Im Hof des Deutschen Museums

Corona einfach wegtanzen: Dicht und Ergreifend feiern mit ihren Münchner Fans eine große Party

Endlich wieder Konzerte in München: Im Hof des Deutschen Museums rockten „Dicht & Ergreifend“ ihre Fans.
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Endlich wieder Konzerte in München: Im Hof des Deutschen Museums rockten „Dicht & Ergreifend“ die nach Corona ausgehungerten Fans.

Endlich wieder: hüpfen, tanzen, singen, springen, schwitzen. Endlich wieder: Zwei Stunden Live-Konzert, zwei Stunden Wucht und Spaß. Endlich wieder: „Dichties“!

München - Samstag, Sonntag und Montag: Die drei Konzerte der bairischen Mundart-Hip-Hopper Dicht & Ergreifend (Kurzform: „Dichties“) beim Eulenspiegel Flying Circus im Innenhof des Deutschen Museums im Herzen Münchens* sind restlos ausverkauft. Gnadenlos stürmen, hüpfen und spaßen Lef Dutti (Fabian Frischmann) und George Urkwell (Michael Huber) über die Bühne. Aus aktuellem Anlass haben sie ihre aktuelle Tour „Inzi Dance Tour“ genannt, bei der der „Inzi-Dance-Wert“ Höchststände erreicht.

Dicht & Ergreifend geben den wegen Corona ausgehungerten Fans was sie brauchen

19.59 Uhr, der Inzi-Dance-Wert liegt bei 0: Über die Bühnenlautsprecher erfolgt eine Durchsage des Wahrheitsministeriums: „Haben Sie Spaß, aber rasten Sie nicht aus. Verlassen Sie nicht das Ihnen zugewiesene Areal, aber erheben Sie sich jetzt von Ihren Plätzen.“ Mit dem Wort „jetzt“ stehen um punkt 20 Uhr alle von ihren Klappstühlen auf, bleiben danach tatsächlich die kompletten zwei Stunden direkt beim Stuhl – und rasten dennoch alle aus. Und wie! 20.15 Uhr: Inzi-Dance-Wert bei gefühlten 2000. Am Ende explodiert er bei 9999 – höchst staatlich gemessen und angezeigt an der „Dichties“-Inzidenztafel.

Ehrlich: Das Gesundheitsministerium sollte Dicht & Ergreifend als Reha-Maßnahme nach den Corona*-Lockdowns verschreiben. Jeder täte gut daran, sich mit einer Portion „Dichties“ impfen zu lassen.

Für den großen Spaß mit Abstand haben sich Dicht & Ergreifend einiges einfallen lassen – zum Beispiel Stagediving ohne Kontakt. Und eben den Inzi Dance, gegen den die Figuren des altehrwürdigen „Macarena“ maximal Sitztanz ist. Nach zwei Stunden Konzert: Endlich wieder vom Tanzen durchgeschwitzt, endlich wieder von Glück beseelt.

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