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Corona in München: Inzidenz-Hoffnungsschimmer? Neue Zahlen lassen aufhorchen

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Von: Tanja Kipke, Lukas Schierlinger

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Die Corona-Lage in München ist ernst. Am Dienstag wurde nun aber ein neuer Inzidenz-Wert übermittelt, der möglicherweise hoffen lässt.

Update vom 23. November, 6.44 Uhr: Am Sonntag lag die Inzidenz in München noch bei 727,2. Einen Tag später sank der Wert dann erstmals nach einer Woche wieder und wurde mit 705,3 angegeben. Nun, am Dienstag, gibt es den nächsten Hoffnungsschimmer für die bayerische Landeshauptstadt: Die Inzidenz liegt laut RKI aktuell bei 681,9.

Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass der Wert möglicherweise doch höher ist. Jüngst hatte die Stadt München bereits Probleme in Sachen korrekter Angabe eingestehen müssen. Aber: Dass die Zahlen offenbar den zweiten Tag in Folge gesunken sind, macht durchaus Mut.

Update 22. November, 20.16 Uhr: Die Lage in Münchens Kliniken verschärft sich. Angesichts der steigenden Zahlen an Corona-Patienten, die behandelt werden müssen, warnen Münchens Intensivmediziner bereits vor einer „Spirale der Eskalation“. Derzeit würden bereits viele aufschiebbare OPs abgesagt. Nun droht eine Überlastung des Gesundheitssystems.

Update 22. November, 13.02 Uhr: Markus Söder hat den bayerischen Corona-Kurs bei einem neuerlichen Pressestatement beleuchtet. Auch zu einem möglichen Lockdown äußerte sich der CSU-Chef.

Update 22. November, 8.06 Uhr: Es wäre fast zu schön, um wahr zu sein. Erstmals seit Tagen ist die 7-Tage-Inzidenz in München im Vergleich zum Vortag nicht gestiegen. Am Morgen gab das RKI sie mit 705,3 an (Sonntag: 727,2).

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass über die Wochenenden „traditionell“ weniger an die Gesundheitsämter übermittelt wird - und die Landeshauptstadt München bei der Angabe der korrekten Inzidenz jüngst erhebliche Probleme eingestehen musste. Nicht auszuschließen also, dass der maßgebliche Wert Richtung Wochenmitte wieder steigen wird.

München vor nächstem Corona-Lockdown? Inzidenz zunächst gesunken

„Knackt“ der Inzidenzwert die 1000er-Marke würden in München weitere Lockdown-Maßnahmen greifen, die das öffentliche Leben auf ein Minimum herunterfahren sollen. Gastronomie und Beherbergungsbetriebe aller Art, Sport- und Kulturstätten sowie körpernahe Dienstleistungen (etwa Friseure) müssten schließen, Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen würden untersagt.

Corona-Lage in München dramatisch: OB will Silvester-Feuerwerk absagen

Ursprungsmeldung:

München - „Ganz viele Menschen stecken sich derzeit in München an“, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter in der BR-Sendung „Sonntags-Stammtisch“. Die Landeshauptstadt weist so viele Neuinfektionen wie noch nie vor. Die 7-Tage-Inzidenz liege bereits bei 727,2. Auf den Intensivstationen ist die Lage dramatisch, so Reiter. Das Personal sei „an der Grenze der Leistungsfähigkeit.“

Von den 24 Corona-Patienten, die aktuell auf den Intensivstationen liegen, seien 23 ungeimpft. Die Kliniklandschaft sei an der Grenze. „Wir sind einfach voll“, warnt Reiter in der BR-Sendung. Um die Situation unter Kontrolle zu kriegen, plant der Oberbürgermeister bereits weitere Maßnahmen.

Münchens OB in BR-Sendung zu Silvester-Maßnahme: „Wird das nächste sein, was wir tun“

Nach der Absage der Münchner Weihnachtsmärkte könnte bald das nächste Verbot kommen. Zum Thema Silvester sagte Reiter beim BR: „Wahrscheinlich wird in München gar nicht geknallt“. Er habe fest vor, das Thema Feuerwerk und Böller in München dieses Jahr nicht mehr zu machen. „Es wird das nächste sein, was wir tun“, sagt Reiter. „Ich glaub, des werden die meisten Münchner auch so sehen.“

Bereits im letzten Jahr galt wegen der dramatischen Corona-Lage ein Verkaufsverbot für Raketen in Bayern. In weiten Teilen Münchens war das Böllern untersagt worden. Wenn es nach dem Oberbürgermeister geht, wird das wohl auch in diesem Jahr wieder der Fall sein.

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