Neuer Strafenkatalog

Knallharte Corona-Bußgelder: Jetzt wird es richtig teuer - Auch an Weihnachten gibt es keine Ausnahmen

In München gelten wie im ganzen Freistaat nun strenge Corona-Regelungen. Bei Missachtung werden Strafen fällig, für den Verstoß gegen die Ausgangssperre mindestens 500 Euro.

  • Ab Mittwoch (16. Dezember) gilt in München eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.
  • Für Verstöße werden mindestens 500 Euro fällig - auch an Weihnachten und Silvester .
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München - Deutschland geht ein zweites Mal in den harten Lockdown*. Um die Bestimmungen wie beispielsweise die strikte Ausgangsbeschränkung zu kontrollieren, will der Freistaat Bayern vermehrt mit Polizei und Ordnungsamt auf den Straßen präsent sein. In Bayern gilt ab dem 16. Dezember ein scharfer Bußgeldkatalog.

Für Verstöße gegen die nächtliche Ausgangssperre wird nun ein Bußgeld von 500 Euro fällig. Aber es gibt auch zahlreiche weitere Regelungen, an die man sich nun halten muss, für manche gibt es sogar noch höhere Strafen. Das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat bereits am 2. November den geltenden BußgeldkatalogCorona-Pandemie“ veröffentlicht. Am 14. Dezember wurde dann eine Erweiterung beschlossen.

Diese Regelungen gelten nun in der Landeshauptstadt München: 500 Euro Bußgeld bei Verstoß gegen Ausgangssperre

Wer ohne triftigen Grund zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens seine Wohnung verlässt und draußen unterwegs ist, muss ein Bußgeld von mindestens 500 Euro zahlen. Bei Treffen von Personen, die die erlaubte Zahl überschreiten, werden 150 Euro fällig. Bei Feiern auf öffentlichen Plätzen ebenfalls 150 Euro. Sollten falsche Kontaktdaten angegeben werden, kostet das 250 Euro, Verstöße gegen die Maskenpflicht ebenfalls 250 Euro. Sollten Sportstätten benutzt werden oder gegen die Bestimmungen Sport gemacht werden, sind 150 Euro fällig.

Sämtliche Bußgelder betreffen Personen, die älter als 14 Jahre sind. Für Betreiber von Sport-, Kultur- oder Gastronomiebetrieben werden teils deutlich höhere Bußgelder fällig, sollten die Regeln nicht eingehalten werden. Betreiber ohne Hygienekonzept müssen 5000 Euro zahlen. Bei Öffnung von Sportstätten und Fitnessstudios trotz Verbots sind 5000 Euro fällig, bei touristischen Angeboten, z.B. Führungen, auch 5000 Euro. Groß- und Einzelhandelsbetriebe sowie andere Dienstleister, die kein Hygienekonzept haben oder gegen Mindestabstand oder Maskenpflicht verstoßen: 5000 Euro. Hotels, die Übernachtungen für gewerblich nicht notwendige Reisen anbieten, müssen 1000 Euro zahlen.

Bußgeldkatalog gilt in München: Werden Maskenpflicht und Mindestabstand nicht eingehalten, wird‘s teuer

Wiederum 5000 Euro werden fällig für Betreiber von Praxen, die Maskenpflicht oder Mindestabstand nicht einhalten und Restaurants, die nicht nur Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten. Sollte Alkohol zwischen 22 Uhr und 6 Uhr verkauft werden, kostet das 1000 Euro Strafe. Betriebliche Unterkünfte, die Hygienemaßnahmen nicht einhalten, müssen 25000 Euro bezahlen.

Im Bußgeldkatalog finden sich noch weitere Abstufungen und Differenzierungen weiterer Kategorien. Eine Liste der aktuell geltenden Bußgelder finden Sie in der offiziellen Bekanntmachung des Staatsministeriums.

Bußgelder in München: Auch an Weihnachten und Silvester gelten die Bestimmungen

Auch an Weihnachten* und Silvester sollen die Regelungen gelten, es sollen keine Ausnahmen gemacht werden. Markus Söder* sagte dazu: „Sollten die Zahlen sich bis Weihnachten dramatisch verbessern, können wir gerne um eine Stunde mehr oder weniger reden. Aber ich habe eher die Sorge, dass die Zahlen größer werden.“ Der bayerische Ministerpräsident betonte: „Wir ducken uns nicht weg an der Stelle. Unsere Aufgabe ist es, gerade an Weihnachten, zu schützen.“ (fmü) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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