Beamte müssen ihn wegtragen

Corona-Auflagen „lächerlich“? Wirbel um Münchner Bahnmitarbeiter - Kontrolle läuft aus dem Ruder

Am Ostbahnhof München gilt Maskenpflicht
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Am Ostbahnhof München gilt Maskenpflicht. Aber nicht jeder hält sich daran (Symbolbild).

Nun droht ihm Ungemach: Ein Bahnmitarbeiter aus München hat wiederholt gegen Corona-Auflagen verstoßen - und sich bei einer Kontrolle uneinsichtig gezeigt.

München - Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn soll wiederholt gegen Corona*-Auflagen verstoßen haben. Bei einer Kontrolle leistete er heftigen Widerstand, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Donnerstag (20. Mai) berichtete. Die Beamten hatten den 47-Jährigen am Abend zuvor in Bahnkleidung an einem Bahnsteig am Münchner Ostbahnhof ohne Mund-Nase-Bedeckung angetroffen. Die Kontrolle und Maskenpflicht habe er dabei als „lächerlich“ bezeichnet. 

Er gab an, ein Attest zu besitzen, wollte dieses den Angaben zufolge aber nicht zeigen. Auch ausweisen wollte sich der Mann demnach nicht. 

München: Bahnmitarbeiter schert sich nicht um Corona-Auflagen - Beamte müssen ihn wegtragen

Als ihn die Beamten zum Revier mitnehmen wollten, warf sich der gebürtige Sachse zu Boden und musste von mehreren Einsatzkräften getragen werden. Auf der Dienststelle konnte die Identität des Mannes aus Berg am Laim festgestellt werden.

Ein Datenabgleich ergab, dass er zurückliegend bereits wiederholt gegen Auflagen nach dem Infektionsschutzgesetz verstoßen hatte.

Corona in München: Renitentem Bahnmitarbeiter droht jetzt Ungemach

Bei ihm sei ein Ausweis der Deutschen Bahn gefunden worden, wonach er in München* als Triebfahrzeugführer tätig sei. Gegen den 47-Jährigen wird nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Zudem muss er mit einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung rechnen. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Zu viele Öffnungen dürfen‘s dann auch nicht sein. tz.de-Kolumnist Flaucherfranzl findet schon, dass ein Corona-Lockdown auch positive Seiten mit sich bringt. Seine provokante These: „Bald werden die Münchner den nächsten herbeisehnen.

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