichten live.

Corona-Lockerung in Bayern: Erste Schüler kehren in Wechselunterricht zurück

Ursprungsmeldung:

München - Dank sinkender Corona-Neuinfektionen dürfen die ersten Schüler in Bayern an diesem Montag wieder in der Schule lernen. Fast sieben Wochen waren sie nun zu Hause - Treffen nur noch im digitalen Klassenzimmer, Übungen in Lernplattformen, der Lehrer auf Distanz. Nun heißt es zumindest in Abschlussklassen wieder: Maske auf und Abstand halten, soweit es geht.

Seit dem 16. Dezember vergangenen Jahres waren Bayerns Schulhäuser coronabedingt geschlossen, nur Notbetreuung möglich. Jetzt dürfen zunächst die Abschlussklassen an Gymnasien sowie Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) in den Wechselunterricht - also mal Lernen zu Hause, dann wieder mit verminderter Schülerzahl im Klassenraum.

„Schriftliche Leistungsnachweise können auch in voller Klassen- bzw. Kursstärke durchgeführt werden, wenn im Prüfungsraum durchgängig ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann“, teilte das Kultusministerium in München mit.

Corona-Lockdown: Erste Bayern-Lockerung zieht Kritik auf sich - „Raumproblem droht“

Zur Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfungen kehren auch Auszubildende in Handwerksberufen in den Präsenzunterricht zurück. Weil die Prüfungen der Abschlussklassen bei den Mittelschulen, Realschulen und Wirtschaftsschulen später beginnen als beispielsweise die der Gymnasien, dürfen deren Schüler noch nicht zurück in die Klassenzimmer.

Die Lehrergewerkschaft GEW kann die Entscheidungen nicht verstehen. „Eigentlich hatte die Kultusministerkonferenz vorgesehen, gemäß Stufenplan vor allem die Jüngsten als erstes wieder in den Präsenzunterricht zu bringen - was ja Sinn machen würde“, sagte der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Florian Kohl. Digitale Lernangebote seien gerade für die Jüngsten viel schwerer umzusetzen.

Corona-Lockerung in Bayern: Landkreis muss wegen Verdacht auf Mutation reagieren

Auch von der FDP kommt Kritik. „Gerade an den beruflichen Schulen droht ein Raumproblem aufgrund des hohen Anteils an Abschlussklassen“, sagte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag, Matthias Fischbach.

Wegen mehrerer Verdachtsfälle einer Corona-Mutation müssen die Abschlussklassen in Stadt und Landkreis Hof anders als im Rest Bayerns weiter im Distanzunterricht lernen. Auch im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, in Stadt und Landkreis Bayreuth und in der Stadt Weiden und im Landkreis Neustadt an der Waldnaab sollen die Absolventen zunächst länger daheim bleiben.

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) möchte allerdings erst nach dem 14. Februar wieder die Schulen für weitere Klassenstufen öffnen. Vor dieser Entscheidung soll es allerdings einen Bildungsgipfel mit allen Beteiligten geben. Der blickt dann natürlich auch auf das Infektionsgeschehen. (lks/dpa)

Rubriklistenbild: © Angelika Warmuth/dpa

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