Bei weiterer Frage bekommt er Konkurrenz

Umfrage zeigt, wie zufrieden die Münchner mit der Corona-Politik von OB Reiter sind

Münchens OB Dieter Reiter und die Vize-Rathauschefin Katrin Habenschaden können sich über gute Umfragewerte freuen.
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Münchens OB Dieter Reiter und die Vize-Rathauschefin Katrin Habenschaden können sich über gute Umfragewerte freuen. (Archivbild)

In einer aktuellen Umfrage wurden Münchner gefragt, wie zufrieden sie mit der Politik in München sind. Dabei schnitt der Oberbürgermeister ziemlich gut ab.

München - In Krisenzeiten stehen vor allem Politiker unter genauer Beobachtung. Das ist auch in der Corona-Krise nicht anders. Manche schaffen es, sich zu profilieren. Andere rauschen in den Umfragewerten ab. Wieder andere sind der Bevölkerung gänzlich unbekannt. Um herauszufinden, ob die Münchner mit der Stadtpolitik in Corona-Zeiten un-/zufrieden sind, hat das Institut RIM Marktforschung eine repräsentative Umfrage unter 402 Bürgern durchgeführt.

Die Münchner sind zufrieden mit der Politik von OB Reiter

Laut den Ergebnissen der Studie kann sich OB Dieter Reiter (SPD) freuen. 82,4 Prozent der Befragten sind mit seiner Politik zufrieden. Unter den Anhängern der Sozialdemokraten ist die Zustimmung sogar noch ein Stück höher (96,2 %). Aber auch bei der Konkurrenz kann er Punkten. Bei den Grünen-Anhängern liegt er bei 91,3 Prozent. Bei der CSU immerhin noch bei 82,4 Prozent. Unzufrieden wie es im Frühjahr 2021 lief, sind lediglich 14,7 Prozent der Befragten. Die Zahlen sind allerdings auch deshalb so hoch, weil hier nur die Menschen betrachtet wurden, die eine Angabe gemacht haben. 16,6 Prozent enthielten sich bei der Frage. Rechnet man diese Gruppe mit ein, liegt die Zufriedenheit nur bei 68,8 Prozent.

Geht es generell um die Rathauspolitik, fällt die Zustimmung nicht mehr so hoch aus. Nur 76 Prozent der Teilnehmer, die eine Aussage machten, sind zufrieden. Jedoch enthielten sich auch hier 18,8 Prozent der Befragten. Das bedeutet, die Zufriedenheitsquote liegt eigentlich nur bei 57,7 Prozent. Auf alle Teilnehmer gerechnet sind die SPD-Anhänger am Zufriedensten mit 79,9 Prozent. Dann kommen mit einigem Abstand die Grünen (64,5 %) und die CSU (63,9 %). 18,2 Prozent der Befragten sind unzufrieden mit der Stadtpolitik.

Bei Beliebtheit und Bekanntheit kann OB Reiter punkten - er hat aber Konkurrenz

Bei der Umfrage wurden auch die Bekanntheits- und Sympathiewerte der Stadtpolitiker abgefragt. Und auch hier kann OB Reiter punkten. 83,3 Prozent der Befragten ist Dieter Reiter ein Begriff. 86,3 Prozent finden ihn sympathisch. Auf Platz zwei liegt seine Stellvertreterin, die Zweite Bürgermeisterin Katrin Habenschaden von den Grünen. 60,9 Prozent der Befragten kennen sie. Und bei den Sympathiewerten liegt sie fast gleich auf mit dem Rathauschef - 85,4 Prozent. Auf Platz drei und weit abgeschlagen kommt nicht etwa die Dritte Bürgermeisterin von der SPD, Verena Dietl (19,1 % Bekanntheit), sondern der CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl (25,1 Prozent Bekanntheit). Bei dieser Frage musste jeder Teilnehmer abstimmen. Daher ist der Sympathiewert bei einer niedrigen Bekanntheit nur als Trendwert anzusehen.

Bei den Referenten hingegen sind viele Befragte raus. Lediglich die Dritte im Bunde im Kampf um den Chefsessel im Rathaus in der Kommunalwahl 2020 ist den Befragten noch ein Begriff. Kristina Frank von der CSU und ihres Zeichens Kommunalreferentin kennen immerhin noch 37,6 Prozent der Teilnehmer. Bei der Stadtbaurätin Elisabeth Merk (19,9 %) sind es dann schon deutlich weniger. Und die Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek - auf Platz drei - kennen nur noch 17 Prozent der Befragten. (tel)

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