Kabinett legt Konzept fest

Corona-Änderung in Bayern-Branche: Neuerung hat erhebliche Folgen für ungeimpfte Beschäftigte

Markus Söder gefolgt von Carolina Trautner und Michael Piazolo.
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Im Ressort von Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (Mi.) gibt es eine Corona-Neuerung.

Seit Montag gilt im Freistaat Bayern eine Testnachweispflicht für Beschäftigte in Kindertagesstätten. Ungeimpfte müssen dreimal pro Woche ran.

München - Ungeimpfte Beschäftigte in Kindertagesstätten im Freistaat Bayern müssen seit diesem Montag (20. September) nachweisen, dass sie negativ auf Corona getestet sind. Die Tests müssen dreimal pro Woche durchgeführt werden, wie das Familienministerium erklärte. Ohne Nachweis, dass keine Corona-Infektion vorliegt, dürfen die Mitarbeiter nicht in die Einrichtung.

Corona in Bayern: Ab sofort Testnachweispflicht für Kita-Beschäftigte

Die Regel hatte das Kabinett bereits in der vergangenen Woche beschlossen. Neben den eigenen Beschäftigten gilt die Pflicht auch für Mitarbeiter von außen, also zum Beispiel Reinigungskräfte oder Musiklehrer. Der Freistaat stellt den Kitas Selbsttests bereit. So könnten sich auch geimpfte oder genesene Beschäftigte freiwillig testen.

Eltern müssen sich nicht testen lassen, wenn sie ihre Kinder bringen, abholen oder kurz mit den Erziehern reden wollen. Für Kinder soll es sogenannte Lollitests geben, zudem bekommen Eltern Berechtigungsscheine für kostenlose Selbsttests - verpflichtend ist das allerdings nicht. Masken müssen Erwachsene weiter tragen.

Schulleiter kritisieren „unrealistisches“ Vorhaben

An Grund- und Förderschulen sollen am Montag die Pooltests starten. Allerdings kritisierten Schulleiter, dass der Start zu dem Zeitpunkt wegen überbordender Bürokratie „unrealistisch“ sei. Auch das Kultusministerium hatte eingeräumt, dass am Montag nicht alle Schulen mit den neuen Tests loslegen würden.

Bei den neuen PCR-Tests, die im Labor ausgewertet werden und die als genauer gelten als die bisherigen Schnelltests, sollen die Kinder an zwei Tupfern lutschen. Zunächst werden die Proben von allen in einem größeren Röhrchen gesammelt - also als Pool - untersucht. Findet sich ein Hinweis auf eine Infektion in der Klasse, werden die zweiten Proben der Kinder einzeln analysiert. (dpa)

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