Pandemie-News im Ticker

Notbremse in München aufgehoben: Weitreichende Lockerungen treten in Kraft

Söder-Minister haben weitere Corona-Lockerungen für Bayern verkündet. In München entfällt die Notbremse. Alle Pandemie-News im Ticker.

  • Wie werden die Pfingstferien in Bayern? Bei einem Live-Statement wurden am Montag weitere Details genannt (siehe Update vom 10. Mai, 13.05 Uhr).
  • In München sinkt die Inzidenz weiter rapide (siehe Update vom 11. Mai, 6.03 Uhr).
  • Die Stadt wird nun von der Notbremse befreit. Es gelten weitreichende Lockerungen. (siehe Update vom 11. Mai, 7.27 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

+++ An dieser Stelle beenden wir unsere Berichterstattung. Über die weitere Corona-Entwicklung halten wir Sie in unserem neuen News-Ticker für München auf dem Laufenden. +++

Update vom 11. Mai, 7.27 Uhr: Ab dem heutigen Dienstag gelten erstmals die angekündigten Lockerungen der Staatsregierung nach dem Wegfall der Corona-Notbremse. Nachdem die Stadt bereits seit über einer Woche unter der Inzidenz von 100 liegt, wird die Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr nun aufgehoben. Zudem gibt es Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen. Statt zuvor drei, dürfen sich nun fünf Erwachsene aus zwei Haushalten treffen. Kinder unter 14 Jahren zählen nach wie vor nicht mit, ebenso wenig vollständig Geimpfte oder nach einer Infektion mit dem Coronavirus Genesene.

Die Zahl von maximal fünf Personen aus zwei Haushalten gilt nun auch für kontaktfreien Sport im Freien. Bei Kindern unter 14 Jahren sind hier bis zu 20 Kinder erlaubt.

Beim Einkaufen mit Click&Meet entfällt ab heute die Testpflicht, zudem können auch Museen und Kulturstätten mit Terminbuchung wieder öffnen. Auch zu Friseuren, zur Fußpflege und anderen körpernahen Dienstleistungen kann man wieder ohne Corona-Test.

Schulen können in den Wechsel- oder auch vollständigen Präsenzunterricht zurückkehren. Auch der eingeschränkte Regelbetrieb in Kitas wird wieder aufgenommen.

Lockerungen in München: Notbremse fällt weg - einige Branchen müssen bis Mittwoch warten

Bitter allerdings für die Gastro-Branche: Die Außengastronomie darf erst ab Mittwoch öffnen. Angesichts des angekündigten Dauerregens werden allerdings viele Restaurantbetriebe noch bis zum Wochenende warten. Auch Theater, Opernhäuser und Kinos müssen noch bis morgen warten. Kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport im Freien sind auch erst ab Mittwoch möglich. Grund hierfür ist Paragraf 27 der Verordnung für „weitere Öffnungen“. Dieser hatte in den vergangenen Tagen bereits für viel Verwirrung gesorgt.

Update vom 11. Mai, 6.03 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in München liegt bei 78,0. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag (Stand 3.11 Uhr) hervor. Am Vortag betrug der Wert 84,9, davor 91,2. Damit setzt sich der Sinkflug fort. Für ganz Bayern meldet das RKI eine Inzidenz von 116,3 (Vortag: 119,5).

Update vom 10. Mai, 20.41 Uhr: In München stehen einige Lockerungen an. Die Außen-Gastronomie darf öffnen, Museen oder Theater besucht werden. Im Vergleich zu den vergangenen Monaten ist dies ein großer Schritt in Richtung Normalität. Doch geht bald noch viel mehr?

Am Beispiel Passau sieht man, wie stark sich die Ausgangslage innerhalb kürzester Zeit ändern kann. Die Drei-Flüsse-Stadt hatte lange Zeit in Bayern und auch Deutschland mit die höchste Inzidenz vorzuweisen. Mit harten Maßnahmen und viel Impfen schaffte es Passau aber, innerhalb der vergangenen Wochen die Inzidenz massiv zu drücken.

Corona in München: Bald massive Lockerungen? Bayerische Stadt zeigt hoffnungsvolles Szenario

Laut RKI liegt man in Passau nun bei einer Inzidenz von 24,6 (Stand: 10. Mai). OB Jürgen Dupper (SPD) verkündete in einem YouTube-Video die frohe Botschaft, was jetzt bevorsteht. Da man an fünf aufeinanderfolgenden Tagen eine Inzidenz von unter 35 vorzuweisen hatte, gelten ab Mittwoch, 12. Mai, massive Lockerungen.

So ist Shoppen ohne Test und Termin möglich, auch die Außen-Gastro kann ohne Test und Termin besucht werden. Selbiges gilt für Theater, Kinos und Museen. Auch Schulen haben wieder mehr Präsenzunterricht. Dazu kommen Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen, nun sind Treffen von drei Haushalten mit bis zu zehn Personen möglich, Geimpfte und Genesene werden nicht dazugezählt.

Ist dieses Szenario auch bald für München denkbar? Betrachtet man die Entwicklung der Inzidenz, ist die Tendenz ähnlich wie in Passau: Klar sinkend. War man vor etwa zehn Tagen noch bei knapp 160, liegt die Inzidenz aktuell bei 84,9 (Stand: 10. Mai). Ginge der Trend so weiter, wäre in den nächsten Wochen das Erreichen einer Inzidenz unter 35 denkbar. Konkret vorauszusehen ist dies freilich nie, dennoch sieht man am Beispiel Passau, wie schnell eine massive Verbesserung der Lage möglich ist.

Corona-Lockdown: Söder-Minister verkünden massive Bayern-Lockerungen für Hotels - München-News

Update vom 10. Mai, 15.44 Uhr: War der Durst oder die Vorfreude zu groß? Ein formeller Fehler der Stadt Weiden hat bei der Eröffnung der Biergärten am Montag für Verwirrung gesorgt. Obwohl die Stadt in der Oberpfalz bereits am Freitag in ihrem Amtsblatt veröffentlicht hatte, dass die Freischankflächen, Bier- und Wirtsgärten öffnen dürfen, tauchte sie am Montag nicht auf der Genehmigungsliste des Gesundheitsministeriums auf. Des Rätsels Lösung: Die Weidener hatten einem Sprecher der Stadt zufolge die Öffnung verkündet, ohne die Genehmigung des Ministeriums einzuholen.

Eine neue Biergartenrevolution? Nein. Ein Versehen, wie der Sprecher versicherte. Der Antrag wurde zwischenzeitlich nachgereicht. Die Außengastronomie durfte dem Sprecher zufolge aber auch ohne das Placet aus München öffnen. Man erwarte eine schnelle Zustimmung. Weiden lag am Montag den 14. Tag in Folge bei einer Inzidenz unter 100.

Update vom 10. Mai, 13.23 Uhr: Die wichtigsten Kabinettsbeschlüsse von heute noch einmal in der Übersicht:

Corona: Söder-Minister verkünden weitere Lockerungen für Bayern - alle Infos im Überblick

Am Pfingstwochenende dürfen in bayerischen Regionen mit stabilen Corona-Zahlen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und auch Jugendherbergen wieder für Touristen öffnen. Gleiches gilt für Seilbahnen, die Fluss- und Seenschifffahrt, touristische Bahn- und Busverkehre, Städte- und Gästeführungen im Freien sowie die Außenbereiche von medizinischen Thermen. Voraussetzung ist ein maximal 48 Stunden alter negativer PCR-Test oder ein höchstens 24 Stunden alter Corona-Schnelltest.

Amateur-Ensembles, also beispielsweise Kapellen, Musikgruppen, Amateurtheater und andere Gruppen, dürfen bei stabilen Corona-Zahlen ab 21. Mai wieder gemeinsam proben. Voraussetzung ist, wie bei anderen Öffnungsschritten auch, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis beziehungsweise in der betreffenden kreisfreien Stadt stabil unter 100 liegt. Zudem sind Hygienekonzepte Pflicht.

Söder-Minister haben weitere Corona-Lockerungen für Bayern verkündet.

Abstände müssten eingehalten werden, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Im Innenraum dürften zehn, im Freien 20 Musiker gemeinsam proben. Ferner solle ab 21. Mai der Bereich der Kultur im Freien wieder möglich sein, unter entsprechenden Hygienekonzepten.

Update vom 10. Mai, 13.13 Uhr: Dem Impffortschritt im Freistaat widmet sich nun Gesundheitsminister Klaus Holetschek. „Der große Vorteil ist, dass Sie nur eine Impfung brauchen“, sagt der CSU-Mann zum heute für alle Altersgruppen in Deutschland freigegebenen Vakzin Johnson & Johnson. Auch über den Impfstoff Sputnik V werde weiter gesprochen. „Das hängt natürlich von der Zulassung ab“, so der Gesundheitsminister.

Kurz darauf ist die Pressekonferenz beendet.

Update vom 10. Mai, 13.09 Uhr: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) freut sich über die Wiedereröffnung der Biergärten. „Es macht dann doch Freude, sich draußen treffen zu dürfen. Es ist besser, die Leute in geordneter Form unterzubringen“, sagt er unter anderem mit Verweis auf die Vorfälle im Englischen Garten. Dass in den Pfingstferien wieder touristische Übernachtungen möglich sein sollen, begrüßt Aiwanger ausdrücklich.

Corona: Hotels in Bayern dürfen an Pfingsten öffnen - wenn Inzidenz unter 100 liegt

Update vom 10. Mai, 13.05 Uhr: Folgende Punkte wurden heute offiziell beschlossen: Beherbergungsbetriebe (Hotels, Campingplätze etc.) dürfen zum 21. Mai wieder öffnen (dort, wo die Inzidenz unter 100 ist). „Auch der Wellness- und Gastronomiebereich können dann genutzt werden“, sagt Herrmann. Vorgabe ist stets ein negativer Corona-Test. Eine klare Öffnungsperspektive gibt es auch für Seilbahnen und Anbieter von Schiffsfahrten.

Zum Bereich Kunst und Kultur: Ab dem 21. Mai können Laienmusiker wieder Proben durchführen - sofern ein entsprechendes Hygienekonzept vorliegt. Theatervorführungen mit festen Plätzen für Zuschauer sollen auch im Außenbereich ermöglicht werden

Update vom 10. Mai, 13.01 Uhr: Die Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung beginnt. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) eröffnet. Zunächst widmet er sich den sinkenden Infektionszahlen im Freistaat, mahnt jedoch, dass die Gefahr noch nicht überstanden sei. Deshalb müsse man die vorsichtige Strategie noch eine Zeitlang beibehalten: „Wir müssen die Nerven bewahren.“

Die jetzt in Kraft tretenden Maßnahmen (u.a. Biergartenöffnungen) seien dennoch zu rechtfertigen, man könne sie jetzt „verantwortungsvoll umsetzen“.

Update vom 10. Mai, 12.51 Uhr: In wenigen Minuten beginnt die mit Spannung erwartete Pressekonferenz in München. Wie sehen die Öffnungspläne für bayerische Hotels aus?

Corona-Lockdown: Bayern will Hotels ab Pfingsten öffnen - Söder-Minister erklären Voraussetzungen

Update vom 10. Mai, 9.47 Uhr: Weitere Öffnungsperspektiven sind heute Thema im bayerischen Kabinett - und zwar für Kultur, Laienmusik und Tourismus. Die anschließende Pressekonferenz begleiten wir ab 13 Uhr im Live-Ticker und -Stream. Viele Bewohner des Freistaats dürfte vor allem brennend interessieren, wie sie ihre Pfingstferien gestalten dürfen. Ab 21. Mai sollen touristische Betriebe von Lockerungsschritten profitieren.

Die Corona-Inzidenz in München sinkt weiter. Markus Söder sieht die Entwicklung aber nicht nur positiv.

Update vom 10. Mai, 6.45 Uhr: Erstmals ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat wieder leicht gestiegen und liegt am Montag bei 119,5. Am Vortag war es 118,7. In der Landeshauptstadt München dagegen ist der Wert erneut rapide abgefallen. Lag er am Vortag noch bei 91,2 ist er nun bei 84,9. Somit dürfte den geplanten Lockerungen der Stadt ab Mittwoch nichts mehr im Wege stehen. Am Vortag hatte es Verwirrung gegeben, weil die Stadt zunächst angekündigt hatte, die Lockerungen bereits ab Dienstag umsetzen zu wollen. Dagegen stand aber die Aussage von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), der bereits vergangene Woche angekündigt hatte, dass es insgesamt zwei Tage Vorlauf brauche, um die Öffnungen abzusegnen und umzusetzen.

Corona in München: Inzidenz sinkt weiter ab - dritte Welle wirklich gebrochen?

Im gesamten Freistaat wurden in den vergangenen 24 Stunden 1232 neue Corona-Infektionen sowie sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Derzeit gibt es rund 42.600 aktive Corona-Fälle in Bayern, die Zahl der Genesenen liegt bei ca. 558.400. Die Stadt Passau weist auch weiterhin den niedrigsten Inzidenzwert in ganz Bayern auf mit 24,6 (Vortag 26,5) auf, gefolgt von den Landkreisen Neustadt an der Waldnaab, der mit 34,9 auf dem exakt gleichen Niveau wie am Vortag verbleibt sowie dem ehemaligen Hotspot Tirschenreuth mit 48,6 (47,2), in dem die Inzidenz seit Tagen immer weider leicht ansteigt. (Quelle RKI, 10.5., 3.11 Uhr)

Corona in Bayern: Söder hält Verlängerung des Lockdown für möglich - und übt scharfe Kritik

Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich in einem Interview mit Bild dahingehend, dass er eine Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen auch über die bisherige Frist des 30. Juni hinaus nicht ausschließe. „Bloß, weil ein Gesetz endet, ist Corona nicht vorbei“, so Söder. Auch wenn die dritte Welle unter Kontrolle zu sein scheine, dürfe man sich nicht täuschen: „Wir sind noch nicht ganz über‘n Berg.“ Wie bereits in vorhergehenden Interviews verlangte Söder beim Thema Impfen mehr Tempo. Vor allem die Dauer bei der Umsetzung eines digitalen Impfausweises kritisierte er scharf. Deutschland sei zwar ein „super Technikland“, so Söder, aber „bei uns kommt der Zug halt immer zehn Minuten zu spät.“.

Update vom 9. Mai, 22.47 Uhr: Können Schüler und Lehrer im Freistaat bald aufatmen? Nach wie vor sitzen tausende Kinder und Jugendliche in Bayern Tag für Tag im Distanzunterricht. Doch in einem Interview mit Bild.de macht Ministerpräsident Söder ihnen Hoffnung - zumindest für das kommende Schuljahr.

Corona in Bayern: Söder macht Schülern und Lehrern Hoffnung auf nächstes Schuljahr

Söder stellt klar: „Nächstes Schuljahr wird ein ganz anderes Schuljahr.“ Hier spielte er vor allem auf Impfmöglichkeiten für die Kinder an. Geht es nach dem Ministerpräsidenten, soll es vor Beginn des nächsten Schuljahres für sie geschlossene Gruppenimpfungen geben. „Das wäre dann Schule mit einem ganz anderen Sicherheitsfeeling. Da wäre dann viel mehr möglich“, so Söder.

Update vom 9. Mai, 14.47 Uhr: Wer kennt sich da noch aus? Die für München gewährten Öffnungen der Außengastronomie gelten nun erst ab Mittwoch. Zuvor waren auch die Biergarten-Betreiber in der Isar-Metropole vom Dienstag ausgegangen (der laut derzeitiger Prognose noch angenehme Temperaturen verspricht).

Das Gesundheitsministerium hat den Antrag der Stadt München auf Erleichterung der Corona-Auflagen inzwischen offiziell genehmigt, aber mit überraschendem Starttermin. Offenbar wünscht man sich zwei „Karenztage“ nach fünfmaligem Unterschreiten der 100er-Marke. Der Stadt hätte einer gereicht.

Auch Straßencafés und andere Freizeiteinrichtungen dürfen dann ab Mittwoch bei Einhaltung strikter Hygieneauflagen öffnen. Unter anderem besteht - mit Ausnahme des Sitzplatzes - Maskenpflicht. Wenn Personen aus mehr als einem Haushalt am Tisch sitzen, gibt es eine Testpflicht.

Wichtig: Die nächtliche Ausgangssperre verliert bereits am Dienstag ihre Gültigkeit. Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen und im Einzelhandel treten dann ebenfalls in Kraft.

Update vom 9. Mai, 12.56 Uhr: Auch an diesem Wochenende kam es in München wieder zu zahlreichen Polizeieinsätzen aufgrund von Verstößen gegen die aktuellen Corona-Bestimmungen. Im Englischen Garten eskalierte die Situation vollkommen, dort wurden 19 Polizeibeamte teils durch Flaschenwürfe verletzt. Zudem musste die Polizei mehrere Menschenansammlungen auflösen. Auch wurden den Beamten mehrfach illegale Partys in Wohnungen gemeldet. Bei einem der Einsätze versuchten Gäste, über das Dach des Hauses zu flüchten. Das führte schließlich zu einem Einsatz der Feuerwehr.

Corona-Lockdown: München-Inzidenz wieder unter 100 - jetzt winken Lockerungen

Update vom 9. Mai, 7.10 Uhr: Grund zur Freude in München: Auch am fünften Tag in Folge weist das RKI (stand. 9. Mai, 3.12 Uhr) für die Landeshauptstadt einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von unter 100 aus. Mit 91,2 liegt der Wert zudem erneut niedriger als am Vortag (92,3). Für die Stadt München bedeutet dies, dass am morgigen Montag (10. Mai) die Verantwortlichen der Stadt München die Regel-Lockerungen der Corona-Maßnahmen verkünden werden, welche dann ab Dienstag (11. Mai) greifen.

Die nächtliche Ausgangssperre entfällt dann, zudem sind, mit Test und Termin, auch Besuche von Außengastronomie, Theatern und Kinos möglich. Auch die Kontaktbeschränkungen werden gelockert. Ab Dienstag können sich somit wieder zwei Hausstände mit bis zu fünf Personen über 14 Jahren treffen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz seinen bayerischen Sonderweg bei den Corona-Regelungen verkündet. In München wurden insgesamt 164 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Zwei weitere Menschen starben an einer Covid19- Erkrankung.

Update vom 8. Mai, 18.15 Uhr: Seit Tagen sinken in München die Corona-Zahlen. Hält dieser Trend weiter an, dürfen hier ab Dienstag endlich wieder Biergärten öffnen. Doch nicht nur in der Landeshauptstadt stehen bald Lockerungen bevor.

Corona in Bayern: Infektionsrate sinkt weiter - Ministerium erlaubt Biergarten-Öffnung in 13 Regionen

In insgesamt 13 bayerischen Regionen ist die Corona-Infektionsrate derzeit so günstig, dass zum Start in die neue Woche Biergärten und andere Freizeiteinrichtungen aufsperren dürfen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in München mit. In besagten Landkreisen und kreisfreien Städten liegt die Inzidenz stabil unter 100. Im Klartext bedeutet das: fünf Tage hintereinander. Danach sind zwei Tage zur Umsetzung vorgesehen, am achten Tag darf geöffnet werden.

Eine Öffnung am Montag ist nach diesen Maßgaben für die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Starnberg, Landsberg am Lech, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Kitzingen, Würzburg und Lindau sowie für die kreisfreien Städte Passau, Bamberg, Schwabach und Erlangen erlaubt. Der Kreis Neuburg-Schrobenhausen darf ab Dienstag öffnen.

Corona in München: Sieben-Tage-Inzidenz am Wochenende sinkt auf 92,3

Am Wochenende sind die Corona-Neuinfektionen übrigens auch im gesamten Freistaat gesunken. Im Landesdurchschnitt lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag bei 120,9.

Corona in München: Inzidenz setzt rapiden Sinkflug fort - Große Lockerungen stehen bevor

Update vom 8. Mai, 7.59 Uhr: Der nächste Schritt in Richtung Lockerungen ist gemacht: Am Samstag (8. Mai) meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) für München eine Inzidenz von 92,3 - damit liegt der Wert seit dem 5. Mai konstant unter 100, also bereits den vierten Tag in Folge. Liegt die Inzidenz stabil - fünf Tage - unter dem wichtigen Grenzwert, winken ab dem übernächsten Tag (in diesem Fall Dienstag) Erleichterungen wie beispielsweise der Wegfall der nächtlichen Ausgangssperre. Mit Test und Termin wäre dann auch die Öffnung der Außengastronomie und von Theatern und Kinos in Sicht.

Corona in München: SPD-Fraktion will Frühwarnsystem einführen

Update vom 7. Mai, 19.37 Uhr: Schon seit längerem ist klar, dass man im Abwasser Reste von Coronaviren nachweisen kann. Einen entscheidenden Beitrag zu dieser Forschung hat auch die Stadt München und die LMU geleistet. Die Initiative dafür ging von den Stadtratsfraktionen der SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste aus. Die Universität untersuchte über ein Jahr lang an verschiedenen Stellen im Münchner Kanalnetz zahlreiche Abwasserproben. Dabei stellte man fest, dass man Corona-Rückstände bereits zwei Wochen vor einem tatsächlichen Infektionsausbruch erkennen konnte. Auch Mutationen wurden so erkannt. „Zudem konnten die Forscher*innen Rückschlüsse auf die Dunkelziffer, also auf Personen, die keine oder nur kaum Symptome aufweisen, und damit auf den tatsächlich infizierten Anteil der Bevölkerung ziehen“, schreibt die SPD auf ihrer Homepage.

Nun sollen diese Abwasseranalysen fortgeführt und weiter ausgebaut werden. Für die SPD/Volt-Stadtratsfraktion sind sie eine „sinnvolle Strategie zur frühzeitigen Erkennung eines Corona-Ausbruchs“. Man wolle ein Frühwarnsystem etablieren und das Infektionsgeschehen noch intensiver beobachten. Die Fraktion führe im Augenblick Gespräche, das Modellprojekt dauerhaft zu installieren. Die umweltpolitische Sprecherin der SPD/Volt, Dr. Julia Schmitt-Thiel, dazu: „Ich freue mich sehr, dass München bei diesen wichtigen Erkenntnissen ganz vorne dabei ist. Wichtig ist uns auch, dass wir die Dunkelziffer besser kennen. So können wir besser planen und langfristige Strategien entwickeln, statt dem Pandemiegeschehen hinterherzulaufen.“

Update vom 7. Mai, 12.24 Uhr: Der Landkreis Tirschenreuth erlaubt ab Montag die Öffnung der Außengastronomie. Dies werde am Nachmittag im Amtsblatt veröffentlicht, sagte ein Sprecher des Landratsamts am Freitag. Tirschenreuth ist derzeit jener Landkreis in Bayern, der am längsten eine Inzidenz von unter 100 aufweist. Seit dem 14. April liegt er unter diesem Wert. In den ersten beiden Corona-Wellen war Tirschenreuth dagegen noch hart getroffen worden.

Corona in Bayern: Tirschenreuth öffnet Außengastronomie - weitere könnten bald folgen

In mehreren anderen Land- und Stadtkreisen, die für eine Öffnung der Außengastronomie am Montag infrage kommen, lag am Vormittag dagegen noch keine Zustimmung des Ministeriums vor. Ab Montag sollen Landkreise und kreisfreie Städte mit einer stabilen Inzidenz unter 100 erlauben können, Bier-, Wirtsgärten und Freischankflächen unter Hygienevorschriften zu öffnen. Dafür müssen die Kreise aber die Zustimmung des Gesundheitsministeriums einholen. Dort lagen bis zum späten Freitagvormittag 10 Anträge vor.

Update vom 7. Mai, 06.52 Uhr: Die Stadt München liegt auch am Freitag weiterhin unter der Inzidenz von 100. Das RKI teilt, Stand 7.5., 3.09 Uhr, eine Inzidenz von 94,1 für die Landeshauptstadt mit. Damit ist der Trend weiter eindeutig. Sollte München nicht mehr über eine Inzidenz von 100 steigen, könnten ab kommenden Mittwoch (12. Mai) zahlreiche Lockerungen, wie die Öffnung von Einzelhandel und Außengastronomie erfolgen, wenn auch nur mit Test und Termin. Insgesamt wurden 239 neue Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet. Vier Menschen starben infolge einer Covid-19-Erkrankung.

Sollte München nicht mehr über eine Inzidenz von 100 steigen, könnten ab kommenden Mittwoch (12. Mai) zahlreiche Lockerungen erfolgen.

Update vom 6. Mai, 18.35 Uhr: Im Eilverfahren hat die bayerische Regierung Lockerungen für Genesene und Geimpfte beschlossen. Seit Donnerstag, 6. Mai, dürfen sie wieder ohne aktuellen negativen Corona-Test einkaufen.

Münchens Einzelhändler sind von Söders Hau-Ruck-Aktion jedoch alles andere als begeistert. „Aus unserer Sicht – vorsichtig ausgedrückt – nicht nur ein Unding, sondern eine beispiellose Ignoranz der Belange der Unternehmen“, schimpft Wolfgang Fischer, Chef der Münchner City Partner. Quasi auf Knopfdruck müssten nun neue Maßnahmen umgesetzt werden - ansonsten drohen Bußgelder.

Corona in Bayern: Hotels zu Pfingsten offen - Boom bisher ausgeblieben

Update vom 6. Mai, 15.06 Uhr: Nach der angekündigten Öffnung für den Tourismus ist ein Buchungsboom in oberbayerischen Urlaubsregionen zu Pfingsten bisher ausgeblieben. Das Interesse sei groß, es gebe aber noch Unsicherheiten, sagte der Geschäftsführer der Tourismusverbandes Oberbayern und München, Oswald Pehel. „Wir sind dabei, Fragen zu sammeln und zu klären. Wir brauchen Antworten, vor allem was die Teststrategie betrifft.“ Der Öffnungsschritt sei aber ein sehr wichtiges Signal.

Hotels und Ferienwohnungen sollen ab dem 21. Mai Gäste empfangen dürfen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt. „Unmittelbar nach der Pressekonferenz von Ministerpräsident Markus Söder sind die Telefone bei uns heiß gelaufen“, sagte Pehel. Viele Urlauber wollten kommen. Auch für den Sommer gebe es rege Nachfrage.

Erstmeldung vom 6. Mai 2021

München - Die Stadt München liegt bei der wichtigen 7-Tage-Inzidenz wieder unter der „magischen“ Marke von 100. Sie ist deshalb so wichtig, da weitreichende Maßnahmen mit ihr stehen und fallen. So meldete das RKI (Robert Koch-Institut) am Mittwoch, 5. Mai, erstmals wieder eine Inzidenz unter 100 für München (99). Einen Tag später, am Donnerstag, 6. Mai, fiel die Inzidenz, wenn auch nur leicht, weiter auf 98,3. Sollte sich dieser Trend konstant halten, stünden in München* am Mittwoch, 12. Mai, weitreichende Öffnungen an. Neben der Außen-Gastronomie, dürften sich Theater- und Kinobetreiber auf Öffnungen freuen, freilich alles mit Test und Termin. Trotzdem wäre es nach den langen Monaten des Lockdowns für viele bestimmt eine Erleichterung.

Corona in Bayern: Söder prescht vor - bald weitreichende Öffnungen in München?

CSU-Chef Markus Söder brachte die Öffnungs-Perspektiven recht überraschend auf den Vormarsch. Schon am Montag, 3. Mai, verkündete er die Lockerungen, ehe er sie einen Tag später, nach der Kabinettssitzung, gemeinsam mit Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler) und Gesundheitsminister Holetschek (CSU) offiziell bekanntmachte. Auch überraschend: Noch vor einer Entscheidung des Bundes kündigte der CSU-Chef außerdem an, die Rechte von vollständig Geimpften und Genesenen/Getesteten gleichzustellen. Ab heute muss eine zweimal-geimpfte Person etwa beim Shoppen keinen Test mehr vorlegen. Überraschend war diese Ankündigung deshalb, da sich Söder stets für „bundeseinheitliche“ Regelungen ausgesprochen hatte, hier aber wiederholt wieder früher agierte als Berlin.

Sollte die 7-Tage-Inzidenz weiter unter 100 bleiben, stehen weitreichende Öffnungen an.

Corona in München: Völlig neue Impf-Strategie? Stadt will umgehend handeln

Viele Experten, darunter Karl Lauterbach (SPD), haben mittlerweile festgestellt, dass besonders in ärmeren Vierteln die pandemische Lage kritisch ist. Auch München sei davon betroffen, wie Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek am Mittwoch im Stadtrat mitteilte. In einigen Stadtvierteln liege die Infektionsrate bei 4,4 Prozent, in Bezirken mit höherem sozioökonomischem Standard bei rund 2,4 Prozent. Die Gesundheitsreferentin machte auch klar: „Es gibt in München keine so großen Unterschiede wie etwa in Köln.“ Dort lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt in einigen Vierteln bei 500. Dennoch ist Zurek zufolge offensichtlich: „Je schlechter die soziale Lage, desto höher die Inzidenz.“ Dies habe wohl auch mit beengten Wohnverhältnissen oder prekären Arbeitsverhältnissen der Betroffenen zu tun. Die Stadt München will deshalb handeln und bessere Impfmöglichkeiten für Menschen schaffen, die in prekären Situationen leben. Außerdem soll die Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden, um bestimmte Bevölkerungsteile besser zu erreichen. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: ©  Heinz Gebhardt/Tobias Hase/Imago/dpa

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