News-Ticker

Trotz Verwirrung um aktuelle Zahlen: München kurz vor neuen Corona-Lockerungen - unter anderem für Gastro

Winken der Landeshauptstadt weitere Corona-Lockerungen? Womöglich sind die aktuellen Zahlen nicht komplett belastbar.

  • München liegt weiterhin unterhalb der Inzidenz-Marke von 50. Aber sind die Zahlen verlässlich (siehe Update vom 25. Mai, 6.41 Uhr)?
  • Die Polizei München musste am Sonntag eine Corona-Party auflösen. (siehe Update vom 25. Mai, 11.45 Uhr).
  • Dieser Ticker ist beendet.

+++ Dieser Corona-Ticker ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen und News rund um die Corona-Krise in München und Bayern finden sie immer aktuell in unserem neuen Corona-Ticker. +++

Corona-Lockerungen für München? Inzidenz erneut unter 50

Update vom 26. Mai, 6.41 Uhr: Kommt es in München jetzt schon bald zu Lockerungen? Heute liegt die 7-Tage-Inzidenz mit 38,7 den dritten Tag in Folge unter der magischen 50er-Grenze. Damit es für die Bewohner der Landeshauptstadt weitere Erleichterungen (u.a. Besuch der Außengastronomie ohne Test) gibt, müsste das noch zwei weitere Tage so bleiben. Allerdings hatte das RKI jüngst eine Datenpanne bestätigt und über die Pfingsttage wurde weniger intensiv gemeldet; deshalb sind die aktuellen Zahlen mit ein wenig Vorsicht zu genießen.

Update vom 25. Mai, 11.45 Uhr: Viel Mühe, die Feier zu verbergen, haben sich die Veranstalter nicht gemacht. Am Sonntag gingen nach Mitternacht mehrere Mitteilungen über Ruhestörungen wegen sehr lauter Musik bei der Einsatzzentrale der Münchner Polizei ein. Ursächliche Örtlichkeit hierfür war ein ehemaliges Geschäftsgebäude in München-Haidhausen. Letztendlich konnte von der Polizei vor Ort dort festgestellt werden, dass eine größere Party in dem Gebäude durchgeführt wurde. Beim Eintreffen der Polizei wurden dort noch 22 Personen angetroffen, die alle in der Folge nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt wurden. Insgesamt wurden am langen Pfingstwochenende 199 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update vom 25. Mai, 6.58 Uhr: München bleibt unter der Inzidenz-Marke von 50. Laut RKI-Dashboard am Dienstagmorgen liegt die Landeshauptstadt bei einem 7-Tage-Wert von 43,8. Jedoch weist das Robert-Koch-Institut, wie schon am Tag zuvor, darauf hin, dass die Corona-Zahlen über das Pfingstwochenende trügerisch niedrig sein könnten. Test- und Meldeaktivität sind über die Feiertage geringer.

In München hatte es am Samstag ohnehin bereits eine Datenpanne gegeben. Die Infektionszahlen wurden nicht korrekt an das RKI übermittelt und die Inzidenz wurde somit wohl falsch - und womöglich deutlich zu niedrig - errechnet.

Corona in München: Polizeieinsatz am Pfingstwochenende - Menschen werden per Lautsprecher nach Hause geschickt

Update vom 24. Mai, 13.14 Uhr: Am Pfingstwochenende kam es in München zu mehreren Einsätzen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Am Samstag gingen gegen 22.30 Uhr vermehrt Notrufe wegen Ruhestörung im Bereich der Akademiestraße ein. Mindestabstände konnten nicht eingehalten werden, weil zu viele Menschen auf zu kleiner Flache saßen und standen, wie die Polizei mitteilte. Die Menschen wurden per Lautsprecherdurchsagen zum Verlassen der Örtlichkeit aufgefordert. „Nur widerwillig entfernten sich die Personen, hierbei wurden auch Einsatzkräfte beleidigt“ heißt es weiter.

Gegen 22.45 Uhr gingen ähnliche Notrufe für den Baldeplatz ein. Circa 300 Personen standen lose zusammen, auch dort konnten Abstände nicht mehr eingehalten werden. Die Münchner Polizei forderte die Menschen ebenfalls auf zu gehen. „Ein 18-Jähriger mit Wohnsitz in München war damit nicht einverstanden und verhielt sich unkooperativ und aggressiv“, wie die Polizei mitteilte. Da er dem Platzverweis nicht nachkam, sollte er in Gewahrsam genommen werden. „Daraufhin solidarisierten sich zahlreiche Feiernde mit ihm. Die Beamten mussten sich zu ihrer eigenen Sicherheit mit Körperschutz und Helm ausrüsten“, heißt es im Pressebericht der Polizei weiter.

Corona-Verstöße in München: Mann soll in Gewahrsam genommen werden - Polizei setzt Pfefferspray ein

Um die Gewahrsamnahme durchzusetzen und die anderen Feiernden auf Abstand zu halten, musste Pfefferspray eingesetzt werden. Während des Einsatzes wurde unter anderem ein Verkehrsposten aus der Verankerung gerissen und in Richtung eines Dienstfahrzeuges, um das auch Beamte standen, geworfen. Es wurden mehrere Strafverfahren wegen Landfriedensbruch, versuchter gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet. Ein Polizist wurde bei dem Einsatz verletzt.

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden zudem Menschenansammlungen am Professor-Huber-Platz gemeldet. Rund 100 Personen lärmten, tranken Alkohol und konnten zu späterer Stunde die Mindestabstände nicht einhalten. Streifen der Münchner Polizei fuhren daraufhin zu dem Platz und forderten die Feiernden mittels Lautsprecherdurchsagen und persönlichen Ansprachen zum Verlassen der Örtlichkeit auf. Den Anordnungen wurde schleppend nachgekommen.

Anfang Mai kam es im Englischen Garten in München bereits zu mehreren Angriffen auf Polizisten. Die Polizei bittet mit einem Zeugenaufruf um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Corona: Söder will an Schulen wohl „unkonventionelle Wege“ gehen und verteidigt künftige Auslandsreisen

Update vom 24. Mai, 10.18 Uhr: Markus Söder möchte die Lage der Schüler:innen in der Corona-Pandemie nicht zu negativ bewerten. „Wir dürfen den Schülern nicht einreden, sie seien eine verlorene Generation“, sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). „Ich glaube zum Beispiel nicht, dass das Abi in diesem Jahr schlechter ausfallen wird.“ Die Herausforderung liege bei den Jüngeren und bei den Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernen Familien. Für sie werde man spezielle Bildungsprogramme anbieten, etwa in Form von Summerschools. „Vielleicht müssen wir auch die Lehrpläne anpassen und unkonventionelle Wege gehen. Aber das ist gut machbar“, so Bayerns Ministerpräsident weiter.

Er zeigte sich außerdem hoffnungsvoll, dass Reisen ins Ausland künftig gut möglich sein werden. Es müsse ein „Tapetenwechsel drin sein“. Man solle den Menschen kein schlechtes Gewissen machen, wenn sie wegfahren wollten, sagte Söder. „Wer nach Mallorca fliegt, darf das mit ruhigem Gewissen tun“.

Corona-Zahlen in München am Montag unter bedeutendem Grenzwert - doch RKI warnt

Update vom 24. Mai, 8.14 Uhr: Am Sonntag lag München über dem Grenzwert von 50. Das RKI meldete eine Inzidenz von 53,5. Am Pfingstmontag liegt die Landeshauptstadt nun wieder darunter. Nach RKI-Angaben liegt die Inzidenz jetzt bei 49,7. Die Zahlen in den Landkreisen im Münchner Umland sehen ebenfalls gut aus: Dachau (30,3), Freising (21,7), Erding (33,3), Ebersberg (39,7), München (34,8), Starnberg (35,1), Fürstenfeldbruck (32,4)

Das RKI gibt bei der Interpretation der aktuellen Zahlen jedoch zu bedenken, dass an Feier- und Brückentagen weniger Menschen zum Arzt gehen, „wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden.“

Corona: Probleme bei Münchner Daten - Inzidenz womöglich deutlich höher als gedacht

Update vom 23. Mai, 7.12 Uhr: Am Samstag wurden Probleme bei den Münchner Daten bekannt. Gemeldet wurde eine Inzidenz von 43,1 - doch stimmt sie auch? Aufgrund einer Datenpanne könnte der Wert wohl höher liegen als gedacht. Eine Sprecherin der Stadt wollte keine Schätzung abgeben, wo der Wert wirklich liegen könnte (siehe vorheriges Update). Für Sonntag meldet das RKI für München nun eine Inzidenz von 53,5. Im Münchner Umland sieht es besser aus (siehe Foto). In den orange markierten Regionen, beispielsweise Dachau, Starnberg und Ebersberg, liegt die Inzidenz unter 50.

Für München meldet das RKI eine Inzidenz über 50 - im Umland sieht es besser aus.

Update vom 22. Mai, 18.32 Uhr: Nach wie vor ist unklar, wie hoch die München-Inzidenz tatsächlich ist. Eine Sprecherin des Münchner Gesundheitsreferats verweist auf telefonische Anfrage auf das Robert-Koch-Institut.

Eine Schätzung, wo der Wert liegen könnte, möchte das Amt nicht machen. Die Stadt München übermittle nur die Infektionszahlen, die Errechnung des Inzidenzwerts findet zentral im RKI statt. In München wartet man nun auf die korrigierten Werte.

Update vom 22. Mai, 16.48 Uhr: Liegt München wirklich unter der Inzidenz-Marke von 50? Die Stadt teilt mit, dass es technische Probleme bei der Datenübermittlung gegeben habe. Die gemeldete Inzidenz von 43,1 könnte demnach deutlich höher sein. Der Krimi um die Infektionszahlen hält an. Berichtigte Daten wurden noch nicht veröffentlicht.

Corona: Nur noch 14 Städte in Bayern über 100er-Inzidenz

Update vom 22. Mai, 12.24 Uhr: In Bayern liegen laut Zahlen des Robert Koch-Institutes (RKI) vom Samstag nur noch 14 Städte und Landkreise über einer 100er-Inzidenz (Stand: 3.11 Uhr).

Drei Sorgenkinder bleiben jedoch. Spitzenreiter im Freistaat war am Samstagmorgen Memmingen mit 249,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Auf den weiteren Plätzen folgten die Städte Schweinfurt (170,3) und Coburg (160,7). Am anderen Ende der Skala lag die Stadt Amberg mit der bayernweit niedrigsten Inzidenz von 16,6 - gefolgt von Weiden in der Oberpfalz (18,7) und dem Landkreis Wunsiedel (20,6).

Update vom 22. Mai, 7.09 Uhr: Spannung ist angesagt in München. Heute liegt die maßgebliche 7-Tage-Inzidenz in der Landeshauptstadt mit 43,1 wieder deutlich unter der 50er-Marke (Vortag 51,5). Hält der positive Trend nun an den vier darauffolgenden Tagen an, winken neue Corona-Lockerungen.

Krimi um Corona-Lockerungen in München: Bleibt Inzidenzwert dauerhaft unter 50?

Wenn die Achterbahnfahrt jedoch weiter geht (i.e. der Inzidenzwert steigt an einem jener Tage wieder über 50) würde die Zählung wieder von vorne beginnen.

Update vom 21. Mai, 18.19 Uhr: Bayerische Hotels, Pensionen und Ferienhäuser dürfen wieder öffnen. Rechtzeitig zum Beginn der Pfingstferien ist damit in einigen Regionen wieder Urlaub möglich - allerdings unter einer Voraussetzung.

Den Betreibern ist die Wiederaufnahme des Betriebs gestattet, sofern in den jeweiligen Städten und Landkreisen die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter dem Wert 100 liegt. Welche Stadt- und Landkreise unter diese Kategorie fallen, können Sie folgender Grafik entnehmen. Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Bayern liegt momentan bei 67 - das entspricht exakt dem Bundesdurchschnitt.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), informierten sich am Freitag im oberbayerischen Bad Aibling über die Situation in Beherbergungsbetrieben. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) traf in Garmisch-Partenkirchen den Betreiber der Eckbauerbahn. Einem sicheren und unbeschwerten Urlaub in Bayern stehe nichts mehr im Wege, sagte der stellvertretende Ministerpräsident.

Aiwanger nannte die Tourismusbranche in Bayern einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor, der insbesondere im ländlichen Raum zum Tragen komme. Insgesamt gibt es im Freistaat rund 44.000 gastgewerbliche Betriebe. 33 Milliarden Euro hätten Touristen vor Corona pro Jahr in Bayern ausgegeben. Damit werde ein Fünftel der touristischen Wertschöpfung Deutschlands in Bayern erwirtschaftet. 600.000 Menschen in Bayern leben demnach vom Tourismus.

Corona in Bayern: Umfrage zu Pfingstferien - Drei Viertel bleiben daheim

Update vom 21. Mai, 11.16 Uhr: 72,9 Prozent der Menschen in Bayern wollen in den Pfingstferien nicht verreisen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von BR24 ergeben. 21,6 Prozent planen demnach einen Urlaub und 5,5 Prozent sind noch unschlüssig. Die Ferien beginnen mit dem Pfingstwochenende.

Von den Reisewilligen verbringen der Umfrage zufolge 9,3 Prozent ihren Urlaub im europäischen Ausland; 5,2 Prozent bleiben in Bayern und 4,1 Prozent fahren in ein anderes Bundesland. Lediglich 3 Prozent unternehmen eine Fernreise. 50,3 Prozent begründeten ihre bevorstehende Reise damit, urlaubsreif zu sein. 29,8 Prozent sagten, nicht in ein Risikogebiet zu fahren und 28,2 Prozent gaben an, dass sie selbst beziehungsweise ihre Mitreisenden geimpft oder genesen seien. 12,1 Prozent sahen Corona als harmlos an.

Erstmeldung vom 21. Mai 2021

München - Nachdem die Neu-Infektionen in München und Bayern seit Wochen kontinuierlich sinken, greifen in Bayern neue Lockerungen. Voraussetzung wie immer: Die 7-Tage-Inzidenz liegt unter der entscheidenden Marke von 100. Auch in München greifen die neuen Corona-Öffnungen. Der Trend in der Landeshauptstadt ist sogar so positiv, dass, eben erst weitreichende Öffnungen eingetreten - schon über den nächsten Schritt nachgedacht werden kann: Das Erreichen der nächsten, entscheidenden Marke.

Im Video: Das Corona-Update für Bayern

Corona in München: RKI gibt Update - Weitere Lockerungen in München verschoben

Zuletzt lag die 7-Tage-Inzidenz in München den zweiten Tag unter 50. Das Robert-Koch-Institut hatte am Donnerstag, 20. Mai, den Wert auf 47,6 beziffert. Einen Tag später, am Freitag, 21. Mai, liegt dieser bei 51,5. Damit beginnt die „Rechnung“ in München wieder von vorn. Denn wie auch bei anderen Inzidenz-Marken, gilt auch hier: Der Wert muss zunächst an fünf aufeinander folgenden Tagen unterschritten werden, einen Tag darauf erlässt die Stadt dann die neuen Regelungen, ehe sie einen weiteren Tag darauf dann greifen. Somit wäre in München der nächste Lockerungs-Schritt - theoretisch - erst am Freitag, 28. Mai, möglich.

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/SVEN SIMON/www.imago-images.de

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