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Triage in München droht: Kliniken bereiten drastischen Schritt vor - Corona-Krisenplan ausgerufen

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Von: Andreas Beez

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Corona in München
In München ringen Mediziner um freie Intensivbetten. (Symbolfoto) © Christoph Reichwein/Imago Images

Die Corona-Lage in Bayern und München ist dramatisch. Die Zahlen der Neu-Infektionen steigen weiter an, die Intensiv-Betten werden weniger. In München wird deshalb jetzt gehandelt.

München - Weil sich die Lage auf den Münchner Intensivstationen ob der angespannten Corona-Lage immer weiter zuspitzt, bereiten die Kliniken der Landeshauptstadt Patientenverlegungen in Krankenhäuser außerhalb Oberbayerns vor. Dadurch soll Platz geschaffen werden für neue, schwerkranke Covid-Patienten. Um die logistischen Voraussetzungen zu schaffen, ist der nationale Kleeblatt-Krisenplan aktiviert worden. Er sieht notfalls auch bundesweite Patientenverlegungen vor.

Corona: Münchner Kliniken bereiten drastischen Schritt vor - Krisenplan ausgerufen

Nach tz-Informationen prüfen Münchner Intensivmediziner bereits konkret, welche Patienten dafür infrage kommen. Im Fokus: Beatmete Corona-Patienten in einem stabilen Zustand. Sie sollen per Sanka oder Flugzeugen in Orte mit freien Intensivbetten gebracht werden. Die ersten Transporte könnten am Wochenende erfolgen.

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Corona in München: Krisenplan aktiviert - Stadt droht Triage

Der Hintergrund: Auch in München droht eine Triage. Dabei müssen Mediziner entscheiden, welche Patienten noch behandelt werden können. „Wir müssen alle Register ziehen, um diese Situation zu vermeiden. Triage darf gerade in einem so leistungsstarken Gesundheitssystem wie dem deutschen nur das allerletzte Mittel sein“, sagten die Münchner Krankenhaus-Koordinatoren Viktoria Bogner-Flatz und Dominik Hinzmann unserer Zeitung.

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