Aufruf an Impfwillige

„Künftig entscheidet der Zeitpunkt“: Minister macht auf wichtige Corona-Neuerung in Bayern aufmerksam

Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister von Bayern, spricht auf der Pressekonferenz nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. Spritze Oberarm
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Klaus Holetschek (CSU), Bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege.

Ab dem 2. Juli gibt‘s eine wichtige Corona-Änderung im Freistaat Bayern. Gesundheitsminister Holetschek hat diesbezüglich an die Bevölkerung appelliert.

München - Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fordert alle Bayern ab 18 Jahren auf, sich für eine Corona-Impfung registrieren zu lassen. „Künftig entscheidet der Zeitpunkt der Anmeldung darüber, wie schnell ich einen Termin bekomme“, erklärte er am Donnerstag in München. „Jetzt sollten sich auch diejenigen in der Impfplattform BayIMCO registrieren, die bislang darauf verzichtet hatten, weil sie keine Priorisierung haben.“

An diesem Freitag (2. Juli) fällt die Priorisierung in den Impfzentren. Dann könne „jeder unabhängig von Vorerkrankungen und je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs auch in den Impfzentren ein Impfangebot bekommen“, betonte der Minister.

Corona Bayern: Priorisierung in Impfzentren fällt - Söder-Minister mit wichtigem Hinweis

Eine notwendige Software-Aktualisierung der bayerischen Impfplattform sei für die Nacht von Donnerstag auf Freitag geplant, sagte Holetschek. Ab dieser Systemänderung werde die Reihenfolge zur Termineinladung ausschließlich über das Datum der Registrierung vergeben.

Holetschek appellierte an diejenigen, die registriert, aber schon anderweitig - beispielsweise beim Haus- oder Betriebsarzt - an Impfungen gekommen sind, ihre Registrierung zu löschen: „Mit dem Löschen tragen Sie dazu bei, dass andere schneller einen Impftermin bekommen.“

Corona-Impffortschritt in Bayern: „Ziel können wir nur erreichen, wenn alle mitziehen“

Nach Einschätzung von Holetschek können bis zum Beginn der Sommerferien rund 70 Prozent der Menschen in Bayern eine Erstimpfung haben und 50 Prozent eine Zweitimpfung.

„Bis zum Herbst können dann 85 Prozent der Erwachsenen den vollen Immunschutz haben. Dieses Ziel können wir aber nur erreichen, wenn alle mitziehen.“ Kritik hatte sich jüngst an Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger entzündet. Der gab bei einer Pressekonferenz bekannt, bislang von einer Impfung abgesehen zu haben. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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