Polizei muss einschreiten

Massiver Corona-Lockdown? Hohe Infektionszahlen? Münchner feiern Schnee-Party in der ganzen Stadt

Schnee in  München
+
Winterspaß in München - zumindest ein bisschen.

Am Dienstag wurden neue harte Corona-Maßnahmen verkündet. Am Tag danach genossen die Münchner noch einmal das Winter-Wonderland in der Landeshauptstadt - bis die Polizei kam.

  • Am Dienstag (5.) beschloss die Bundesregierung die Verschärfung der bereits bestehenden Corona-Maßnahmen.
  • Am Tag danach genossen die Münchner allerdings das Schneetreiben in vollen Zügen - bis mancherorts die Polizei kam.
  • In den kommenden Tagen soll sich das Wetter dann wieder beruhigen.

München - Als die Münchner am Mittwochmorgen die Augen aufgemacht haben und einen Blick aus dem Fenster warfen, dürfte bei nicht wenigen die Freude groß gewesen sein - Schnee soweit das Auge reicht*!

In der Nacht hatte sich die bayrische Landeshauptstadt pünktlich zum Feiertag in ein Winter-Wonderland verwandelt. Kinder und die, die es immer bleiben werden schnappten sich einen Schlitten und genossen die Winterfreunde in München*.

Ob am Luitpoltberg, im Englischen Garten oder im Olympiapark - überall waren die Münchner unterwegs und nutzen die kleinen bis mittleren Hügel, um das Schneetreiben zu genießen. Eigentlich ein toller Tag - wäre da nicht die Corona-Krise!

Am Dienstag hatte die Bundesregierung den Lockdown noch einmal bis 31. Januar verlängert, zudem wurden die Kontaktbeschränkungen noch einmal drastisch verschärft. Treffen sind nun nur noch mit einer Person aus einem fremden Haushalt erlaubt.

Corona in München: Trotz hartem Lockdown - Münchner feiern Schnee-Party in der ganzen Stadt

Klar, dass die Polizei an solche einem Tag einige Male einschreiten musste und kontrollierte, ob nicht zu viele Personen die Hygieneregeln missachteten. Klar, dass so keine wirklich tolle Winter-Stimmung aufkommen wollte.

Viele Menschen genossen den Schnee-Spaß in München.

Am Pasinger Rodelhügel wurden die Schlittenfahrten und Schneeballschlachten jäh unterbrochen - die Ordnungshüter schickten die anwesenden 150 Personen einfach nach Hause. Besonders für die Kinder, die eh schon seit Wochen nicht mehr in die Schule können und wenig Kontakt mit Gleichaltrigen haben, ist dieses Winterspaß-Verbot vermutlich schwer zu ertragen.

Es sei einfach zu viel los gewesen, Abstände konnten nicht eingehalten werden, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch. Die Rodler fanden es „nicht so prickelnd“, seien aber kooperativ gewesen, fügte der Beamte hinzu.

München: Schnee-Spaß findet jähes Ende - Polizei schickt 150 Leute nach Hause

Immerhin eine positive Sache könnte sein, dass man am Wochenende den Schnee auch noch außerhalb der Stadt genießen kann. Denn die Regelung, dass man sich ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von seinem Landkreis entfernen darf, gilt erst ab einem Inzidenzwert von 200. Aktuell liegt der in München bei 120 (Stand 06. Januar).

Allerdings dürfte das die Bewohner auf dem Land wenig erfreuen, denn die mussten sich in den vergangenen Wochenenden bereits mit einem wahren Ansturm der Städter auf die Berge abfinden. Das brachte nicht nur den einen oder anderen Bürgermeister auf die Palme.

Festzuhalten bleibt, dass das Coronavirus uns weiter fest im Griff hat - und einem auch wirklich alles vermiesen kann. Somit kann man wirklich nur auf bald bessere Zeiten hoffen - auch wenn, dann kein Schnee mehr da sein wird. Aber immerhin ist dann auch vielleicht das Virus verschwunden. (smk) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Kommentare