Kurz vor dem Wochenende

Bittere Corona-Änderung für Münchner Hochzeitspaare - sie gilt im Standesamt und bei der Feier

Für Hochzeiten gelten neue Beschränkungen in München.
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Für Hochzeiten gelten neue Beschränkungen in München. (Symbolbild)

Hochzeitspaare müssen sich in München auf verschärfte Corona-Regeln ab Donnerstag einstellen. Eine Übersicht über die geltenden Regeln in der Landeshauptstadt.

München - Seit Montag (23. August) gilt in ganz Deutschland die 3G-Regel - und das schon bei einer Inzidenz über 35. Da München* am Dienstag den dritten Tag in Folge die Inzidenz von 50 überschritt, werden die Regeln ab Donnerstag nochmal weiter verschärft. So kurz vor dem Wochenende ist das vor allem für alle Hochzeitler eine Enttäuschung. Die neuen Beschränkungen betreffen nämlich hauptsächlich private Veranstaltungen und die allgemeinen Kontaktbeschränkungen.

Corona-Regeln in München: Weniger Personen auf Hochzeitsfeiern und im Standesamt erlaubt

Die seit Montag geltende 3G-Regel betrifft auch alle Hochzeitsveranstaltungen. Bedeutet: Teilnahme nur für Getestete, Geimpfte und Genesene. Besonders zu beachten sind jedoch die neuen Einschränkungen bei der Personenanzahl. Ab Donnerstag gilt folgende Begrenzung in München: Bei einer Inzidenz über 50 sind bei privaten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur noch 25 Personen zugelassen. Im Freien darf noch mit 50 Gästen gefeiert werden.

Geimpfte und Genesene Personen werden bei der Personenanzahl nicht mitgezählt. Personal und Dienstleister der Hochzeitsveranstaltung zählen auch nicht zu der erlaubten Gästeanzahl dazu. Allerdings ändert sich die Regel bei Kindern. Diese zählen ab sofort unabhängig vom Alter immer dazu.

Auch in den Standesämtern ändern sich die Regeln im Hinblick auf die zugelassene Personenanzahl. In Bayern ist dies von Standesamt zu Standesamt unterschiedlich. In den Münchner Trausälen Ruppertstraße 11 sowie Mandlstraße 14 dürfen zusätzlich zu den Eheleuten noch zehn Gäste anwesend sein. Im Trausaal des Standesamtes München-Pasing* ist sich die Zahl hingegen auf die Eheleute und acht Gäste beschränkt. Bei der kirchlichen Trauung ist eine FFP2-Maske* und das Einhalten der Abstandsregeln wie gehabt Pflicht.

Hochzeitsfeiern während Corona in München: Abstand und Maskenpflicht?

Tanzen, Hochzeitsspiele und eine ausgelassene Stimmung gehören bei Hochzeitsfeiern dazu. Wie soll man da noch die Corona*-Abstandsregeln und die Maskenpflicht einhalten? Gar nicht. In dieser Hinsicht gibt das Bayerische Gesundheitsministerium grünes Licht. Bei „privaten Feiern aus besonderem Anlass“ gilt grundsätzlich keine Maskenpflicht, heißt es auf der Seite des Bayerischen Innenministeriums.

Auch der Mindestabstand muss nicht eingehalten werden. Jedoch muss man beachten, dass dies nur gilt, wenn es sich um eine geschlossene Gesellschaft in einem separaten Bereich handelt. Sobald dieser Bereich verlassen wird, um zum Beispiel zur Toilette zu gehen, muss die Maske wieder aufgezogen werden. Findet die Feier in einem gastronomischen Betrieb statt, gelten grundsätzlich die Regeln der jeweiligen Hausregeln.

Zählen Zelte und Pavillions noch zu einer Feier „im Freien“?

Zu Sommerzeiten planen viele ihre Party im Freien. Zum einen, weil es im Sommer angenehm warm draußen ist und zum anderen, weil man nach den geltenden Regeln so mehr Gäste einladen darf. Der Sommer zeigt sich in diesem Jahr allerdings eher von seiner nassen Seite. Darf man also Zelte und Pavillons aufstellen, um sich im Notfall vor Regen zu schützen? Die Antwort: Jein.

Laut den Regeln ist es hierbei entscheidend, ob „die dauerhafte Frischluftzufuhr bzw. ein dauerhafter Luftaustausch gewährleistet ist.“ Wenn der Pavillon oder das Zelt also von allen Seite offen ist, ist das kein Problem. Die Veranstaltung gilt dann weiterhin als eine „im Freien“. Werden die Seitenwände jedoch geschlossen, handelt es sich nicht mehr um eine Veranstaltung unter freiem Himmel und somit dürfen auch weniger Personen anwesend sein.

Eine Sperrstunde gibt es bei Hochzeiten nicht. Sie gilt nur insoweit, „als bspw. ein Caterer gastronomische Angebote nur zwischen 5 und 1 Uhr anliefern darf.“ (tkip) *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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