Live aus München

Corona-Paukenschlag: Söder warnt live vor „krassen“ Folgen - und erklärt Fahrplan für Herbst und Winter

Die Corona-Regeln in Bayern werden massiv gelockert. CSU-Chef Söder leitete damit eine Kehrtwende seiner Politik der „Umsicht und Vorsicht“ ein, die er in München erklärte.

  • Die neuen Regelungen bildeten die Basis für die Corona-Poltik der nächsten Monate (siehe Update vom 1. September, 11.46 Uhr)
  • Der CSU-Chef warnte vor den Folgen einer Long-Covid-Erkrankung (siehe Update vom 1. September, 11.18 Uhr)
  • Einen weiteren Lockdown schloss der CSU-Chef aus (siehe Update vom 1. September, 11.18 Uhr)

Update vom 1. September, 11.44 Uhr: „Wir müssen uns ein wenig daran gewöhnen“, beginnt Söder dann das Ende seiner Erklärung. Die neuen Maßnahmen seien ein Richtungs-Wechsel, den man jedoch mit „gutem Gewissen“ bestreiten könne. Die Balance, die man jetzt habe, sei „vernünftig“. Entscheidend sei, dass dies die Basis der Corona-Politik in der gesamten nächsten Zeit sei.

„Wir versuchen das Beste für die Allgemeinheit zu erreichen“, so Söder. „Ich bedanke mich sehr für die Aufmerksamkeit. Wir machen die gute Verordnung und Gott schütze weiter unser großartiges Land.“ Damit ist die Regierungserklärung von CSU-Chef Markus Söder beendet.

Update vom 1. September, 11.29 Uhr: Dann erklärt der CSU-Chef die Abkehr der Inzidenz in der Zukunft. „Für viele wird das psychologisch eine Herausforderung. Die Inzidenz war bisher immer das Maß aller Dinge. Ab jetzt müsse man dennoch bei steigenden Zahlen nicht sofort reagieren, die Krankenhaus-Ampel ist jetzt entscheidend“, so Söder. Sollte diese rasant steigen, würde man freilich reagieren müssen. Beispielsweise käme dann die Rückkehr der FFP2-Maske. Ansonsten gelte nun die 3G-Regel (Genesen, Geimpft, Getestet).

Im Anschluss erklärt Söder dann die neuen Regelungen, die Sie in einem Überblick hier finden.

Corona: Söder schließt Lockdown aus - und wirbt für das Impfen

Update vom 1. September, 11.21 Uhr: Der einzige Weg raus aus der Pandemie sei das Impfen, so Söder weiter, um dann einen Appell an diejenigen zu schicken, die zum jetzigen Zeitpunkt noch hadern. Die Impfung sei kein bayerischer Weg im Kampf gegen Corona, es sei ein globaler Weg, der überall auf der Welt bestritten werde.

Update vom 1. September, 11.18 Uhr: „Es wird keinen Lockdown mehr geben“, verspricht Söder. Besonders für zweifach-Geimpfte sei ein solcher gar verfassungswidrig. Ab sofort gelte auch nicht mehr die Inzidenz als alleiniger Kompass zur Lage-Bestimmung der Pandemie. Dann erklärt der CSU-Chef die Krankenhaus-Ampel, die nun neu eingeführt werden soll.

Anschließend spricht der Ministerpräsident von „Long-Covid“, das er als „krass“ bezeichnet. Die Folgen seien für Betroffene gravierend. Um dies zu verdeutlichen, erläutert Söder dann Beispiele aus der Bevölkerung, die eine solche Erkrankung erlitten haben.

Corona-Paukenschlag: Massive Kehrtwende für Bayerns Pandemie-Politik - Söder-Statement JETZT LIVE

Update vom 1. September, 11.15 Uhr: „Das war bislang keine einfache Zeit“, beginnt Söder seine Erklärung und bedankt sich anschließend bei den Bürgern und Bürgerinnen in Bayern, die „großartig“ mitgeholfen hätten, die Pandemie im Zaun zu halten. Die Pandemie sei jedoch noch nicht vorbei, dennoch könne man nun die Maßnahmen der „neuen Realität“ anpassen. Diese habe eine wichtige Balance aus mehr Freiheit, Eigenverantwortung und Sicherheit. Die vierte Welle sei jetzt da, konstatiert Söder. Der Grund dafür seien in erster Linie die zahlreichen Reiserückkehrern. Der Unterschied zu den bisherigen Wellen sei, dass bereits knapp 60 Prozent der Menschen in Bayern geimpft seien. Daher bezeichnet der Ministerpräsident die aktuelle Welle als Pandemie der „Jungen und Ungeimpften“.

Update vom 1. September, 11.09 Uhr: Mit knapp zehn Minuten Verspätung geht es jetzt los. Markus Söder spricht.

Update vom 1. September, 11.01 Uhr: Noch hat CSU-Chef Söder nicht das Wort ergriffen. Es dürfte jedoch jeden Augenblick losgehen.

Corona in Bayern: Söder gleich LIVE - Regierungserklärung aus München

Update vom 1. September, 10.38 Uhr: In knapp 20 Minuten beginnt die Regierungserklärung von CSU-Chef Markus Söder im Bayerischen Landtag. Wir tickern die Erklärung für Sie hier mit, in oben eingehängtem Stream können sie die Geschehnisse aus München live verfolgen.

Erstmeldung vom 1. September 2021

München - Seit März 2020, also seit Beginn der Corona-Pandemie, stand der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für eine strenge Corona-Politik. Besonders sein sich immer wiederholendes Mantra der „Vorsicht und Umsicht“ dürften viele Menschen deshalb gut in Erinnerung haben. Umso mehr dürften einige überrascht gewesen sein, als der CSU-Chef am Dienstag, 31. August, auf einer Pressekonferenz das Ende vieler Corona-Regeln verkündete. Heute erklärt sich Markus Söder dazu im Rahmen einer Plenarsitzung im bayerischen Landtag.

Corona: Massive Lockerung in allen Bereichen - Söder spricht live in München

Derartige Sitzungen, in denen der Ministerpräsident seine Corona-Politik in einer Regierungserklärung erläutert, sind seit Beginn der Pandemie stets ähnlich abgelaufen. Große Sorge, Umsicht und Vorsicht gaben den roten Faden für die Pandemie-Politik der Regierung. Dann, im Laufe der Zeit, wurde der Ton im Landtag rauer. Opposition, insbesondere die Liberalen, feuerten nicht selten gegen insbesondere Markus Söder, und forderten mehr Freiheiten. Doch auch SPD und Grüne erklärten besonders in den letzten 12 Monaten immer häufiger deutlich ihren Unmut.

Corona: Söder verkündet Lockerungen - spielt Bundestagswahl eine Rolle?

Umso spannender dürfte es heute zu beobachten sein, wie die Opposition auf die massiven Lockerungen reagiert, die Markus Söder in München erläutern wird. Nicht nur das Ende der FFP2-Maskenpflicht, auch die Öffnung der Clubs und Diskos um Oktober oder das Ende der Sperrstunde dürften viele Beobachter überrascht haben. Ob zu einem kleinen Anteil auch die Bundestagswahl eine Rolle spielt - offen. Dennoch ist der Gedanke nicht völlig abwegig, schließlich hinkt die Union bei aktuellen Umfragen den eigenen Erwartungen meilenweit hinterher. Ein wenig Sympathie durch Lockerungen in der Corona-Politik bei der Bevölkerung dürften da nicht schaden.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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