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Corona bremst die Narren aus: Faschingsveranstaltungen in München abgesagt - „Entscheidung ist vernünftig“

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Von: Claudia Schuri

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Es ist ausgetanzt: Die Gaudi der Marktweiber am Viktualienmarkt kann heuer wegen Corona erneut nicht stattfinden.
Es ist ausgetanzt: Die Gaudi der Marktweiber am Viktualienmarkt kann heuer wegen Corona erneut nicht stattfinden. © dpa

Ausgelassen feiern, tanzen und singen – das gehört normalerweise zum Fasching dazu. Doch heuer müssen die Narren erneut darauf verzichten: Nach einem runden Tisch mit Organisatoren und der Stadt steht fest: Die Faschingsveranstaltungen sind abgesagt.

München - Die Marktfrauen tanzen am Faschingsdienstag nicht am Viktualienmarkt. „Als Faschingsjeck bin ich sehr traurig, dass der Outdoor-Fasching aufgrund Corona* abgesagt werden muss“, sagt Kommunalreferentin Kristina Frank. „Aber angesichts der rasant steigenden Zahl der Neuinfektionen ist diese gemeinsame Entscheidung vernünftig.“ Die Marktfrauen hatten zwar schon seit Wochen ihre Tänze geübt, haben aber trotzdem Verständnis. „Es ist zwar schade, aber wir haben schon damit gerechnet“, sagt Tänzerinnen-Chefin Christl Lang. „Wir müssen in der Öffentlichkeit auch mit einem guten Beispiel vorangehen.“ Ob es stattdessen eine Online-Darstellung gibt, ist noch nicht entschieden. Die Frauen freuen sich auf jeden Fall schon auf den Fasching 2023. „Wir hoffen, dass es dann anders aussieht und wir im Fasching endlich wieder tanzen können“, sagt Lang.

Fasching in München: Veranstalter verstehen die Absage wegen Corona

Standl-Sprecherin Elke Fett findet die Absage ebenfalls richtig. „Alles andere würde dem guten Ruf des Marktes schaden“, sagt sie. „Und es würde sich niemand wohlfühlen. Die Gesundheit ist wichtiger.“

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So sehen es auch die Damischen Ritter, deren Faschingszug in München* ebenfalls nicht stattfindet. Die Organisation des Zuges war bereits in der Endphase und es hatten sich schon viele Gruppen angemeldet, die daran teilnehmen wollten. Die Entscheidung sei nicht leichtgefallen, betont der zweite Vorsitzende Simon Egger. Aber: „Bei steigenden Inzidenzwerten wäre es verantwortungslos, den Faschingszug durchzuführen.“ Die Entscheidung sei alternativlos. Der Fasching fällt für die „Gesellige Vereinigung Die Turmfalken“ trotzdem nicht aus: „Wir werden uns auf jeden Fall an Online-Aktionen beteiligen“, verspricht Egger.

Narhalla will Senioren- und Behindertenheime besuchen

Das ist auch der Plan der Narrhalla, die ebenfalls keine öffentlichen Veranstaltungen und Faschingsbälle durchführen wird. Trotzdem möchte die Narrhalla „Freude und Leichtigkeit zu den Menschen bringen“, wie Präsident Günther Grauer verspricht. Geplant sind Corona-konforme Besuche von Einrichtungen wie Senioren- und Behindertenheime sowie verschiedene Film- und Fotoaktionen. Auch das Prinzenpaar, Seine Tollität Leonard I und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Elisabeth II. betreibt einen Instagram-Kanal. „Wir haben schon viele Ideen vorbereitet“, kündigt Grauer an. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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