In München bleibt es ruhig

Corona-Zahlen in Bayern sinken leicht - drei Hotspots halten Freistaat aber in Atem

Eine Polizeistreife in der Innenstadt
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Ein Polizeiauto fährt in der Innenstadt durch die Fußgängerzone.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist erneut gefallen. Dennoch liegen mehrere Corona-Hotspots im Freistaat. In München bleibt es zunächst ruhig.

München - Die 7-Tage-Inzidenz* in Bayern liegt am Mittwoch (15. September) mit einem Wert von 81,7 noch immer über dem bundesdeutschen Durchschnittswert von 77,9. Jedoch ist die Zahl im Vergleich zum Montag zurückgegangen. Zu Beginn der Woche lag sie bei 86,4.

In der Landeshauptstadt München liegt der Wert am Mittwoch bei 64,3. Innerhalb der letzten 24 Stunden sind dort 308 neue Corona-Infektionen bekannt geworden. Zwei Menschen starben im Zusammenhang mit der Virusinfektion.

Corona im Freistaat: Traunstein und Berchtesgadener Land mit sehr hoher Inzidenz

Nicht geändert hat sich jedoch, dass sich weiterhin drei deutschlandweite Corona*-Hotspots im Freistaat befinden. Am stärksten erwischt es den Landkreis Traunstein, hier liegt die Inzidenz derzeit bei 220,3 und somit deutschlandweit auf Platz zwei. Es folgt der Landkreis Berchtesgadener Land* mit einer Inzidenz von 217,3 auf Platz Drei, die Stadt Rosenheim* liegt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 199,7 „nur noch“ auf Platz sieben. Als Grund für den starken Infektionsanstieg werden meist Reiserückkehrer genannt. Am Freitag, 10. September, waren im Freistaat die Sommerferien zu Ende gegangen.

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Corona in München: Was passiert, wenn die Zahlen weiter steigen?

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat bereits mehrfach einen erneuten Lockdown ausgeschlossen. Dies sei vor allem in Hinblick auf die vielen Geimpften, vor denen eine solche Entscheidung nicht zu rechtfertigen wäre, nicht möglich, so Söder. Ob er sein Versprechen halten kann, ist jedoch unklar.

Trotz steigender Corona-Zahlen: Bayerische Krankenhaus-Ampel weiter stabil grün

Die Inzidenz alleine ist für neue Maßnahmen in Bayern nicht mehr Ausschlag gebend. Seit Anfang September gilt ein neu eingeführtes Ampel-System. Die sogenannte Krankenhaus-Ampel soll die Auslastung von Krankenhäusern abbilden und die Corona-Inzidenz als bisherigen alleinigen Richtwert für Corona-Einschränkungen ablösen. Momentan befindet sie sich im grünen Bereich.

HospitalisierungIntensivbettenauslastung
GrenzwertGelb bei 1200Rot bei 600
Stand 15. September306 243

Die neue Krankenhaus-Ampel schaltet auf Gelb, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Auf Rot schaltet die Ampel, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen. Dann könnte die Staatsregierung neue Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschließen. (kah) *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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