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Corona: München schrammt haarscharf an Alarmstufe „dunkelrot“ vorbei - Söder-Verschärfungen rücken immer näher

In München steigen die Coronavirus-Zahlen weiter rasant an. Die Stadt meldet so viele Neu-Infektionen wie noch nie - womöglich drohen nun schärfere Regeln.

  • In München steigt die 7-Tage-Inzidenz weiter stark an.
  • Die bayerische Landeshauptstadt steht kurz vor der „dunkelroten“ Warnstufe (Update vom 24. Oktober, 13.14 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualisiert.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen rund um das Coronavirus in München finden Sie in unserem neuen News-Ticker.+++

Update vom 24. Oktober, 16.42 Uhr: München schrammt am Samstag ganz knapp an Söders neuem Grenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen vorbei. Für Freitag meldet die Stadt 223 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Dadurch steigt die 7-Tage-Izidenz auf 98,3. Ab dem Wert von 100 gilt Alarmstufe „dunkelrot“ und es gelten verschärfte Regeln. Die Sperrstunde verschiebt sich um eine Stunde nach vorne und gilt ab 21 Uhr, ebenso gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen ab 21 Uhr. Nach der aktuellen Entwicklung scheint dies in München nur eine Frage der Zeit zu sein.

Die Reproduktionszahl R liegt nach Stadt-Angaben nun bei 1,25. Dieser Wert sinkt dagegen wieder etwas. Er hatte am Donnerstag noch bei 1,5 gelegen. Der R-Wert gibt an, wie viele Personen ein Corona-Infizierter ansteckt.

Update vom 24. Oktober, 13.14 Uhr: Haarscharf schrammt die bayerische Landeshauptstadt an der von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eingeführten „dunkelroten“ Warnstufe vorbei. Ab einem 7-Tage-Inzidenzwert von 100 gelten seit einigen Tagen in Bayern noch schärfere Corona-Regeln. Viel fehlt aber nicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Samstag (24. Oktober, 0 Uhr) einen Wert von 98,3. Dazu wurden 370 neue positive Fälle gemeldet. Damit gibt es in München seit dem Beginn der Pandemie nun 14.882 Infizierte. 237 Menschen sind an dem Virus gestorben.

Corona in München: 350 Menschen demonstrieren gegen die Maßnahmen der Regierung

Update vom 23. Oktober, 15.08 Uhr: In München hat es am Freitag erneut eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung gegeben. Zu der angemeldeten Versammlung auf dem Odeonsplatz seien seit dem Vormittag bis zu etwa 350 Menschen zusammen gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Im Kern sei es den Demonstranten um die Maskenpflicht für Grundschüler gegangen - auf Plakaten waren Worte wie „Masken im Unterricht = Folter“ zu lesen. Die Demonstration habe sich am frühen Nachmittag langsam aufgelöst, Zwischenfälle gab es dem Polizeisprecher zufolge bis dahin nicht.

14.18 Uhr: Um ein Haar hätte es für eine neue „Bestmarke“ gereicht. In München wurden am gestrigen Donnerstag 270 neue Coronavirus-Fälle registriert. Am Vortag waren es noch deren 290 gewesen, der Höchststand seit Beginn der Pandemie in der Landeshauptstadt. Die Reproduktionszahl ist auf 1,5 (Vortag: 1,12) gestiegen. Die für weitere Maßnahmen maßgebliche 7-Tage-Inzidenz liegt bei 86,8 (siehe Update von 7.58 Uhr).

Corona München: Kult-Veranstaltung fällt in diesem Jahr flach

11.08 Uhr: Der Münchner Veranstaltungskalender im Jahr 2020 ist um ein Kult-Event ärmer. Heute wurde offiziell bestätigt, dass das Winter-Tollwood auf der Theresienwiese nicht stattfinden wird.

Update vom 23. Oktober, 7.58 Uhr: Alarmstufe „Dunkelrot“ (diese gilt bei einem Inzidenzwert von 100) ist es noch nicht. Am heutigen Freitag rückt München diesem Szenario jedoch wieder ein wenig näher. Am Morgen vermeldet das Robert-Koch-Institut (RKI) einen Inzidenzwert von 86,8 für die Isar-Metropole.

Update vom 22. Oktober, 16.25 Uhr: In bayerischen Corona-Hotspots mit drastischen Zahlen weit jenseits der bisherigen Warnstufen gelten von diesem Freitag an zusätzliche Beschränkungen. Das ist einen Tag später als zunächst angekündigt - ursprünglich hätten die neuen Auflagen schon am Donnerstag in Kraft sein sollen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte die neue „dunkelrote“ Warnstufe am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag eingezogen: In Regionen, in denen die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird, dürfen Veranstaltungen nur noch mit maximal 50 Teilnehmern stattfinden, und es gilt eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr. In München liegt der Wert am Donnerstag aber mit 82,4 noch unter der neuen Warnstufe.

München vor unkontrollierbarem Corona-Ausbruch? So viele Neu-Infektionen wie noch nie - neue Maßnahmen drohen

Update vom 22. Oktober, 14.15 Uhr: In München wurden für Mittwoch, 21. Oktober, 290 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit ist der bisher höchst gemessene Wert an Neu-Infektionen vom 22./23. März mit damals 274 Infektionen übertroffen. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 14.297 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 11.895 Personen, die bereits genesen sind, sowie 237 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 82,4. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,12 (Stand 21.10.)

Update, 10.05 Uhr: In Deutschland wurden am heutigen Donnerstag (22. Oktober) erstmals Neu-Infektionen im fünfstelligen Bereich gemeldet. Mit 11.287 Infektionen meldete das RKI damit einen neuen Rekord in Deutschland. Auch München ist den Berechnungen zufolge von einem starken Anstieg betroffen. Laut RKI steigt die wichtige 7-Tage-Inzidenz in der Isar-Metropole auf 82,4 - und nähert sich damit in großen Schritten der „dunkelroten“-Ampelstufe, die Markus Söder gestern in seiner Regierunsgerklärung verkündete (siehe Update vom 21. Oktober, 14:18 Uhr weiter unten im Text). Sollte dieser Wert erreicht werden, drohen der Stadt schärfere Maßnahmen, wie etwa eine vorgezogene Sperrstunde in der Gastronomie ab 21 Uhr.

Update vom 22. Oktober, 07.39 Uhr: Stadtdirektor Gregor Fuchs sagte am Mittwoch in der Vollversammlung des Stadtrats zu dem erneut gestiegenen Inzidenzwert (75,3) trotz strengerer Maßnahmen: „In München haben wir ein sehr diffuses Infektionsgeschehen.“ Man könne die hohen Zahlen keinem konkreten Ausbruchsgeschehen zuordnen. Damit zeigt sich ein ähnliches Bild wie etwa in Berchtesgaden, wo die örtlichen Behörden nicht genau wissen, wie es zu dem dramatischen Anstieg an Neu-Infektionen kommen konnte.

Corona: Söder-Verschärfungen könnten München bald treffen - FC Bayern-Boss mit reagiert emotional

Update, 21.15 Uhr: Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat nach dem Corona-Fall des Münchner Profis Serge Gnabry vor weiteren Pandemie-Folgen für die Fußball-Branche gewarnt. Man müsse angesichts aktuell wieder steigender Infektionszahlen „nochmal die Sinne schärfen“, mahnte der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters. „Ein nochmaliger Lockdown für den Fußball wäre ein Drama“, sagte Rummenigge am Mittwochabend dem TV-Sender Sky. Vor dem Auftaktspiel der Bayern in der Champions League gegen Atlético Madrid war die Corona-Infektion von Nationalspieler Gnabry bekanntgeworden.

Rummenigge bedankte sich beim Münchner Gesundheitsamt, das nach einer weiteren Testreihe beim Team die Partie gegen die Spanier erlaubt hatte. Gnabry hatte am Dienstag noch am Training der Münchner teilgenommen. „Wir haben einen Spielplan, der fast gar keine Spielausfälle mehr ermöglicht“, sagte Rummenigge.

Update, 17.34 Uhr: Nicht ohne Mund-Nasen-Bedeckung! Dieser Vorgabe folgen in den Fußgängerzonen der Altstadt viele, aber längst nicht alle Münchner. Eine Stichprobe der tz am Mittwoch in der Kaufinger Straße ergab: Jeder 10. ist ein Maskenmuffel. Die meisten essen oder rauchen, verstoßen somit nicht offensichtlich gegen die aktuellen Corona-Regeln. Die anderen werden mit den bösen Blicken der Maskenträger gestraft.

Und die sind eindeutig in der Überzahl. „Maskentragen steckt an! Je mehr Menschen mitmachen, desto mehr ziehen nach“, ist Dieter Malescha (57), Angestellter des Zeitungskiosks am Marienplatz, überzeugt.

Corona-Regeln in München: So wird die Maskenpflicht in der Fußgängerzone befolgt

Für die allgemeine Kontrolle und Durchsetzung der Maskenpflicht ist in erster Linie die Polizei zuständig. Bei Schwerpunkteinsätzen wird sie dabei vom Kommunalen Außendienst (KAD) der Landeshauptstadt München mit 88 Mitarbeitern unterstützt. So soll für eine hohe Kontrolldichte gesorgt werden.

Das Polizeipräsidium München verzeichnete in der letzten Woche im Schnitt 53 Verstöße täglich im gesamten Stadtgebiet. Im Zeitraum vom 24. September bis 1. Oktober waren es insgesamt 542. Allerdings zieht nicht jeder Verstoß automatisch eine Anzeige nach sich. Ob ein Betroffener lediglich auf sein Fehlverhalten hingewiesen wird bzw. ermahnt wird, entscheiden die Einsatzkräfte je nach Einzelfall. Eine bewusste Missachtung der Maskenpflicht werde jedoch konsequent geahndet, so die Polizei. Dann sind 250 Euro fällig.

Corona-Inzidenz in München steigt weiter an

Update, 15.19 Uhr: In München wurden für Dienstag, 20. Oktober, 188 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 14.001 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 11.767 Personen, die bereits genesen sind, sowie 236 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 75,3. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,09 (Stand 20.10.)

Update, 14.18 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat neue Regelungen für Bayern beschlossen. Die „Alarmstufe dunkelrot“ gelte nun ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Ab dann gelte eine Sperrstunde bereits ab 21 Uhr. Veranstaltungen könnten dann nur noch mit 50 Personen ausgetragen werden. Mit einer aktuellen Inzidenz von 72,4 und einem stetigen Wachstum in den vergangenen Tagen nähert sich die bayerische Landeshauptstadt München immer mehr dem neuen Grenz-Wert von 100.

Söder verschärft Corona-Regeln: München könnte bald betroffen sein

Der CSU-Chef betonte, dass nun Vernunft und Geduld entscheidend seien. Ein Lockdown sei die „ultima ratio“, man sei einem solchen Einschnitt jedoch „näher, als viele Leute glauben mögen“. Die europäischen Grenzen sollen zum jetzigen Zeitpunkt nicht geschlossen werden, so Söder weiter. Hingegen gäbe es jetzt eine Testpflicht für Pendler.

Schule und Kitas hätten in allen Entscheidungen höchste Priorität, trotzdem müsse man mit Distanz-Unterricht rechnen. Zum Schluss richtete der Ministerpräsident einen Appell an die Bevölkerung und beendete die Regierungserklärung mit den Worten: „Es gibt ein Morgen nach Corona“.

Update, 13.59 Uhr: „Corona ist unsichtbar, nicht greifbar, aber nicht unschlagbar“, so Söder. Man wisse jetzt, was wirkt. Er verstehe, dass viele müde seien und Angst hätten. Disziplin, Geduld und Vorsicht seien jetzt wichtig. Die Welt habe gestaunt, wie gut Deutschland die erste Welle überstanden habe. Das könne man jetzt wieder schaffen. „Es ist jetzt die Zeit, dass jeder sein Bestes gibt. Die Welt geht von Corona nicht unter. Je mehr wir mitmachen, desto leichter wird es. Gott schütze weiter Bayern.“

Damit ist die Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder beendet.

Update: 13.55 Uhr: „Unser Ziel ist, dass die Grenzen offenbleiben“, so Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Zuletzt spricht Söder über Schule und Kita. „Schließen Schulen und Kitas, können Eltern nicht mehr in die Arbeit gehen.“ Für die Staatsregierung sei das Thema deshalb eine große Priorität. „Der Schulstart läuft besser als gedacht.“ Auch wenn die Zahlen aktuell in diesem Sektor niedrig sein, könne sich das schnell ändern. „Das wird eine deutliche Belastungsprobe geben.“ Es werde auch Distanz-Unterricht geben, so Markus Söder.

Der CSU-Chef will im Freistaat eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots einführen. Wer sich binnen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat und nach Deutschland zum Arbeiten pendelt, soll künftig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen müssen.

Corona-Erklärung von Markus Söder: Neuer Grenzwert beschlossen - München bald betroffen?

„Eines müssen wir klarmachen: Wir wollen Abschlüsse auf gleichem Niveau. Eines muss jedoch klar sein: Die Lehrpläne und Prüfungen müssten aber stets an die Situationen angepasst werden“, so Söder. Dann schickt Söder einen Dank an alle Erzieherinnen und Erzieher. Diese hätten ein höheres Gehalt für die Leistung, die sie erbracht haben, verdient.

Update, 13.44 Uhr: „Wir müssen die Vernünftigen von den Unvernünftigen schützen. Ich glaube, es ist nötig auch bei der Maske mit entsprechenden Bußgeldern zu handeln“, so Söder. Das Gleiche gelte für Alkohol und Partys.

Corona: Söder beschließt neue Maßnahme - Neue Regeln kommen

Die Ampel werde auf „dunkelrot“ ergänzt, so Söder. Dies gelte dann für Orte mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100. Man müsse generell Kontakte reduzieren. „Wenn die Inzidenz über 100 liegt, können Veranstaltungen maximal 50 Menschen beiwohnen“, so Söder. Auch die Sperrstunde werde dann auf 21 Uhr angepasst. Diese Maßnahmen könnten bald auch in München gelten, sollte sich die 7-Tage-Inzidenz weiter nach oben bewegen.

Update, 13.37 Uhr: „Es gibt kein Drehbuch für die zweite Welle“, so Söder. Der überwiegende Teil der Bevölkerung unterstütze die aktuellen Maßnahmen. Ohne diese Menschen „wären wir nicht so gut durch diese ersten Welle gekommen.“ Die Priorität sei, dass man keinen flächendeckenden Lockdown brauche. Wichtig sei, Wirtschaft Schule und Kita so lange wie möglich offenzuhalten. „Die Maske ist unter all den Maßnahmen das mildeste Mittel und ein echtes Präventionsmittel.“

Corona in Bayern: Söder macht LIVE Erklärung - Negativ-Beispiel USA

Update, 13.27 Uhr: Jetzt wird es konkret. Markus Söder spricht über die Corona-Strategie in Bayern und Deutschland. „Durchseuchen wirkt auf den ersten Blick leicht. Für Deutschland gibt es Berechnungen, dass wir jeden Tag um die 130.000 Infektionen haben würden, was unzählige Leben kosten würde“, so Söder. Dies wäre höchst riskant, auch die WHO warne davor. Als Negativ-Beispiel nennt Söder die USA. Auch Schweden wird in diesem Kontext angesprochen. Man sei nicht bereit, Eltern und Großeltern „einfach wegzusperren“. Es gehe nicht um Obrigkeit gegenüber dem Staat, sondern um Solidarität innerhalb der Generationen.

Man wolle deshalb beim „Eindämmen“ bleiben. Söder habe Verständnis für diejenigen, die sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlten.

Update, 13.21 Uhr: Markus Söder erklärt den Unterschied zwischen exponentiellem und linearen Wachstum. Es sei wichtig, die Entwicklungen zu erkennen und wenn möglich, Wellen zu brechen. „Es ist im Moment viel zu früh und viel zu hoch von den Zahlen.“ Die schwierigen Monate kämen dem Ministerpräsidenten erst, da die kalten Monate noch bevorstehen.

Corona in Bayern: Söder warnt vor kalten Monaten - „potenzielle Lebensgefahr“

„Alle Wissenschafts-Gremien in Deutschland sagen, es ist keine Grippe. Corona ist gleich gefährlich, es beinhaltet eine potenzielle Lebensgefahr für Ältere oder chronisch Kranke. Auch für jüngere ist es eine potenzielle Gefahr. Von Langzeitschäden wissen wir noch nicht genug, um fahrlässig zu handeln“, erklärt Markus Söder. In Bayern seien die Krankenhaus-Zahlen noch nicht so hoch. Die Wahrheit sei jedoch, dass es einen Anstieg bei der Belegung der Intensivbetten gegeben habe.

Verschwörungstheorien und Hetze seien weit verbreitet, so Söder. Man müsse trotzdem standhaft bleiben. Dann liest der CSU-Chef Zuschriften vor, die ihn erreichen. Die Beleidigungen würden ihn jedoch nicht davon abhalten oder gar erschrecken. Man werde immer alles tun, um das Beste für die Bevölkerung zu entscheiden.

Update, 13.11 Uhr: Nach einführenden Worten der Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat jetzt CSU-Chef Markus Söder das Wort. „Es ist gibt ein Wachstum, das rasant und sprunghaft ist.“ Deutschlands Nachbarländer seien fast alle Risikogebiete. Fast überall gäbe es teilweise Lockdowns, Ausgangssperren, einzelne Orte würden gänzlich zugesperrt. „Es droht auch bei uns in Deutschland, außer Kontrolle zu geraten“, so Söder. Man sei einem Lockdown näher als viele glauben.

Coronavirus: Söder richtet Appell an Bevölkerung - „Näher an Lockdown als viele glauben“

Zu Beginn richtet Söder einen Appell an die Bevölkerung. Man wolle keinen Alarmismus verbreiten. Man brauche jetzt „Ernsthaftigkeit und Seriosität in der Debatte“. Man dürfe das Virus nicht schönreden, müsse sich auf das Wesentliche konzentrieren: das Eindämmen der Pandemie.

„Ich darf der bayerischen Bevölkerung versprechen: Wir handeln nach bestem Wissen und Gewissen. Wir werden erneut Corona trotzdem, davon bin ich überzeugt“, so der Ministerpräsident.

Update, 13.04 Uhr: Knapp zwei Minuten später als angesetzt beginnt nun die Plenarsitzung im bayerischen Landtag. Die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, eröffnet die Sitzung. Mit emotionalen Worten erinnert Aigner an die „bestialische“ Tat in Paris am vergangenen Freitag (16. Oktober). Dort war ein Lehrer auf offener Straße hingerichtet worden. Es folgt eine Gedenkminute.

Update, 13.00 Uhr: Noch tummeln sich die Politiker im Bayerischen Landtag. In wenigen Augenblicken dürfte es dann losgehen.

Söder-Erklärung JETZT LIVE: Kommen schärfere Regeln? München könnte bald von neuer Maßnahme betroffen sein

Update, 12.50 Uhr: In zehn Minuten will CSU-Chef im Rahmen einer Regierungserklärung über die Coronavirus-Pandemie sprechen. Wir begleiten das Statement hier sowohl über den Live-Stream als auch Live-Ticker.

Update vom 21. Oktober, 11.50 Uhr: In knapp einer Stunde, um 13 Uhr, ist die Regierungserklärung vom Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) angesetzt. Dabei geht es um die Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus. Dabei ist bereits jetzt eine neue Regelung durchgesickert, die womöglich auch die Stadt München in Zukunft betreffen könnte (siehe weiter unten im Text).

Wir berichten live und in voller Länge ab 13 Uhr aus dem Landtag in München.

Coronavirus: Söder gibt Regierungserklärung ab - neue Regelung durchgesickert?

Erstmeldung vom 21. Oktober 2020

München - Angesichts der immer weiter steigenden Corona-Zahlen in Bayern will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch (13.00 Uhr) eine Regierungserklärung im Landtag abgeben. Im Zentrum steht die weitere Strategie im Kampf gegen das Virus. Söder will dem Vernehmen nach vor allem auch an die Verantwortung und Vernunft jedes einzelnen appellieren, mitzuziehen, extrem vorsichtig zu sein und geltende Anti-Corona-Maßnahmen strikt einzuhalten.

Coronavirus in München: Droht der Stadt ein Szenario wie in Berchtesgaden?

Bayern liegt inzwischen insgesamt über dem bundesweit vereinbarten Warnwert von 50: Genau 51,72 Infizierte je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag gemeldet. Bundesweiter Spitzenreiter war der Landkreis Berchtesgadener Land. Dort gelten seit Dienstag um 14.00 Uhr die ersten Ausgangsbeschränkungen im Freistaat seit dem Lockdown im Frühjahr. Die eigene Wohnung darf nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden. Schulen, Kitas, Restaurants und Freizeiteinrichtungen aller Art mussten schließen. Die drastischen Einschnitte gelten zunächst bis zum 2. November.

Corona in München: Zahlen steigen weiter an - Inzidenz auf Rekordhoch

In München war die 7-Tage-Inzidenz zuletzt stark angestiegen. Am gestrigen Dienstag (20. Oktober) lag der Wert bei 72,8. und ist damit der bislang höchst-gemessene. Vor noch einer Woche hatte dieser bei 53,7 gelegen. Ab dem Wert von 50 gelten automatisch strengere Regeln, so etwa eine Sperrstunde für die Gastronomie ab 22 Uhr.

Corona: Beschließt Söder neue Regelung? München könnte bald betroffen sein

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zieht einen neuen Corona-Grenzwert mit zusätzlichen Beschränkungen in Betracht. In einer CSU-Fraktionssitzung am Mittwoch nannte er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen neuen Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Man müsse bei diesem Wert beginnen, weitere Maßnahmen in Betracht zu ziehen, Richtlinien vorzugeben, sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Die Stadt München wäre bei einem ähnlichen Verlauf wie in den vergangenen Tagen schnell an der 100er-Marke angekommen.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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