Testpflicht für Kunden

Corona-Chaos in München? Das gilt ab jetzt - doch die „Notbremse“ dürfte bald kommen

Seit Montag gelten neue Corona-Regeln in Bayern. In München greift die „Corona-Notbremse“ noch nicht. Das dürfte sich jedoch bald ändern.

Corona-Chaos in München? Das gilt ab Montag - doch „Notbremse“ dürfte bald kommen

Update vom 12. April, 09.46 Uhr: Ab heute gelten neue Corona-Regeln in Bayern (siehe Erstmeldung weiter unten). Auch für München bedeutet das Veränderungen. In der Landeshauptstadt gibt es jedoch massiv Verwirrung um die „Notbremse“, da die Inzidenzen der Stadt und des RKI über das Wochenende große Unterschiede aufwiesen. Am heutigen Montag ist klar: München ist mit einer Inzidenz, gemeldet vom RKI, von 126,4, nun deutlich über 100.

Trotzdem gilt zum Start in die Woche auf Grund der Zahlen aus den letzten Tage in München noch nicht die „Notbremse“. Daher ergeben sich aktuell folgende Regeln für München:

- Kontaktbeschränkungen: Aktuell dürfen sich in München Personen aus zwei Haushalten treffen, insgesamt aber nicht mehr als fünf Menschen übertreffen.

- Theater, Opern, Konzerthäuser, Bühnen, Kinos und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen.

- Jegliche Gastronomie ist geschlossen.

- „Click & Meet“ ist gestattet. (Alle weiteren Infos zum Einzelhandel siehe Erstmeldung weiter unten)

- Die Schulen sind mit Testpflicht in München mit Wechselunterricht geöffnet.

Erstmeldung vom 10. April 2021

München - Ab Montag gelten im bayerischen Einzelhandel neue Corona-Regeln: Künftig müssen Kunden vor dem Einkauf einen negativen Corona-Test vorzeigen. Für die Verkäufer ist das eine weitere Hiobsbotschaft, die sie in der Pandemie zu verkraften haben. Sie befürchten, dass die neue Test-Vorschrift noch mehr Menschen vom Einkaufen abhält. Doch wie genau funktioniert die neue Corona-Einkaufsregel? Ein Überblick.

Corona in München: Bei Inzidenzen zwischen 100 und 200 - Schnelltest-Pflicht ab Montag im Einzelhandel

Liegt die Inzidenz in Städten und Landkreisen zwischen 100 und 200, dürfen ab Montag Geschäfte nur noch für Kunden mit einem Termin und einem negativen Testergebnis öffnen. Die Bundesregierung hat entschieden: Bei einem PCR-Test darf dieses maximal 48 Stunden, bei einem Schnelltest maximal 24 Stunden alt sein. Ausgenommen von der neuen Corona-Regel sind der Lebensmittelhandel, Drogerien, Optiker und sonstige „für die tägliche Versorgung unverzichtbare Ladengeschäfte“.

Die Test-Vorschriften gelten ab Montag auch für Baumärkte, Gärtnereien, Blumenläden, Schuhgeschäfte und Buchhandlungen, die bisher unabhängig von Inzidenzwerten öffnen durften. Noch am Freitagabend stellte das Wirtschaftsministerium klar: Für die Schnelltests gibt es mehrere Möglichkeiten. So dürfen die Einzelhändler Schnelltests vor ihrem Geschäft oder in geeigneten Räumen anbieten. Alternativ können sich Kunden zuvor bei einer Teststelle testen lassen und den Nachweis mitbringen.

Neue Corona-Regeln in Bayern: Einzelhändler verärgert - „Enormer bürokratischer Aufwand“

Eine weitere Möglichkeit sind laut dem Ministerium Selbsttests vor oder in dem Laden „unter Aufsicht des Betreibers“. Ob die
zur Verfügung gestellt werden oder Kunden diese selbst mitbringen, müssen Einzelhändler festlegen. Außerdem werde daran gearbeitet, Selbsttests mit digitalem Nachweisen zu kombinieren, sodass danach auch andere Geschäfte betreten werden könnten.

Bis dahin müssen Kunden jedes Mal einen neuen Corona-Test machen, bevor sie einen anderen Laden betreten - selbst wenn es noch am selben Tag ist. „Das ist ein enormer bürokratischer Aufwand“, stellt Handelverband-Geschäftsführer Bernd Ohlmann am
Samstag in München klar. Viele Einzelhändler seien deshalb verärgert und verunsichert. Ohlmann geht davon aus, dass viele von ihnen „Click & Meet“ künftig nicht anbieten werden, weil es sich für sie nicht lohnt.

Alle wichtigen Nachrichten zur Corona-Pandemie in München lesen Sie hier. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (kof/dpa)

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/Fabian Sommer/Sven Hoppe/dpa

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