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Gefährdet Rost-Covid-Syndrom jetzt sogar die Wiesn? Junge Münchner besonders im Fokus

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Flaucherfranzl im Englischen Garten
Münchner ab dem 30. Lebensjahr laufen Gefahr, sich mit dem „Rost-Covid-Syndrom“ zu infizieren. © imago/Alexander Pohl/Litzka

Führt die bittere Corona-Folge noch zur Oktoberfest-Absage? tz.de-Kolumnist Flaucherfranzl beleuchtet ein neuartiges Krankheitsbild.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat einen neuen Shootingstar. Es ist der Flaucherfranzl. Der ist zwar kein Virologe, gilt aber als Entdecker des „Rost-Covid-Syndroms“. Bei infolge einer Corona-Infektion eingerosteten Jungmünchnern beobachtet der tz.de-Kolumnist den plötzlichen Drang zum Erwerb eines Reihenhauses. Je höher der Infektionsgrad, desto schlechter die Busanbindung des gewählten Vororts.

„Rost-Covid-Syndrom“ in München: RKI nennt die Symptome

In einer aktuellen Analyseschrift klingen drastische Töne an: „Treffen folgende Aussagen auf Sie zu, wird das ‚Rost-Covid-Syndrom‘ sukzessive Ihre spaßgebenden Hirnareale zerfressen.“ (Drosten, Christian/Flaucher, Franzl (2022): Wie Münchens Millennials qualvoll verrosten. In: Spektrum der Wissenschaft 22 (3), S. 187-195.)

Auf seiner Homepage hat das RKI die wichtigsten Symptome zusammengefasst:

In einer RKI-Presseaussendung heißt es weiter: „Als hätten sie nur auf eine Pandemie gewartet: Betroffene Paare sind in Isolation, Quarantäne und Homeoffice systematisch zu einem ‚Wir‘ verschmolzen. Eigenständige Aussagen in WhatsApp-Gruppen sind infolgedessen nicht mehr möglich.“ Vielen Weggefährten muss der Flaucherfranzl dieser Tage zuwerfen: „Lebst DU noch oder hängt IHR schon über dem Zaun?“ Um die Antwort zu erhalten, nimmt der tz.de-Kolumnist meist eine 40-minütige S-Bahn-Fahrt auf sich.

Die Feier des 30. Geburtstags dürfte das Infektionsrisiko massiv erhöhen. Wissenschaftlich belegt ist das nicht. Stichproben unter ehemaligen Gärtnerplatz-Gängern lassen allerdings auf einen bitteren „Aging-Effekt“ schließen.

Den Flaucherfranzl hat das „Rost-Covid-Syndrom“ bisher verschont. Vielleicht, weil er in den vergangenen beiden Jahren lieber gegen Sperrstunden verstoßen hat, anstatt seine Altersvorsorge mit digitalen Zertifikaten zu sichern. Deren Abkürzung kann er sich ohnehin nicht merken.

Corona: Gefährdet neues Krankheitsbild sogar das Oktoberfest?

Das vom tz.de-Kolumnisten entdeckte Krankheitsbild könnte nun sogar die Austragung des Oktoberfests gefährden. Auf der RKI-Homepage heißt es: „Für Infizierte sind spontane Bierzeltbesuche undenkbar, können Sie doch nie genau wissen, wann ihr Rewe-Einkauf direkt vor die Wohnungstüre geliefert wird.“

Wie sich eine Ansteckung in den Wochen bis zum Anstich verhindern lässt? Der Flaucherfranzl warnt eindringlich: „Meiden Sie Spieleabende in Vororten von München!“

In unregelmäßigen Abständen beleuchtet tz.de-Kolumnist Flaucherfranzl gesellschaftliche Entwicklungen in der Landeshauptstadt München. Alle Beiträge finden Sie auf unserer Flaucherfranzl-Übersichtsseite.

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