Großer tz -Report:

So lief der erste Tag in Münchens Biergärten - es war ein feuchtes Vergnügen!

Nach dem Lockdown endlich mal wieder eine frische Maß im Biergarten genießen: Davon ließen sich jetzt einige Münchner nicht abbringen, trotz eher ungemütlicher Wetterlage.

München - Für empfindliche Gemüter ist dieser Frühling nichts. Und so waren es auch am verregneten Mittwoch die besonders Tapferen, die den ersten Biergartentag des Jahres unter den Kastanienbäumen feierten. Endlich wieder Geselligkeit – wenn auch im Miniaturformat und mit strengen Hygieneregeln*. So blieb ein Großteil der Tische leer und unter den lauschigen Schirmen prosteten sich nur kleine Gruppen zu. Trotzdem war der Mittwoch für viele Biergartenliebhaber ein großartiger Startschuss für die Freiluft-Saison.

Gregor Lemke beim ersten Anstich 2021

Corona in München: Abstands- und Maskenregeln sind schon erprobt

Zeit wird‘s: Am 2. November 2020 wurden alle gastronomischen Betriebe in Deutschland geschlossen, seit dem 10. Mai darf in Bayern unter bestimmten Voraussetzungen wieder geöffnet werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz* muss dafür fünf Tage am Stück unter 100 bleiben.

Die Abstands- und Maskenregeln* sind von Wirten und Gästen schon erprobt vom letzten Jahr, einzige große Neuerung: ein negativer Schnelltest* ist bei Personen aus zwei Haushalten vonnöten, um reinzukommen.

Gregor Lemke, Sprecher der Münchner Innenstadtwirte, hat im Augustiner Klosterwirt erste Gäste empfangen. „Die Sehnsucht war spürbar“, sagt er. Einige Betriebe wollen noch ein paar Tage abwarten, zumindest bis die Temperaturen mehr Lust auf ein kühles Helles haben.

Die tz hörte sich am Mittwoch bei den ersten Besuchern um. PS

Edit Mehr (79) und Renate Rübig (75)

München: Bayerische Lebenskultur im Biergarten nach Corona-Zwangspause

Unser Stammtisch – die Kastanie eins – hat direkt eine Mail vom Wirt bekommen, dass hier ab heute wieder Betrieb ist. Wir freuen uns riesig, endlich wieder ein gutes Fassbier trinken zu können. Wir sind alle Münchner und für uns gehören Biergärten zur bayerischen Lebenskultur dazu. Die Menschen brauchen Umfeld und Gemeinschaft, dafür ist der Biergarten super. Edit Mehr (79) und Renate Rübig (75)

Silja Schrank-Steinberg (49), Wirtin vom Hofbräukeller

Münchner Biergarten-Besuch in Zeiten von Corona: Tests im Haus

Bei uns haben wir den Vorteil, dass schon eine Teststation im Haus ist. Die Kontrolle am Eingang klappt gut. Mehr Angst als vor einer erneuten Schließung wegen der Inzidenz habe ich vor dem schlechten Wetter. Solange unsere Gäste nicht nach drinnen dürfen, ist der Biergarten bei Regenwetter nicht gut besucht. Da zahlt man als Wirtin auch mal drauf. Trotzdem freuen wir uns sehr, wieder Gäste empfangen zu dürfen . Silja Schrank-Steinberg (49), Wirtin vom Hofbräukeller

Daniel Slaughter (31), Pascal (29) und Fiona Esterl (24)

Endlich wieder in den Biergarten: Nässe ist egal

Wir haben die Stunden gezählt, bis die Biergärten wieder öffnen, und freuen uns, hier zu sein. Da konnte uns auch kein Regen aufhalten. Wir glauben und hoffen, dass die dritte Welle halbwegs gebrochen ist und die Biergärten auch weiterhin geöffnet bleiben können. Wegen der Sicherheit machen wir uns wenig Sorgen. Wir genießen hier einfach jede Sekunde. Daniel Slaughter (31), Pascal (29) und Fiona Esterl (24)

Frank Felkl (71) und Karsten Gorissen (55)

Hartgesottene Biergarten-Fans: Wir sind wetterfest

Wir sind schon vor der Corona*-Zeit bei jedem Wetter hergekommen. Unser Stammtisch hat sich seit einem Jahr nicht mehr getroffen, da ist das heute wirklich schön. Zwar dürfen maximal zwei Haushalte an einem Tisch hocken, trotzdem kommt ein Gemeinschaftsgefühl auf. Und die Biergartenbetreiber freuen sich natürlich riesig, dass sie wieder aufmachen können. Frank Felkl (71) und Karsten Gorissen (55) *tz.de und Merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Oliver Bodmer

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