RKI gibt Update

Beunruhigende Corona-Entwicklung in Deutschland: Auch München verzeichnet Anstieg - kommen strengere Regeln?

Coronavirus: Bayerns Innenstädte bleiben noch länger dicht - In einigen Modell-Städten könnte das ein bisschen lockerer sein.
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Coronavirus: Bayerns Innenstädte bleiben noch länger dicht - In einigen Modell-Städten könnte das ein bisschen lockerer sein.

Die bundesweite Corona-Inzidenz steigt weiter an. Auch in München nähert man sich einem Grenzwert, der strengere Regeln mit sich bringen würde.

München - Das Robert-Koch-Institut vermeldete am Mittwochmorgen, 18. August, einen rasanten Anstieg der Neuinfektionen. Insgesamt wurden 8.324 Neuiinfektionen verzeichnet, was eine Verdopplung zum Vortag, an dem 3.912 gemeldet wurden, bedeutet. Damit liegt die deutschlandweite 7-Tage-Inzidenz bei 40,8. Auch in München steigen die Corona-Fallzahlen weiter an, wenn nicht in ganz so großem Tempo. Aktuell liegt die wichtige Inzidenz in der Landeshauptstadt bei 32,7. Ab einem Wert von 35 müssen sich die Menschen dann wieder auf neue Regeln einstellen.

Corona: Rasanter Anstieg der Neuinfektionen in Deutschland - München bald vor neuen Regeln?

Sollte München in den kommenden Tagen tatsächlich die Schwelle von 35 überschreiten und drei Tage infolge darüber liegen, treten wieder Beschränkungen für größere Kultur- und Sportveranstaltungen ein: Ab einer Inzidenz von 35 sind Events mit bis zu 20.000 Zuschauenden nicht mehr erlaubt. Steigt der Wert in München weiterhin bis zum 23. August und bleibt über 35, tritt eine weitreichende Testpflicht für Aktivitäten im Innenbereich in Kraft. Für die Innengastronomie, Veranstaltungen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, für den Friseur, Fitnessstudios, Sporthallen und Schwimmbäder müssen Menschen die weder geimpft noch genesen sind negative Corona-Tests vorweisen.

Corona: Neu-Infektionen steigen an - Söder bereitet Ungeimpfte auf schwierige Zeiten vor

Die steigenden Corona-Zahlen sind für die meisten Experten keine große Überraschung. Bereits vor einigen Wochen warnten etwa der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach oder Christian Drosten vor einem Anstieg der Neuinfektionen. Besonders in Richtung Herbst, wenn die Menschen sich wieder vermehrt in Innenräumen aufhielten, werde das zum Problem werden. CSU-Chef Markus Söder kündigte im Rahmen der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz bereits an, dass bei exponentiellem Wachstum im Herbst besonders Ungeimpfte Probleme haben könnten. Dazu könne etwa eine Testpflicht für Innenräume gehören, sowie - bei massiven Anstiegen - gar ein Zugangsverbot zu Veranstaltungen.

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