News im Ticker

Corona in München: Dutzende Anzeigen wegen Regelverstößen am Wochenende - aktuelle Zahlen da

Der Corona-Lockdown geht in die nächste Runde, Markus Söder hat erneut eine Regierungserklärung abgegeben. Alle München-News im Ticker.

  • Kanzlerin Merkel (CDU) und die Länderchefs einigten sich in Berlin auf eine Verlängerung des Lockdowns.
  • Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) verkündete eine Quarantäne-Pflicht nach Tagesausflügen.
  • Mit unserem brandneuen, kostenlosen München-Newsletter sind Sie stets top informiert.

Corona: Stadt München vermeldet neue Zahlen - weiterer Todesfall bestätigt

Update vom 29. November, 15.19 Uhr: Die Stadt München hat die aktuellen Corona-Zahlen veröffentlicht. Insgesamt wurden 274 neue Fälle gezählt, darunter sind 12 Nachmeldungen und ein weiterer Todesfall. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei aktuell 171.8.

Update vom 29. November, 11.59 Uhr: Auch an diesem Wochenende kam es in der Landeshauptstadt wieder zu Einsätzen der Polizei wegen Verstößen gegen die aktuellen Corona-Regelungen.

Am Freitag (27. November) gegen 23.45 Uhr wurden in einer Gaststätte in München Ramersdorf acht männliche Personen angetroffen, die dort, entgegen der Regelung zur Schließung aller Gastrobetriebe, Essen zu sich nahmen und alkoholische Getränke konsumierten. Alle acht waren aus verschiedenen Haushalten und wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

München: Verstöße gegen Corona-Regeln - Polizei zeigt 32 Personen an

Am Samstag (28. November) gegen 02.30 Uhr wurde der Polizei informiert, dass in einer Wohnung in der Ludwigvorstadt eine Privatfeier mit einer größeren Anzahl von Personen stattfände. Letztendlich konnten hier in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses insgesamt sieben Personen bei einer Privatfeier angetroffen werden. Alle sieben Personen wurden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Am Samstagabend gegen 22.40 Uhr wurden im Bereich eines Waldweges in Planegg (Landkreis München) insgesamt sieben Personen angetroffen, die dort ausgiebig Alkohol konsumierten. Alle Personen wurden daraufhin nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. Kurz darauf trafen Polizeibeamte auf einem Spielplatz in Obergiesing insgesamt zehn Personen aus neun verschiedenen Hausständen an, die sich dort zusammen aufhielten. Auch hier wurden alle zehn nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Auch infolge der Verstöße warnt Ministerpräsident Söder live im TV - und bringt Regel-Verschärfungen ins Spiel.

Update vom 28. November, 14.23 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in München sinkt am Samstag wieder ein wenig. Am Freitag wurden 509 Fälle gemeldet. Einen Tag später sind es noch 346. Die 7-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 172,6 (+2,4) Fälle pro 100.000 Einwohner an. Vier Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. 6104 Menschen sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert.

Corona in München: Weihnachtsbeleuchtung soll für Stimmung sorgen

Update vom 27. November, 21.20 Uhr: Wegen Corona gibt es dieses Jahr keine Christkindlmärkte in München. Trotzdem müssen die Münchner nicht komplett auch die Weihnachtsstimmung in der Stadt verzichten. Denn auch dieses Jahr wurde am Marienplatz ein Christbaum aufgestellt und die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt installiert. Oberbürgermeister Dieter Reiter hofft auf eine positive Wirkung des Baumes auf die Münchner: „Auf vieles müssen wir in dieser Weihnachtszeit verzichten. Umso wichtiger ist der diesjährige Christbaum auf dem Marienplatz. Sein Leuchten soll ein wenig Freude und Zuversicht in diese dunkle Zeit bringen. Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Gemeinde Steingaden.“

15.43 Uhr: Während im Bayerischen Landtag weiter die Debatte läuft, vermeldet die Stadt München die aktuellen Corona-Fallzahlen: Demnach werden 509 Neu-Infektionen vermeldet, darunter 140 Nachmeldungen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit aktuell bei 170,2.

13.52 Uhr: Die Regierungserklärung ist beendet, nun kommen weitere Redner zu Wort, zunächst die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katharina Schulze.  Söder werde seiner Fürsorgepflicht für Bayern nicht gerecht, so ihr Eindruck. Man trage als Partei die Beschlüsse zwar mit, aber „es ist schon bitter, wo wir nach acht Monaten in einer Pandemie stehen.“ 

Was Schulze sauer aufstößt: „Warum schafft es das selbsternannte Laptop- und Lederhosen-Land nicht, die Digitalisierung in der Schule konsequent umzusetzen?“. Die Fraktionsvorsitzende warnt bereits vor einer „dritten Corona-Welle“ und mahnt in Bezug auf Weihnachten ein „hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit“ an.

13.47 Uhr: In einer kurzen Bilanz blickt der CSU-Chef auf ein „schlimmes Jahr“ zurück. „Ich hätte gerne weniger oft recht gehabt“, sagt Söder mit Blick auf seine Rolle als „Mahner“. Das letzte Kapitel Corona sei jedoch noch nicht geschrieben, eine „Endlosschleife“ wünsche sich keiner. Söder dankt abschließend den zahlreichen „helfenden Händen“ im Bundesgebiet.

Söder über Querdenker: „Toxisches Gebräu zwischen Hass, Fake und Intoleranz“

13.42 Uhr: Söder bezeichnet die Querdenker-Bewegung als „toxisches Gebräu zwischen Hass, Fake News und Intoleranz“. Die Entwicklung sei beinahe „sektenähnlich“. Vergleiche mit Sophie Scholl seien in diesem Zusammenhang empörend. Söder redet sich jetzt richtig in Rage und verweist auf etwaige Verbindungen zur AfD.

13.33 Uhr: „Wie wird das in den Ferien“, greift der Ministerpräsident eine beliebte Frage auf - und spricht sogleich von einer großen Herausforderung. „Ihre Maßnahmen haben nichts gebracht, Herr Söder“, lautet ein Zwischenruf aus Reihen der AfD, den der Redner nicht groß beachtet.

Auch an Silvester solle man Familie und Freunde zusammenbringen dürfen, Söder mahnt jedoch zur Vorsicht. Böller und Raketen seien im Rahmen von „Menschenansammlungen“ verboten, generell aber nicht untersagt.

Corona-Statement jetzt live: Söder macht Ansage zum Thema Skifahren

Jetzt geht‘s um das Thema Skifahren: „Ich weiß, dass das für viele Bayern sehr wichtig ist. Umsicht ist aber auch in diesem Fall die Basis. Skiwandern, Langlaufen und Ausflüge in die Natur bleiben möglich. Lifte und Seilbahnen können wir aber nicht laufen lassen“. Ischgl sei noch nicht vergessen, auch in Österreich sei die Sorge groß: „Keiner kann sicher sein, dass in den engen Liften kein erhöhtes Infektionsgeschehen passieren kann“.

13.26 Uhr: Söder lobt die neue Hotspot-Strategie (Regionen/Städte mit Inzidenzwerten über 200). Die dann erforderlichen Einschränkungen seien im Bereich Schule naturgemäß am schwersten. Dazu noch einige Sätze: „Wo Wechselunterricht stattfindet, ist es wichtig, dass kein zusätzlicher Leistungsdruck aufgebaut wird. Wir wollen auch kein zusätzliches Schuljahr“.

Söder spricht dem zuletzt gescholtenen Kultusminister Piazolo seinen Dank aus.

Söder überrascht mit Corona-Lob für Donald Trump - und verrät Lockdown-Devise

13.20 Uhr: Die Kontakte im privaten Bereich bleiben für Söder das Zünglein an der Waage; hier habe man bewusst noch einmal nachgeschärft. Wie heißt nun die Devise für die nächsten vier Lockdown-Wochen? „Verlängern, vertiefen und helfen“, fasst sie Söder zusammen.

„Sogar Donald Trump trägt ab und zu eine Maske. Da könnte sich der ein oder andere ein Beispiel nehmen“, sagt der Ministerpräsident zur bewährten Pflicht.

13.12 Uhr: „Eindämmen, Kontakte runter“, gibt der Ministerpräsident eine klare Marschroute aus. Die milde Lockdown-Variante nehme naturgemäß etwas Zeit in Anspruch. Den Impfstoff bezeichnet Söder als „Licht am Ende des Horizonts“ und referiert über die geplanten Impfzentren, die im Freistaat etabliert werden sollen. Pro Tag sollen bis zu 25.000 Impfungen möglich sein. Söder stellt klar: Kein Bayer ist verpflichtet, sich impfen zu lassen.

Söder spricht Corona-Machtwort - Statement aus München jetzt live

13.06 Uhr: Bühne frei für Markus Söder: Der Ministerpräsident hat das Wort: „Ich glaube, es wird nicht die letzte Regierungserklärung zum Thema Corona sein“. Bislang habe man nur eine Seitwärtsbewegung erreicht, vom Teilziel 50 (bei der Inzidenz) sei man noch „sehr weit entfernt“. Söder verweist auf die aktuellen Infektionszahlen, „die Krankenhäuser laufen voll“.

Nicht nur das: „Die Zahl der Todesfälle nimmt dramatisch zu“, erklärt Söder. 2020 wird Corona wohl die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Wenn dies so weitergehe, habe man bis Jahresende noch zahlreiche Todesfälle zu erwarten: „Ich sage dies nicht, um zu schockieren, sondern um aufzurütteln“. Der Schutz eines jeden Lebens habe in Bayern „allerhöchste Priorität“.

13.02 Uhr: Landtagspräsidentin Ilse Aigner beginnt mit einführenden Worten, dann wird zunächst eines ehemaligen Mitglieds des Landtags gedacht.

12.55 Uhr: Im Landtag herrscht bereits hektische Betriebsamkeit; in wenigen Minuten ergreift der Ministerpräsident das Wort.

Zoff um Corona-Maßnahmen? Söder gibt nächstes Live-Statement

Update vom 27. November, 11.50 Uhr: In etwa einer Stunde beginnt Markus Söders Regierungserklärung in München. Wir berichten ab 13 Uhr im Live-Ticker. Unbequeme Rückfragen der Landtagsabgeordneten dürfen erwartet werden.

Update vom 27. November, 9.37 Uhr: Erfreuliche Nachrichten aus München: Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell vermeldet, ist die für weitere Maßnahmen entscheidende 7-Tage-Inzidenz auf einen Wert von 170,2 (zuvor 184,1) gesunken. Bundesweit hatte die Zahl der Corona-Infizierten zuletzt die Millionen-Marke überschritten.

Update vom 27. November, 7.54 Uhr: Die Verlängerung des landesweiten Teil-Lockdowns wegen weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen lässt den bayerischen Landtag am Freitag zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Einleitend wird Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wieder eine Regierungserklärung halten, später folgen Aussprache und Antragsberatung.

Corona-Marathon: Nächstes Söder-Statement live - Gegenwind droht

Rechtlich bindend ist die Abstimmung über die eingebrachten Dringlichkeitsanträge der Fraktionen allerdings nicht, weil das Bundesinfektionsschutzgesetz zwar den Landesregierungen die Möglichkeit für eigene Corona-Verordnungen gibt, darin aber keine Gesetzgebungskompetenzen für die einzelnen Landtage vorgesehen sind. Der Debatte im Landesparlament dürfte sie jedoch mehr Gewicht verleihen.

Söder muss bei der Aussprache auch mit Gegenwind der Opposition rechnen. Bei einer zurückliegenden Regierungserklärung hatte etwa die Grüne Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze die Corona-Politik des Ministerpräsidenten heftig kritisiert. Wir berichten ab 13 Uhr im Live-Ticker.

Update vom 27. November, 6.25 Uhr: Dicht an dicht standen am Donnerstagvormittag die Autos auf der Theresienwiese. Zahlreiche Münchner strömten zum großen Zelt unterhalb der Bavaria, um sich testen zu lassen. Warum der Ansturm am Donnerstag so hoch war, ist nicht bekannt. Möglich ist, dass die derzeit frostigen Temperaturen nun mehr Menschen husten und schniefen lassen.

Corona: München Klinik schlägt Alarm - freiwillige Helfer fehlen

Unterdessen schlägt die München Klinik Alarm: Die zweite Welle sei herausfordernder und länger, heißt es in einer Mitteilung. Die Klinik versorgt aktuell rund 200 Covid-Patienten (davon über 30 auf Intensivstationen) und damit genauso viele wie in der Hochphase der ersten Welle. Die Zahl der schweren Verläufe steige.

Anders als in der ersten Welle stünden nun jedoch weniger qualifizierte freiwillige Helfer zur Verfügung, hinzu komme der höhere Krankenstand beim Personal im Winter. Die Kliniken teilen zudem mit, dass das Infektionsgeschehen in Bogenhausen eingedämmt ist. Vergangene Woche wurden 23 Patienten und 16 Mitarbeiter positiv getestet. Diese Woche kamen keine weiteren Infizierten hinzu.

Update vom 26. November, 18.55 Uhr: Da dieses Jahr pandemiebedingt keine Christkindlmärkte in München stattfinden dürfen, hat sich die Stadt eine Alternative überlegt. Sie will im Netz Ersatz schaffen. So soll es eine eigene Homepage und diverse Aktionen, wie das virtuelle „Singen unter dem Weihnachtsbaum“ geben, das teilte das Referat für Arbeit und Wirtschaft am Donnerstag mit. Auch wenn der Online-Markt nicht vollwertig sein könne, sei er doch „eine schöne Unterstützung für unsere Münchner Traditionsveranstaltung und bietet ein vertrautes Weihnachtsgefühl für daheim“, sagte Referatschef Clemens Baumgärtner. 

Bummeln kann man auf dem virtuellen Christkindlmarkt auch. Es soll Christbaumschmuck und Weihnachtsdekoration im Angebot geben. Sogar gebrannte Mandeln, Krippen samt Zubehör und andere Geschenke sind im Sortiment. Auch Glühwein und Punsch soll nach Angaben der Stadt verkauft werden.

Corona-Lockdown: Söder-Verschärfungen im Überblick

Update, 15.36 Uhr: Kurz nach der Pressekonferenz mit CSU-Chef Söder vermeldet die Stadt München die aktuellen Corona-Zahlen. Insgesamt werden 496 Neu-Infektionen gemeldet, darunter sieben weitere Todesfälle. Die Inzidenz in München liegt damit bei 184,1.

Update, 14.59 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Gegen alle Erwartungen übernahm Ministerpräsident Markus Söder praktisch alle in Berlin getroffenen Entscheidungen für Bayern. Viele hatten, etwa an Silvester, mit deutlich schärferen Maßnahmen gerechnet.

Update, 14.48 Uhr: Zu guter Letzt sagt jetzt auch Kultusminister Michael Piazolo von den Freien Wählern noch etwas zu den neuen Maßnahmen. Doch das, was neu ist, erklärte bereits der Ministerpräsident (siehe Update weiter unten von 14.11 Uhr). Ansonsten freut sich der Minister über die Lockerungen über die Feiertage.

Das große Schul-Ziel sei, gute Bildung und gute Abschlüsse trotz aller Hürden in diesem Jahr zu garantieren.

Corona: Söder verkündet Lockdown-Verschärfungen - Minister äußert große Hoffnung

Update, 14.39 Uhr: Gesundheitsministerin Melanie Huml von der CSU hat jetzt das Wort. Die Hoffnung sei, dass eine Impfung noch in diesem Jahr komme. Man kümmere sich aktuell um die Infrastruktur rund um Impf-Zentren und Personal. Demnach seien aktuell 2400 Ärzt*Innen bereit, in den Zentren auszuhelfen. Bis zum 15. Dezember sollen die Zentren fertiggestellt sein.

Update, 14.28 Uhr: Jetzt spricht Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Der Minister bestätigt nochmals, dass die Hilfen für betroffene Branchen verlängert werden. Die große Hoffnung sei, dass die Fallzahlen im Dezember sinken. So könnte man zum Jahreswechsel auf „grün schalten“, so Aiwanger. Bis dahin müsse man mit Hilfen durch die schwere Zeit kommen.

Corona-PK mit Söder LIVE: Quarantäne-Hammer! Lockdown-Verschärfung kommt

Update, 14.22 Uhr: Wintersportler und andere Tagestouristen, die auch nur kurz in ein Risikogebiet im Ausland reisen, sollen in Bayern künftig verpflichtend in Quarantäne müssen. Eine Ausnahmeregelung für Aufenthalte unter 24 Stunden soll nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe gelten, insbesondere Arbeit, Schule, Arztbesuche, familiäre Angelegenheiten und Geschäfte des täglichen Bedarfs. Das hat das bayerische Kabinett nach Angaben der Staatskanzlei am Donnerstag in München beschlossen.

Lockdown-PK mit Söder: Silvester-Entscheidung steht

Update, 14.17 Uhr: Jetzt spricht Markus Söder über die anstehenden Ferien. Man werde auch in Bayern zwei Tage früher als normalerweise, also am 18. Dezember, in die Weihnachtsferien starten. In den Ferien werde man jedoch mehr Kontakte zulassen. Deshalb werden für die Feiertage Lockerungen gelten. Statt den fünf erlaubten Kontakten, würden dann zehn gestattet sein, erklärt der CSU-Chef. Auch an Silvester werde diese Sonderregelung in Kraft treten. Böllern auf großen Plätzen oder in der Innenstadt sei verboten, im privaten Bereich sei dies jedoch gestattet.

Update, 14.11 Uhr: Jetzt geht es um die neuen Maßnahmen. Der Lockdown wird, wie bereits bekannt, für den Dezember verlängert, erklärt Markus Söder. Das bedeutet, dass die Hilfen für betroffene Branchen, wie etwa für Schausteller durch ausgefallene Weihnachtsmärkte, ebenfalls verlängert werden. Jetzt geht es um die bayerischen Vertiefungen des Lockdowns.

Corona-PK mit Söder jetzt LIVE: Weniger Kontakte, mehr Maske

Entscheidend sei es weiterhin, Kontakte zu reduzieren. Statt maximal zehn Personen aus zwei Haushalten gelten ab sofort fünf Personen aus zwei Haushalten. Um noch weniger Kontakte zuzulassen, findet der Unterricht an Hochschulen und Universitäten ab Dezember rein digital ab. Für die Innenstädte gelte die neue Quadratmeter-Regelung: Statt zehn gelten ab jetzt 20 Quadratmeter pro Person in einem Geschäft. Auch die Maskenpflicht wird erweitert, so gelte dies beispielsweise ab sofort auch an hoch frequentierten Orten wie beispielsweise an Parkplätzen.

Neu sei jetzt auch eine „Hotspot“-Strategie. Ab einer Inzidenz von 200 gelten ab Dezember weitere Kontaktbeschränkungen. Dazu gehört etwa das Schließen von Sportstätten oder Musikschulen, aber auch ein Verbot für den Verkauf von Alkohol in den Innenstädten. In Schulen gilt dann: Ab der achten Klasse gilt ein Hybrit- oder Wechseluntericht. Davon ausgeschlossen sind untere Stufen sowie Kitas, die offen bleiben sollen. Neu ist auch, dass im Falle einer Infektion nicht die ganze Klasse für vierzehn Tage in Quarantäne gehen muss, sondern lediglich fünf Tage angesetzt sind.

Update, 14.06 Uhr: „Wir stellen fest, dass Corona unser Land weiter fest im Griff hat. Der bisherige Lockdown ist ein Teil-Erfolg. Wir bewegen uns auf dem gleichen Niveau der Vor-Woche, doch es gibt keine Entwarnung.“ Die Ziel-Marke von einer 50er-Inzidenz sei weit entfernt. Der Grund sei der „milde“ Lockdown. Man habe sich bewusst dafür entschieden, da die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen eines harten Lockdown vermieden werden wollen. Noch nie gab es so viele Corona-Erkrankte wie jetzt, erklärt der Ministerpräsident. Auch die Lage in den Krankenhäusern sei kritisch. „Corona ist eine potentiell tödliche Herausforderung“, resummiert Söder die aktuelle Lage.

Corona-Lockdown: PK mit Söder jetzt LIVE - kommen härtere Maßnahmen?

Update, 14.00 Uhr: Die Pressekonferenz in München beginnt. CSU-Chef Markus Söder hat das Wort.

Update vom 26. November, 13.30 Uhr: In 30 Minuten beginnt die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder in München. Klar ist: Der CSU-Chef wird die beschlossenen Lockdown-Maßnahmen für Dezember teilweise verschärfen. Wir berichten live und in voller Länge, sobald es in München los geht.

Erstmeldung vom 26. November 2020

München - Seit Mittwoch (25. November) ist also klar: Der „Lockdown-Light“ wird verlängert. An vielen Stellen justierten Kanzlerin Merkel (CDU) und die Länderchefs noch nach, es gelten etwa strengere Kontaktbeschränkungen. Auch die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz wird erweitert. Doch insgesamt hat sich der „milde“ Lockdown nicht in einen „harten“ verwandelt. Zumindest CSU-Chef Söder deutete jedoch an, für Bayern schärfere Corona-Regeln verkünden zu wollen. Wir berichten von der entsprechenden Pressekonferenz um 14 Uhr in unserem Live-Ticker und Stream.

Corona-Lockdown: Nach Merkel-Gipfel - Söder will Regeln für Bayern verschärfen

Das bayerische Kabinett will am Donnerstag (26. November) in München ab 11 Uhr die konkrete Umsetzung für den Freistaat beschließen. Zudem will das Kabinett entscheiden, wie genau es nun an den Schulen weitergehen soll. Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend auf eine Strategie für extreme Hotspots verständigt: Demnach sollen „schulspezifisch“ Maßnahmen wie Wechsel- oder Hybridunterricht eingeführt werden, wenn regional die Marke von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird - allerdings laut Beschlusspapier erst ab Klasse 8, mit Ausnahme der Abschlussklassen.

Corona: Kommen härtere Lockdown-Regeln für Bayern? Söder spricht live auf PK

Nicht ausgeschlossen ist, dass Bayern hier noch etwas weitergehende Regelungen erlässt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte jedenfalls am Mittwochabend über das gemeinsame Bund-Länder-Papier: „Das ist an einigen Stellen mir noch nicht ganz so klar genug.“Auch in anderen Punkten könnten Länder von der gemeinsamen Linie abweichen. So wurde eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen jedenfalls über Weihnachten, aber „längstens“ bis 1. Januar beschlossen. Hier ist also denkbar, dass Bayern oder andere Länder für Silvester am Ende bei strengeren Kontaktbeschränkungen bleiben.

Rubriklistenbild: © Angelika Warmuth/dpa

Kommentare