Klare Worte

Söder skizziert Corona-Szenario, falls Zahlen steigen - Holetschek fordert nächste Neuerung ein

Markus Söder (r) und Klaus Holetschek (beide CSU)
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Markus Söder (r), Ministerpräsident von Bayern, unterhält sich vor der Plenarsitzung im bayerischen Landtag mit Klaus Holetschek (beide CSU), Gesundheitsminister von Bayern.

CSU-Chef Markus Söder sprach nun über Szenarien, die bei steigenden Infektionszahlen möglich sind. Gesundheitsminister Holetschek forderte die nächste Neuerung.

Update vom 3. September, 14.44 Uhr: „Die Impfung ist der einzige Weg raus aus der Pandemie“. Dieser Satz von CSU-Chef Markus Söder, den auch unzählige weitere Politiker bereits ausgesprochen haben, wird nun immer mehr zur Realität. Für Ungeimpfte, so der Ministerpräsident, könnte es im Herbst und Winter gar „ungemütlich“ werden, wenn der Zugang zu Innenräumen etwa (wie Restaurants oder Kinos) ohne Test nicht mehr möglich ist. Der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat am Freitag, 3. September, darüber gesprochen, was zukünftig auf Arbeitnehmer in gewissen Branchen zukommen könnte.

Corona in Bayern: Holetschek begrüßt geplante Pflicht zur Auskunft des Impfstatus

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die geplante Pflicht zur Auskunft über den Corona-Impfstatus von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen begrüßt und eine Ausweitung gefordert. „Wir müssen insbesondere ältere Menschen vor Corona schützen, deshalb ist es wichtig zu wissen, ob Pflegekräfte geimpft sind. Genauso sinnvoll ist es, den Impfstatus von Beschäftigten in Kitas und Schulen zu kennen“, sagte der CSU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstagausgabe). Er forderte auch ein Auskunftsrecht für andere Branchen.

„Nach meiner Ansicht sollte es sogar darüber hinaus in anderen Bereichen ein Auskunftsrecht von Arbeitgebern über den 3G-Status ihrer Mitarbeitenden geben, denn damit könnten konkrete Hygienekonzepte am Arbeitsplatz besser umgesetzt werden.“
Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Darauf hatten sich Union und SPD nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition am Donnerstag geeinigt.

Erstmeldung vom 3. September 2021

München - Viele dürften die Pressekonferenz am Dienstag, den 31. August, vom Bayerischen Ministerpräsidenten Söder aus München durchaus überrascht haben. Schließlich war er seit Beginn der Pandemie für den Weg der „Vorsicht und Umsicht“ gestanden. Nun, knapp eineinhalb Jahre nach Beginn der Coronavirus-Pandemie, verkündete er die Lockerung sämtlicher Regeln zur Bekämpfung des Virus. Entscheidend, so Söder, sei die Impfquote, die mittlerweile bei über 60 Prozent läge.

Corona in Bayern: Söder spricht über Herbst und Winter - und hat klare Haltung

Neben des Wegfalls der FFP2-Maskenpflicht, stach besonders die Öffnung der Clubs und Diskos hervor, die ab Oktober ansteht. Manch ein Beobachter vermutete hinter der breiten Öffnung gar einen Wink in Richtung Bundestagswahl. In Anbetracht der schlechten Umfragewerte der Union täte einer auf Bundesebene schwächelnden CSU eine Lockerungs-Kur gut, so die Analyse. Nun sprach der CSU-Chef im Interview mit nordbayern.de über die Szenarien, die es gibt, falls die Zahlen in Richtung Herbst und Winter rasant steigen.

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Corona: Lockdown bei steigenden Zahlen? Söder skzziert Szenarien für kommenden Monate

Seit Donnerstag, 2. September ist nicht mehr die Inzidenz der entscheidende Richtwert zur Bekämpfung der Pandemie, sondern die „Krankenhaus-Ampel“. Doch was, wenn diese rasant steigt? „Wenn sie umspringt, werden wir je nach Ausbruchsgeschehen landesweit oder regional Maßnahmen treffen. Die können ein Wechsel zurück zur FFP2-Maske sein, Kontaktbeschränkungen im Privaten oder Obergrenzen bei Veranstaltungen,“ so Söder gegenüber dem Portal. Auf die Frage, ob ein weiterer Lockdown in irgendeinem Szenario aktuell realistisch sei, antwortete der Ministerpräsident klar: „Es gibt keinen Lockdown mehr. Geimpfte sind von der Testpflicht befreit. Und Kontaktbeschränkungen dürfen verfassungsrechtlich nicht mehr für sie gelten.“ Auch ein gänzliches Umsteigen auf die 2G-Regel, wie es etwa die Stadt Hamburg macht, ist aktuell nicht vorgesehen.

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