Kein einheitliches Vorgehen

Corona in München: Schwangere ausgeschlossen? „Selbst wenn Sie geimpft sind“

Universität
+
Studierende mit Mund- und Nasenmaske sitzen in einem Hörsaal.

Corona: Das Leben in den Universitäten kehrt zurück. Eigentlich ein Grund zum Jubeln. Doch eine Gruppe wird von der Rückkehr zur Normalität ausgeschlossen, zumindest in München.

München - In Bayern dürfen sich Schüler und Lehrer freuen: Die Maskenpflicht im Unterricht fällt. Doch auch die etwas Älteren haben Grund zum Jubeln: Die meisten haben darauf hingefiebert: Endlich darf es an den Hochschulen wieder ein ganz normales Studentenleben geben. Dies gilt aber nicht überall für alle Studierenden: In München etwa schließt eine Hochschule Schwangere aus - selbst, wenn diese geimpft sind.

Corona: Schwange ausgeschlossen? Münchner Hochschule überrascht mit Regelung

Mit dem Vorlesungsstart der Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist die coronabedingte Online-Phase an den Hochschulen offiziell vorbei - doch schwangere Studentinnen etwa in München an den heimischen Schreibtisch verbannt. So heißt es etwa im Corona-Update der Hochschule München (HM): „Als schwangere Studentin dürfen Sie die HM nicht betreten, selbst wenn Sie geimpft oder genesen sind.“ Auch andernorts wird Schwangeren zumindest nachdrücklich empfohlen, zu Hause zu bleiben. Ein einheitliches Vorgehen aller bayerischen Hochschulen gibt es jedoch nicht.

Corona: Studentenleben ist zurück - in München werden Schwangere ausgeschlossen

„Personen, die sich nicht impfen lassen können, und auch schwangeren Studentinnen ist die Teilnahme am Präsenzlehrbetrieb nicht etwa allgemein versagt“, betont das Wissenschaftsministerium auf Anfrage. Es sei vielmehr ein wesentliches Anliegen, dass möglichst alle Studierenden an den jeweiligen Campus ihrer Hochschule zurückkehren könnten. Dennoch lägen die Vorkehrungen zum Infektions- und Gesundheitsschutz in Verantwortung der jeweiligen Hochschule.

Übrigens: Unser München-Newsletter informiert Sie über alle News – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus München.

Walter Schober, Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt, handhabt die Sache pragmatisch: „Schwangere Studentinnen dürfen kommen, wenn sie wollen. Aber ich biete ihnen individuelle Lösungen an.“ Eine Abfrage habe ergeben, dass zwei Schwangere im Wintersemester an Vorlesungen und Seminaren teilnehmen wollten. Schobers Lösung: „Dann wird eben in diesen Veranstaltungen gestreamt.“

Auch interessant

Kommentare