Pandemie-Entwicklung im News-Ticker

„Sehr ernste“ Corona-Situation vor den Toren Münchens: Erster Landkreis gerät jetzt an seine Grenzen

Markus Söder fährt einen Corona-Kurs, mit dem nicht jeder Bürger einverstanden ist. In München wird derweil ein unschöner „Zahlenrekord“ aufgestellt.

  • Coronavirus in München: Die Zahl der Infizierten hält weiter ein hohes Niveau.
  • Markus Söder sieht sich herber Kritik aus Tirol ausgesetzt. Es geht auch um den Corona-Hotspot Ischgl.
  • Dieser News-Ticker wird laufend aktualisiert.

Update, 21. Dezember: Dieser Ticker ist beendet. Zum neuen Corona-Ticker mit allen News für München.

Update vom 20. Dezember, 19.54 Uhr: Trotz Lockdown klettern die Corona-Zahlen in Bayern weiter nach oben. Immer mehr Infizierte werden in Krankenhäuser eingeliefert, ein Teil von ihnen landet auf der Intensivstation. Besonders kritisch ist die Lage jetzt zum ersten Mal in einem Landkreis im Raum München: In Fürstenfeldbruck gibt es kein einziges freies Intensivbett mehr.

Auch Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) stellt am Wochenende klar: „Vereinzelt ist die Situation - abhängig vom jeweiligen lokalen Infektionsgeschehen - dementsprechend bereits sehr ernst.“ 

Update vom 20. Dezember, 14.50 Uhr: Erstmals ist der Inzidenzwert in München über die 300er-Marke geklettert. Aktuell liegt er laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 300,7. Insgesamt 604 neue Coronavirus-Fälle bilanziert die Behörde für den gestrigen Samstag - und leider auch fünf neue Todesfälle.

Corona: Söder verärgert Tirol mit ständigen Vergleichen mit Hotspot Ischgl

Ursprungsmeldung:

München/Tirol - Tirols Landeschef Günther Platter ist mit Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) unzufrieden. „Der bayerische Ministerpräsident befindet sich momentan auf einem Egotrip“, sagte der konservative ÖVP-Landeshauptmann der Tiroler Tageszeitung. „So eine Formulierung verwende ich sonst nicht. In diesem Fall tue ich das aber ganz bewusst, weil Söders Tirol-Bashing, die ständige und abschätzige Erwähnung von Ischgl, nicht in Ordnung ist. Ich bin schwer irritiert, so verhält man sich unter Freunden nicht.“

Söder hatte den Tiroler Skiort Ischgl, der im Frühjahr zu einem zentralen Corona-Hotspot für zahlreiche Touristen wurde, wiederholt für Vergleiche herangezogen. Zuletzt hatte es auch wegen der Frage der Öffnung der Skigebiete unter den Nachbarn gekriselt.

Das angespannte Verhältnis seines österreichischen Bundeslands zum Nachbarn Bayern liege nicht nur am Streit über Transitverkehr, sagte Platter. „Auch Salzburg, Oberösterreich oder Vorarlberg haben Probleme mit Bayern, und die haben keine Transitprobleme.“ Aber die Situation werde sich wieder verbessern, das mache er sich keine Sorgen, sagte Platter.

Unterdessen veröffentlichen Forscher der Uni München einen brisanten Bericht - mit fataler Wahrheit über Corona-Tote? (PF/dpa)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

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