Krisen-Manager übernimmt

Neues Katastrophenschutzgesetz: Sorgt Notfall-Maßnahme von Ministerium für Besserung in den Pflegeheimen?

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Corona im Seniorenheim: Dort fordert das Virus besonders viele Opfer

In der Corona-Krise sind die meisten Todesopfer über 80. Die Politik will diese Altersgruppe endlich besser schützen - vor allem in Senioren- und Pflegeheimen. Die Lösung: Krisenmanager.

  • Das bayerische Gesundheitsministerium ergreift im Kampf gegen Corona neue Notfall-Maßnahmen.
  • Das Katatrophenschutzgesetz im Freistaat wird erweitert.
  • Krisen-Manager sollen dabei helfen, die Infektionswelle in den Pflegeheimen zu stoppen - auch in München.

München - Weit über 3000 der gut 5000 Corona-Todesopfer in Bayern gehören der Generation 80 plus an. Die Politik hat darauf erst spät reagiert, will nun aber die Hochbetagten in den Heimen besser schützen.

Angespannte Corona-Lage in Pflegeheimen: Münchner Krisenstab wird erweitert

Vor diesem Hintergrund hat das Bayerische Gesundheitsministerium jetzt eigene Krisen-Manager für die Pflegeheime eingesetzt - die entsprechende Notfallmaßnahme aus dieser Woche wird im Rahmen des Katastrophenschutzgesetzes getroffen und gilt auch für München*. Der sogenannte Pflegeleiter wird im Münchner Krisenstab sitzen, der offiziell Führungsgruppe Katastrophenschutz heißt.

Ministeriumssprecher: Krisenmanager soll Heime beraten

„Wir haben damit eine Funktion geschaffen, die vordringlich die Bedürfnisse der Pflegeheime im Blick hat“, sagte Ministeriumssprecher Marcus da Gloria Martins unserer Redaktion. Der Krisenmanager soll die Heime unter anderem bei Corona*-Ausbrüchen beraten.

Pflege-Profi soll den neuen Job übernehmen

Die Pflege-Krisenmanager, die in allen bayerischen Regionen installiert werden, sollen einen „fachlichen Hintergrund“ in diesem Bereich haben, erläuterte der Sprecher weiter. Wer den Job in München übernimmt, haben die Behörden noch nicht kommuniziert. Unsere Redaktion hat eine entsprechende Anfrage beim städtischen Referat für Gesundheit und Umwelt gestellt. Die Antwort steht noch aus.

Am kommenden Sonntag sollten in den Münchner Unikliniken die ersten Pflegekräfte und Ärzte gegen das Sars-CoV2-Virus geimpft werden. Doch jetzt haben die Landesbehörden den Impfstart überraschend abgesagt.

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