Hunderte Pässe verkauft

Gefälschter Corona-Impfausweis? Münchner fliegt auf - so funktionierte sein Geschäft mit dem gefragten Dokument

Seit dem 14. Juni können bereits Geimpfte ihren Impfstatus per App auf dem Smartphone vorweisen. (Symbolbild)
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Seit dem 14. Juni können bereits Geimpfte ihren Impfstatus per App auf dem Smartphone vorweisen. (Symbolbild)

Der Corona-Impf-Ausweis- er könnte bald der Pass in ein Leben mit mehr Freiheit sein. Ein Münchner versuchte damit jetzt Geld zu machen - und wollte hunderte gefälschte Ausweise verkaufen.

München - CSU-Chef Markus Söder machte es auf der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz nochmals deutlich: Für Ungeimpfte könnte es in Zukunft ungemütlich werden. Nicht nur, dass der Zutritt zu beispielsweise Innenräumen (wie Kino oder Restaurants) für Ungeimpfte nur noch mit Tests möglich sein könnten, diese Tests werden ab Oktober auch nicht mehr kostenlos sein. Stiegen die Inzidenzen ab Herbst oder Winter rapide an, könnte gar die 2-G Regel greifen. Diese sieht den Zutritt zu Räumlichkeiten lediglich für Geimpfte oder Genesene vor. Ungeimpfte wären damit außen vor. Ein Münchner machte sich die jüngsten Entwicklungen jetzt zunutze - und stellte gefälschte Impf-Ausweise her, um sie dann zu verkaufen. Die Polizei konnte ihn jetzt dingfest machen.

Corona: Gefälschte Impf-Ausweise - Münchner soll hunderte Pässe im Internet verkauft haben

Der 39-Jähriger soll hunderte gefälschte Impfpässe und Impfnachweise über das Internet verkauft haben. Entsprechende Beweise seien in der Wohnung des Mannes in München gefunden worden, teilt die Polizei mit. Die Beamten stellten demnach Blankoimpfpässe und bereits für den Versand vorbereitete beschriftete Briefkuverts mit Impfpässen sowie Datenträger sicher. Laut den Ermittlungen soll die 40 Jahre alte Lebensgefährtin des Mannes an den Taten beteiligt gewesen sein. Wie viel das Paar mit den gefälschten Dokumenten verdiente, habe noch nicht festgestellt werden können. Der Verkauf sei aber wohl über einen Messenger-Dienst erfolgt.

Corona: RKI legt neues Papier vor

Wie geht es in der Corona-Krise weiter? Das Robert-Koch-Institut soll der Bundesregierung ein Papier vorgelegt haben, das einen Strategiewechsel bei der Bekämpfung der Krise beinhalten soll. Von nun an soll nicht mehr nur die Inzidenz der Richtwert sein, auch zwei weitere Parameter sollen helfen, das Geschehen besser zu bestimmen.

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