Am Wochenende

Trotz Corona: Riesenparty mit hunderten Menschen im Englischen Garten - Massenschlägerei bricht aus

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Trotz Corona Riesenparty mit hunderten Menschen im Englischen Garten - Massenschlägerei bricht aus.jpg

Am Wochenende entwickelte sich der Englische Garten zum Feier-Hotspot: Zig junge Leute machten ausgiebig Party, am Abend wurde es dann gewalttätig.

München - Sie feiern, sie hüpfen, trinken Alkohol, grölen und singen. Zwei Videos vom Sonntag (wann sie aufgenommen wurden, ist nicht klar) auf Twitter und Instagram zeigen eine ganze Schar von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf einer Wiese im Englischen Garten in München. Sie sind voller Lebensfreude. Doch in diesen Zeiten tun sie etwas Illegales.

Ohne sich an die aktuell gültigen Corona-Regeln wie Abstand halten, Maske tragen, Kontaktbeschränkungen zu halten, haben sich am Wochenende zig junge Leute im Englischen Garten getroffen. Das Coronavirus und die von ihm ausgelöste Pandemie rückten dabei offenbar vollkommen in den Hintergrund, wie das Instagram-Video unten zeigt. Wie die Polizei mitteilt, habe die Ansammlung wie ein Flashmob gewirkt. Nach 15 Sekunden war alles wieder vorbei. Die Polizei habe die Situation sofort unterbinden wollen, die Gruppe löste sich aber weitgehend von selbst auf. Anzeigen werden laut Bericht noch geprüft.

Englischer Garten in München: Jugendliche feiern - Massenschlägerei

Ob und wann die Polizei einschritt, ist aktuell noch unklar. Sicher ist aber, dass an gleicher Stelle in der Nähe des Monopteros am Samstagabend eine Massenschlägerei ausgebrochen ist. Zeugen berichten von 50 jungen Erwachsenen, die beteiligt gewesen sein sollen, die Polizei schätzt die Zahl geringer ein. Schon vor einigen Tagen ist es dort zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen.

Am Ende weist die Bilanz der Behörden drei Verletzte aus –und ein großes Fragezeichen, was die Ursache angeht. Ein 24-Jähriger musste mit einer Kopfverletzung stationär im Krankenhaus behandelt werden. Gegen zwei (noch unbekannte) Randalierer ermittelt die Polizei nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Täter sind noch flüchtig.

Schlägernde Jugendliche im Englischen Garten fallen schon am Nachmittag auf

Schon am Nachmittag fielen ein paar Gruppen anderen Parkbesuchern auf der Karl-Theodor-Wiese unterhalb des Monopteros im Englischen Garten auf, da sie wenig auf die Corona-Regeln gaben. Ob es sich um die auf den Videos Feiernden handelt, ist unklar.

Kurz nach 18 Uhr kam es dann zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen: Auf dem Hauptweg unterhalb des kleinen Tempels bildete sich eine Menschentraube. Eine Handvoll junger Erwachsener begann, sich zu prügeln, so berichtet es die Polizei. Ein junger Mann zertrümmerte eine Weinflasche auf dem Kopf eines 24-jährigen Augsburgers, der jetzt mit Schädel-Hirn-Trauma im Krankenhaus liegt.

Schlägerei am Monopteros: Die meisten Jugendlichen hauen ab

Weitere Jugendliche strömten dazu, erzählen Zeugen. Die Schubserei endete erst, als sich die Polizei näherte. Die meisten Beteiligten ergriffen die Flucht. Die Polizei rückte mit rund 20 Beamten an, dazu kam der Rettungsdienst. Die patrouillierende Reiterstaffel war in der Nähe, kam laut Polizei aber nicht zum Einsatz.

Die Beamten befragten auf der Suche nach den Tätern Jugendliche an der Wiese und nahmen Personalien auf. Laut Zeugenaussagen versuchten immer wieder einige der Leute zu fliehen. Polizisten fingen sie wieder ein. Erst nach knapp einer Stunde zogen die Einsatzkräfte wieder ab.

Zwei weitere Verletzte, ein 22-jähriger und ein 23-jähriger Münchner, mussten wie der Augsburger ins Krankenhaus, konnten nach ambulanter Behandlung aber wieder entlassen werden. Warum es zu der Schlägerei kam, wissen die Ermittler noch nicht.

Wie die Polizei München mitteilt, waren am vergangenen Wochenende zahlreiche Einsätze wegen verbotener Ansammlungen erforderlich. So beendete die Polizei Treffen größerer Gruppen zum Beispiel am Wedekindplatz in Schwabing, am Gärtnerplatz, am Odeonsplatz, an der Hackerbrücke und in Nymphenburg.

Video: Tendenziell hat die Kriminalität in Bayern in bestimmten Bereichen abgenommen

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