1. tz
  2. München
  3. Stadt

Nach Corona-Gipfel: Das sind die neuen Regeln für Bayern - Geht Söder einen Sonderweg?

Erstellt:

Von: Katarina Amtmann

Kommentare

Bayerns Ministerpräsident Söder
Markus Söder gibt ein Statement in der Parteizentrale der CSU ab. © Peter Kneffel/dpa

Bund und Länder beschlossen am Freitag neue Corona-Maßnahmen. Was gilt dann für Bayern? Markus Söder deutete bereits einen Sonderweg an - ein Überblick.

München - Am Freitag beschlossen Bund und Länder neue Corona-Maßnahmen für Deutschland. Anschließend trat auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor die Presse. Der CSU-Chef erklärte seine Sicht der Dinge und wie die Regeln in Bayern umgesetzt werden sollen - eine Aussage überraschte dabei. Ein Überblick.

Corona-Regeln: „Wer geboostert ist, muss als Kontaktperson nicht mehr in Quarantäne“

Neues gibt es für Deutschland und somit auch für Bayern mit Blick auf die Quarantäne-Regeln. „Wer geboostert ist, muss als Kontaktperson nicht mehr in Quarantäne", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Freitag nach der Ministerpräsidentenkonferenz. Alle anderen könnten bei Symptomfreiheit nach zehn Tagen die Isolation verlassen - mit negativem PCR-Test oder Schnelltest auch nach sieben Tagen, Kinder und Jugendliche sogar nach fünf Tagen (hier ist ebenfalls ein Schnell- oder PCR-Test nötig).

2G-Plus in der Gastronomie - Scholz äußert sich nach MPK

Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie über alle wichtigen Geschichten aus dem Freistaat. Melden Sie sich hier an.

2G-Plus-Regel in der Gastronomie: Söder „skeptisch“ - Geht Bayern einen Sonderweg?

Wegen der hohen Ansteckungsgefahr durch Omikron beschlossen Bund und Länder außerdem strengere Zugangsregeln für Restaurants. Bayern will da aber nicht so ohne weiteres mitgehen. „Ich habe den Gesundheitsminister gebeten zu prüfen, ob das aus unserer Sicht wirklich notwendig ist. Wir sind da sehr, sehr zurückhaltend und skeptisch. Wir haben dazu heute auch eine Erklärung gemacht, wir werden es am nächsten Dienstag dann abschließend entscheiden“, sagte Söder noch am Freitag. Eine Aussage, die für viele durchaus überraschend sein könnte. Immerhin ist Söder eigener Aussage zufolge "Team Vorsicht".

Der CSU-Chef betonte, Bayern habe im Beschluss eine Protokollerklärung abgegeben, wonach der Beschluss „in weiten Teilen hinter der bereits geltenden bayerischen Rechtslage“ zurückbleibe. Weitere Verschärfungen - wie eine inzidenzunabhängige 2G-plus-Regel in der gesamten Gastronomie - müssten erst auf Basis einer möglichst gesicherten wissenschaftlichen Expertise geprüft werden.

2G-Plus-Regel in der Gastro: Geimpfte und Genesene brauchen Test - Ausnahme für Geboosterte

Im Freistaat sind Schankwirtschaften und Discos anders als in anderen Bundesländern derzeit geschlossen, zudem muss die Gastronomie im Freistaat in regionalen Hotspots ebenfalls ihre Pforten schließen. Der nun gefasste Beschluss sieht vor, dass Geimpfte und Genesene einen tagesaktuellen negativen Corona-Test oder eine Auffrischungsimpfung vorweisen müssen, um Zutritt zu bekommen.

Es sei wichtig, die Gesellschaft bei den Maßnahmen mitzunehmen, sagte Söder. Da die Experten in der Konferenz nicht alle Fragen hätten ausreichend beantworten können, seien leider Fragen offen geblieben. (kam/dpa)

Auch interessant

Kommentare