News-Ticker für die Landeshauptstadt

Stadt München greift jetzt durch: Neue Verbote für Fan-Hotspots - sie gelten bei allen EM-Spielen

Die Corona-Inzidenz in München und Bayern sinkt weiter. Aufreibende Einsätze bei der Fußball-EM erwartet die Polizei.

  • Die Corona-Zahlen in München setzen ihre positive Entwicklung fort. Die Inzidenz lag am Donnerstag (10. Juni) bei 18.7.
  • Mit neuen Arten von Feierlichkeiten könnte es die Münchner Polizei bei der Fußball-EM zu tun bekommen. Für Fan-Hotspots hat die Stadt Verbote erlassen (Update vom 10. Juni, 12.26 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Über alle weiteren Entwicklung rund um die Corona-Krise in München und Bayern halten wir Sie in unserem neuen Corona-Ticker auf dem Laufenden. +++

Update vom 10. Juni, 12.26 Uhr: An sämtlichen Spieltagen der EM 2021, nicht nur zu den in München ausgetragenen Spielen, gilt auf der Ludwig- und Leopoldstraße zwischen Odeonsplatz und Münchner Freiheit ein Verbot von Glasflaschen und Pyrotechnik. Darüber hat die Stadt München nun offiziell informiert.

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hat dazu eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, die Regelung gilt an allen Spieltagen ab einer Stunde vor Spielbeginn bis 5 Uhr morgens des Folgetages. „Dadurch sollen Gefahren gemindert werden, die von Glasgefäßen und Pyrotechnik besonders in Verbindung mit größeren Menschengruppen und Alkohol ausgehen“, heißt es vonseiten der Stadt.

Update vom 10. Juni, 6.28 Uhr: Die Münchner Polizei bekommt zu den Spielen der Fußball-EM 2021 Unterstützung aus anderen Teilen Deutschlands. „Es sollen auch Kollegen aus anderen Bundesländern dabei sein“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem rund um die Arena würden Beamte benötigt. Dort wird die deutsche Nationalmannschaft am Dienstag (15. Juni) ihr erstes Spiel der EM gegen Frankreich bestreiten, vor 14.000 Zuschauern. In vielen Biergärten in ganz Bayern können Besucher die Fußballspiele auf Leinwänden verfolgen, allerdings gelten strenge Regeln.

München: Polizei stellt sich auf stressige EM-Einsätze ein - „Möglicherweise ganz neue Arten zu feiern“

Hauptzweck des Biergartenbesuchs muss der Verzehr von Speisen und Getränken sein, darauf weisen Städte wie München, Würzburg, Nürnberg oder Passau hin. Das Sportereignis dürfe nur „im Hintergrund“ gezeigt werden. Zudem wird die Polizei an beliebten Feierorten unterwegs sein.

„Wir können nicht absehen, ob es möglicherweise gigantische Auto-Korsos gibt oder ganz neue Arten zu feiern, von denen wir jetzt noch gar nichts wissen“, berichtete die Münchner Polizei. „Feiern ist ja nicht verboten.“ Aber Mundschutz, Abstand, Kontaktbeschränkungen kämen noch dazu. Unterdessen ist die 7-Tage-Inzidenz in München weiter gesunken, allerdings nur minimal. Gestern lag der maßgebliche Wert noch bei 18,8, heute wird er vom RKI mit 18,7 beziffert.

Corona in Bayern: Große Lockerung der Maskenpflicht? Vorschläge werden aktuell besprochen

Update vom 9. Juni, 11.57 Uhr: Ab heute ist die Maskenpflicht in der Münchner Innenstadt aufgehoben (siehe Update vom 8. Juni, 19.27 Uhr). Wie BR24 jetzt berichtet, könnte in Kürze auch die Maskenpflicht in Schulen kippen. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) machte Hoffnung, dass dies schon bald der Fall sein könnte. Bayerische Schulen hätten demnach bereits jetzt ein gutes Sicherheitskonzept, bestehend aus Tests und Lüftungskonzepten.

Der Minister habe aber nach eigenen Angaben das Ziel, dass in Bayern bald inzidenzabhängige Lockerungen der Maskenpflicht in Kraft treten. Laut Piazolo werden vom Kultusministerium aktuell entsprechende Vorschläge erarbeitet und mit dem Gesundheitsministerium abgesprochen.

Update vom 9. Juni, 6.17 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in München hat die nächste Marke (20) geknackt. Heute liegt der Wert laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 18,8. Tags zuvor hatte die Behörde ihn noch mit 21,2 beziffert.

Corona in München: Maskenpflicht in der Innenstadt gilt jetzt nicht mehr

Update vom 8. Juni, 19.27 Uhr: Laut den neusten Erkenntnissen von Aoerosolforschern, ist eine Corona-Übertragung an der frischen Luft mit den geltenden Abstandsregeln unwahrscheinlich. Deshalb und wegen der sinkenden Zahlen kam in den vergangenen Wochen in den sozialen Medien häufig Kritik wegen der immer noch geltenden Maskenpflicht in der Altstadt auf. Nun reagiert die Landeshauptstadt.

Wie die Stadt München auf ihrer Website mitteilt, wird die Maskenpflicht unter freiem Himmel in der Innenstadt schon ab Mittwoch, dem 9. Juni, aufgehoben. Das habe der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter beschlossen.

Seit Monaten galt, wegen der hohen Corona-Zahlen in der zweiten und dritten Welle, zwischen 9 und 21 Uhr eine generelle Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone und Umgebung. Zusätzlich zu den Lockerungen bei der Maskenpflicht wird auch das bislang geltende Alkoholkonsumverbot im öffentlichen Raum gelockert. Ebenfalls ab dem 9. Juni, wird das Alkoholkonsumverbot in der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt aufgehoben und gilt dann nur noch jeweils ab 20 Uhr (bisher 18 Uhr) bis 6 Uhr auf dem Gärtnerplatz und auf dem Wedekindplatz.

Die Maskenpflicht in der Innenstadt gilt nicht mehr. Außerdem wird das Alkoholkonsumverbot im öffentlichen Raum gelockert.

Oberbürgermeister Dieter Reiter erklärt die Lockerungen wie folgt: „Angesichts sinkender Inzidenz und steigender Impfquote können wir diese weiteren Schritte hin zu mehr Normalität im Alltag guten Gewissens gehen.“

Gilt schon ab morgen: Neue Corona-Lockerung für Bayern kommt - München-Inzidenz sinkt weiter

Update vom 8. Juni, 11.19 Uhr: Bayerns Spielbanken dürfen wieder öffnen. Ab Mittwoch kann wieder am Roulette- und Black-Jack-Tisch und an den Automaten gespielt werden, wie das Bayerische Finanzministerium am Dienstag mitteilte. Voraussetzung für die Wiedereröffnung sei eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz unter 100, was an den Standorten aller neun bayerischen Spielbanken der Fall sei. Schon 2020 hätten die Betreiber der Spielbanken mit den Gesundheitsbehörden Schutz- und Hygienekonzepte entwickelt, die nun wieder umgesetzt würden.

Neue Corona-Lockerungen für Bayern: Spielbanken dürfen wieder öffnen

Die Gäste müssen in den Spielbanken eine FFP2-Maske tragen. Darüber hinaus schützen Plexiglasscheiben an den Spieltischen Gäste und Mitarbeiter. Es werden Desinfektionsmittelspender bereitgestellt, Jetons und Chips regelmäßig desinfiziert. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, ist ein aktueller negativer Corona-Test erforderlich. Wer vollständig geimpft oder genesen ist, braucht keinen Test.

Update vom 8. Juni, 10.46 Uhr: Fußballfan Markus Söder freut sich auf die Fußball-EM, die auch in München vor Zuschauern stattfinden wird. Trotz Corona-Auflagen verspricht der CSU-Chef den Bürgern ein ganz „neues Lebensgefühl“.

Update vom 8. Juni, 7.31 Uhr: Weniger positiv als die Inzidenz-Meldungen für München (siehe Erstmeldung unten) verlaufen derweil zuletzt die Schlagzeilen rund um Testzentren in der Bayerischen Landeshauptstadt. Bereits vor Kurzem hatte es Ärger gegeben. Ein Rentner hatte sich beim bayerischen Gesundheitsministerium beschwert, da er sich zwar für einen Test registriert, diesen aber nie angetreten hatte. Trotzdem bekam er einen negativen Bescheid zugeschickt. Bereits danach wurde reagiert und mehrere Teststationen wurden geschlossen.

Zunächst soll es sich dabei um vier Schnelltest-Stationen gehandelt haben, die vorerst außer Betrieb genommen wurden. Nun kommt es aber wohl noch deutlicher. Denn der Selbstversuch eines Mitarbeiters des Münchner Gesundheitsreferats zwang die Behörde wohl erneut zum Handeln. Das berichtet der BR unter Berufung auf einen Sprecher des Münchner Gesundheitsreferats. Der Mitarbeiter sei nach seiner Registrierung bei einer privaten Schnelltest-Station kurzfristig vor Ort doch vom Abstrich abgesprungen - und habe trotzdem einen negativen Bescheid auf sein Smartphone geschickt bekommen.

Corona in München: Genereller Systemfehler? Stadt schließt acht Schnelltest-Stationen

Wie der BR weiter berichtet, griff die Stadt München nach dem Vorfall erneut konsequent durch. Insgesamt acht Corona-Schnelltest-Stationen von drei Betreibern wurden demnach geschlossen. Bei einem Betreiber fand die Schließung vorläufig statt. Hier habe man „ausgesagt, dass ein Mitarbeiter im Testablauf einen Fehler gemacht hat. Zu diesem Vorgang soll der Betreiber nun Stellung beziehen, bevor abschließend über die weitere Beauftragung entschieden wird“, zitiert der BR einen Sprecher des Gesundheitsreferats.

Allerdings scheint dies eine Ausnahme zu sein. Bei den anderen beiden Betreibern soll demnach ein genereller Systemfehler vorliegen. Offen ist zwar noch, wie genau dieser zustande kommen konnte. Klar ist aber, dass dieser Systemfehler missbräuchlich ausgenutzt werden könnte. Deshalb habe man die vertragliche Beauftragung der Stadt zur Bürgertest-Durchführung mit sofortiger Wirkung widerrufen. Dies bedeutet für die Betreiber auch, dass keine Abrechnung mehr mit der Kassenärztlichen Vereinigung stattfinden kann. Außerdem seien die Betreiber angewiesen worden, die Getesteten über die erfolgten fehlerhaften Übermittlungen zu informieren.

Corona in München: Inzidenz rückläufig - Landkreis in Bayern nun bundesweiter Hotspot Nummer 1

Erstmeldung: München - Die Landeshauptstadt setzt den positiven Trend bei den Coronavirus-Zahlen fort. Die Inzidenz ist zum Dienstagmorgen (8. Juni) erneut gesunken. Sie liegt laut dem RKI nun bei 21,2. Am Vortag hatte das Institut noch eine Inzidenz von 22,6 für München angegeben.

Nicht nur in München, auch im gesamten Freistaat bleibt der Trend positiv. Hier vermeldet das RKI eine Inzidenz von 23,6 (Vortag: 24,6). Allerdings weist Bayern auch den Landkreis mit dem aktuell höchsten Inzidenz-Wert auf. Corona-Hotspot Nummer 1 in Deutschland und damit trauriger Spitzenreiter ist der Kreis Kronach mit einer Inzidenz von 83,9. Das geht aus den Daten des RKI (Stand 3.12 Uhr) hervor.

Rubriklistenbild: © Felix Hörhager/dpa

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