Inzidenz steigt weiter

Söder-Regierung ändert Corona-Strategie komplett: Münchner Gesundheitsreferentin extrem genervt

In München steigen die Corona-Zahlen wieder. Indes wächst der Unmut der Hausärzte über den verzögerten Impfstart in ihren Praxen. Alle Lockdown-News im Ticker.

  • Die Corona-Zahlen in München steigen weiter an. Das Erreichen der entscheidenden Inzidenz scheint in weiter Ferne zu liegen.
  • Die Corona-Impfstrategie soll nun doch geändert werden. Das sorgt für Unmut. (siehe Update vom 11. März, 8.22 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet.

Dieser Ticker ist beendet. Über alle weiteren Entwicklungen rund um die Pandemie in München, Bayern und Deutschland können Sie sich in unserem neuen Corona-Ticker immer aktuell informieren.+++

Update von Donnerstag, 11. März, 8.22 Uhr: Angesichts der geänderten Impfstrategie mit breiter Einbeziehung von Ärzten werden die bayerischen Impfzentren nicht weiter ausgebaut. Die geplante gute Verdopplung der Kapazitäten bis April wird gestoppt. Zwar sollen die Impfzentren ein wichtiger Teil der Impfstrategie bleiben, sie würden ihre Kapazität aber nicht weiter erhöhen, so Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in einem Statement. Grund sei der geplante Beginn der Impfungen durch Hausärzte spätestens am 19. April.

In München sorgte die kurzfristige Planänderung bereits für Unmut. Die Stadt teilte am Mittwoch mit, sie müsse nun den Aufbau weiterer Impfzentren stoppen. „Es ist für uns als Gesundheitsamt ausgesprochen schwierig, Planungen umzusetzen, wenn sich die Impfstrategie von Bund und Land in dieser für uns alle lebenswichtigen Frage so schnell und unberechenbar ändert“, sagte Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek.

Corona: Münchner Gesundheitsreferentin genervt von ständigem Hin und Her bei der Impfstrategie

Man habe mit großer Kraftanstrengung dafür gesorgt, die Kapazität der Impfzentren auf 6000 bis 7000 Impfungen täglich auszubauen, nach der Ankündigung, dass München ab April 13.000 Impfdosen wöchentlich erhalten werde, da die Regierung vermittelt habe, Impfzentren blieben ein maßgeblicher Bestandteil der Impfkampagne. „Heute dann der für uns alle sehr überraschende Sinneswandel, dass die Kapazitäten in den Impfzentren nicht ausgebaut und stattdessen die Impfungen wesentlich durch Hausärzte erfolgen sollen“, sagte Zurek.

Die Liefermengen der Impfstoffe für die Ärzte sollen nach und nach gesteigert werden. Die Aufteilung des Impfstoffes richtet sich wie bisher nach dem Bevölkerungsschlüssel. Währenddessen steigen die Infektionszahlen in der bayerischen Landeshauptstadt immer weiter. Für den heutigen Donnerstag vermeldet das RKI eine Sieben-Tage-Inzidenz von 56,9.

Update vom 10. März, 19.05 Uhr: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern peilen den Start von Corona-Impfungen in den Arztpraxen spätestens für Mitte April an. Ziel sei frühestmöglich, jedoch spätestens in der Woche vom 19. April damit zu starten, beschlossen die Minister nach Beratungen am Mittwoch. Zuvor stand noch der 1. April als mögliches Auftaktdatum im Raum (siehe unten).

Dafür brauche es aber auch eine gewisse wöchentliche Mindestmenge an Impfstoff, hieß es im Bundesgesundheitsministerium. Um dem Wunsch der Länder entsprechen zu können, ihre Impfzentren wie bisher auszulasten, könnten die Praxen wohl erst Mitte April starten.

Die Empfehlung der Fachminister soll nun Basis für Entscheidungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder sein, wie Regierungssprecher Steffen Seibert angekündigt hatte. Dies solle „zeitnah“ noch vor der nächsten Bund-Länder-Runde zum weiteren Corona-Vorgehen am 22. März geschehen. Die Gesundheitsminister hatten die Einbeziehung der Praxen zunächst für Anfang April angedacht.

Corona in Bayern: Impf-Strategie komplett geändert? Ab April soll alles anders laufen

Update vom 10. März, 13.27 Uhr: Ändert Bayern seine Corona-Impfstrategie um 180 Grad? Bisher hieß es seitens des Gesundheitsministers Klaus Holetschek (CSU) stets, dass die Kapazitäten in den Impfzentren erhöht werden sollen - von derzeit 43.000 Impfungen täglich auf bis zu 110.000 bis April. Nun die Kehrtwende: Wie der Münchner Merkur exklusiv berichtet, wurde an die Betreiber am gestrigen Dienstag, 9. März, ein Brief verschickt: „Der noch vor Kurzem kommunizierte Ausbau der Kapazitäten bei den lokalen Impfzentren solle aller Voraussicht nach nicht mehr weiterverfolgt werden“, steht darin. Man empfiehlt, die Ausbaupläne nicht weiter voran zu treiben. Eine endgültige Entscheidung solle demnach erst nach der nächsten Gesundheitsministerkonferenz an diesem Donnerstag fallen.

Hintergrund sei, dass ab April verstärkt in den Hausarztpraxen geimpft werden soll. Der genaue Termin stehe laut Münchner Merkur noch nicht fest, demnach werde jedoch der 1. April anvisiert. Ärzte sollen dann für die Impf-Dokumentation sowie Lagerung des Impfstoffs verantwortlich sein.

Update vom 10. März, 6.29 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für die Stadt München am Mittwoch eine Sieben-Tage-Inzidenz von 55,4 (Stand 10. März, 3.12 Uhr). Damit ist die wichtige 7-Tage-Inzidenz in München zum ersten mal seit vielen Tagen zumindest nicht weiter angestiegen. Dennoch ist der Trend nach einem längeren Abwärtstrend im Februar weiter negativ. Das Unterschreiten der 50er-Inzidenz, die weitreichende Lockerungen wie das terminlose Shoppen beinhaltet, scheint aktuell in weiter Ferne zu liegen.

Corona: Hausärzte in München drängen auf Impfstoff - Söder-Kabinett bleibt hart

Update vom 9. März, 19.47 Uhr: Immer lauter und heftiger werden die Forderungen nach einem Kurswechsel bei der Corona-Impfkampagne in Deutschland. Auch in Bayern wächst der Druck auf das Gesundheitsministerium. Die bayerische Landesärztekammer forderte am Dienstag die schnellstmögliche Beteiligung der niedergelassenen Mediziner an der Impfaktion. „Wir sind an einem gewissen Wendepunkt angekommen, an dem das staatliche Impfstoff-Monopol nicht mehr weiter aufrechterhalten werden kann“, kritisierte Ärztekammerpräsident Gerald Quitterer am Dienstag in München.

Corona in Bayern: Ungeduld bei Medizinern - Hausärzte wollen sofort impfen dürfen

Die Staatsregierung will aber bei dem Zeitplan bleiben, den die Gesundheitsminister der Länder am Montag vereinbart hatten. Demnach werden die Hausärzte erst ab nächstem Monat impfen dürfen. Aufgrund der voraussichtlich auch im April noch knappen Impfstoff-Mengen sollen Hausärzte dann selbst entscheiden, welche Patienten die Impfung am nötigsten haben. Orientierung dazu böten die Empfehlungen der ständigen Impfkommission, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bei einer Pressekonferenz in München.

Zehn Wochen nach dem Start der Corona-Impfungen wird nach den Zahlen des Landesgesundheitsministeriums in Bayerns Impfzentren nach wie vor deutlich weniger geimpft als möglich wäre, nämlich rund 36.400 statt 49.000 Impfungen täglich. Damit rangiert der Freistaat auf Platz Fünf im bundesweiten Vergleich. Bis April sollen rund 110.000 Impfungen täglich möglich sein, sagte Holetschek und kündigte wiederholt seinen „Impfturbo“ an.

Corona: Kaum noch Infektionen in Alten-und Pflegeheimen - Freistaat plant Lockerungen bei Besuchen

Die Ungeduld bei Medizinern und Unternehmern wächst jedoch ebenfalls täglich. Für die Wirtschaft bedeutet jede Woche Lockdown-Verlängerung Milliardeneinbußen. In den kommenden Wochen werden wesentlich mehr Impfstofflieferungen erwartet. Nach Bayern sollen in den fünf Wochen von Anfang März bis Anfang April 1,67 Millionen Impfdosen geliefert werden. Das wären innerhalb eines Monats mehr als seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember.

Immerhin scheinen die Impfungen nun erste Wirkungen zu zeigen. Waren Anfang Januar noch beinahe 7000 Infektionen in bayerischen Alten- und Pflegeheimen zu verzeichnen, sind es nun noch knapp 300. Nach Angaben Holetscheks sind bereits 81 Prozent der Bewohner und 57 Prozent des Personals geimpft. Deswegen will die Staatsregierung die Besuchbeschränkungen Ende März lockern.

Update vom 9. März, 15.00 Uhr: Eine negative Begleiterscheinung des Frühlings bleibt auch zu Corona-Zeiten nicht aus: Heuschnupfen plagt bereits jetzt den ein oder anderen Allergiker. Wie eine Münchner Studie nun verdeutlicht, kann ein starker Pollenflug sogar das Corona-Risiko erhöhen.

Gebe es viele Pollen in der Außenluft, stiegen die Infektionszahlen, berichtet ein internationales Team unter der Leitung von Forschern der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ („PNAS“). Weitere Details zur Studie finden Sie bei Merkur.de*.

Update vom 9. März, 13.40 Uhr: Bayerns Staatskanzlei-Chef und Corona-Koordinator Florian Herrmann (CSU) hat die Pandemie-Situation in den Altenheimen des Freistaats als Erfolg bezeichnet. Die Zahl der Infektionen sei deutlich zurückgegangen, sagte Herrmann am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts.

Bei den über 80-Jährigen sei die Sieben-Tage-Inzidenz bei 52,3 und damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 74,2, sagte Herrmann. Für die Altenheimbewohner hatte am 27. Dezember 2020 das Impfen gegen Covid-19 begonnen, inzwischen sind praktisch alle geimpft.

Corona-Lockdown: Söder-Vertrauter warnt vor kritischer Lage auf Intensivstationen

Herrmann warnte vor einem erneuten Anstieg der Fallzahlen auf den Intensivstationen. Die Belegung gehe inzwischen kaum noch zurück, sondern stagniere, sagte er. Künftig könnte es sein, dass dort im Falle steigender Infektionszahlen vor allem Jüngere behandelt werden müssten, die unter Umständen auch länger dort bleiben müssten. Dies könne erneut zu Engpässen führen, „die Gefahr ist nicht gebannt“.

Update vom 9. März, 10.31 Uhr: Zehn Wochen nach dem Start der Corona-Impfungen arbeiten Bayerns Impfzentren nach wie vor unter ihrer Kapazitätsgrenze. In der vergangenen Woche wurden im Schnitt pro Tag knapp 36.400 Menschen geimpft, maximal möglich wären nach Angaben des Gesundheitsministeriums in München 49.000 Impfungen. In den kommenden Wochen wird deutlich mehr Impfstoff erwartet. In den fünf Wochen von Anfang März bis Anfang April sollen 1,67 Millionen Impfdosen nach Bayern geliefert werden. Das wären innerhalb eines Monats mehr als seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember.

„Wir haben die Landkreise angewiesen, die Kapazitäten in den kommenden Wochen auszubauen und bis April rund 110.000 Impfungen pro Tag zu ermöglichen“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums - dafür hatte Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) den Begriff „Impfturbo“ erfunden. Abgesehen davon sieht die Impfstrategie des Bundes vor, dass im Laufe des zweiten Quartals von April bis Ende Juni auch Haus- und Betriebsärzte impfen dürfen.

Corona in München: Gefährlicher Trend! Inzidenz überschreitet wichtige Grenze und steigt weiter

Update vom 9. März, 07.54 Uhr: Der Trend ist besorgniserregend. Gestern hatte München die Marke 50 bei der 7-Tage-Inzidenz überschritten. Und auch am Dienstag ist keine Entspannung in Sicht. Im Gegenteil: Das RKI meldet für München am heutigen Dienstag eine Inzidenz von 55,4. Auch im Landkreis München ist die Lage ähnlich bedrohlich. Hier liegt die Inzidenz sogar bei 55,9.

Update vom 8. März, 20.39 Uhr: Trotz der Ankündigung des Bundes, ab dem heutigen Montag allen Bürgern einen wöchentlichen Corona-Schnelltest zu bezahlen, waren diese heute in vielen bayerischen Apotheken nicht verfügbar. Obwohl die Staatsregierung mehrere Millionen Schnelltests bereits erhalten und nach eigenen Angaben 4,6 Millionen Tests an die Kommunen weitergegeben hat, beginnt auch in einigen kommunalen Testzentren das kostenlose Angebot erst später. Der tatsächliche Bedarf an Schnelltests wird für Bayern auf monatlich rund 10 Millionen Schnelltests geschätzt, so ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Weitere Lieferungen würden bald erfolgen.

Kostenlose Corona-Schnelltests in Bayern: Apothekern fehlt der „Startschuss“

Verfügbar seien Schnelltests bislang aber nur in gut einem Drittel der kommunalen Testzentren, sagte der Ministeriumssprecher. Auch viele bayerische Apotheker warteten am Montag noch auf die Veröffentlichung der geänderten Corona-Testverordnung. „Faktisch fehlt der Startschuss“, sagte der Sprecher des Bayerischen Apothekerverbands (BAV), Thomas Metz, am Montagvormittag in München. Ohne die Verordnung fehle Klarheit darüber, wie viel der Bund den Apotheken pro Schnelltest bezahle.

Es sei zwar nicht auszuschließen, dass einzelne Apotheken in Vorleistung gingen und Schnelltests kostenlos anböten, doch aktuell seien Schnelltests eigentlich nur für Selbstzahler möglich. „Es scheint sich aber auch kein allzu großer Andrang zu entwickeln“, sagte Metz. Engpässe bei den bestellten Lieferungen erwarte er nicht.

Fast parallel zu den Apotheken-Schnelltests sind seit Samstag auch Laien-Selbsttests zur Anwendung zu Hause verfügbar. In den Discountern war der Ansturm groß.

Update vom 8. März, 16.45 Uhr: Münchner Händler hatten sich erhofft, heute ihre Läden öffnen zu können. Doch die 7-Tage-Inzidenz liegt über 50. Ihre einzige Möglichkeit heißt nun „Click & Meet“. Gegenüber tz.de ziehen Betroffene eine erste Zwischenbilanz.

Update vom 8. März, 13.39 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will bei den Corona-Impfungen deutlich schneller vorankommen als bislang vorgesehen. „Wir können nicht den Menschen sagen, bis Mitte oder Ende des Jahres kann jeder geimpft werden. Das muss in den nächsten zwei bis drei Monaten massiv verbessert werden“, so der Ministerpräsident im Interview mit Antenne Bayern.

Söder will dann auch verstärkt in Betrieben und Schulen impfen: „Wir müssen jetzt noch drei Wochen mit weniger Impfstoff umgehen, danach muss sich das System grundlegend ändern und wir müssen alle Ärzte einbeziehen.“ Der CSU-Chef fordert zudem eine Abkehr von der strikt geregelten Impf-Reihenfolge. „Wir müssen dann – neben den Älteren – auch den Jüngeren eine Perspektive geben. Für sie ist es eine sehr belastende Situation und deshalb brauchen auch sie ein Angebot.“  

Söder wegen Corona-Thema reichlich verstimmt: „Wirft schon Fragen auf“

Deutliche Kritik übt Söder am Bund und fordert bei der Beschaffung von Schnelltests mehr Aktivität: „Es wirft schon Fragen auf, wenn man einerseits in einem Discounter die Tests bekommt und man andererseits auf mancher staatlichen Ebene sagt, dass man nichts hat.“ Der Wunsch der Ministerpräsidenten sei es, dass der Bund in großem Stil einkauft. Denn: Je größer der Einkauf, desto besser die Preise.

Corona-Lockdown: Söder spricht von „Pilotprojekt“ in Hotspots - und verspricht Offensive im April

Update vom 8. März, 12.53 Uhr: Zum Schluss spricht jetzt noch Kultusminister Michael Piazolo von den Freien Wählern. „Kinder brauchen soziale Kontakte“, so der Minister. Schule sei ein sozialer Raum, es gehe nicht immer nur um Abschlüsse oder technische Möglichkeiten. Er verstehe, dass sich Kinder und Jugendliche „reduziert“ fühlen. „So gut der Distanz-Unterricht funktioniert, er ersetzt keinen Präsenzunterricht“, fasst Piazolo dann das Grund-Problem zusammen. Man werde versuchen, sukzessive auch Ausflüge und soziale Unternehmungen in Schulen wieder zu realisieren. Dabei sei jedoch stets die Pandemie im Fokus - beispielsweise durch Tests könne man dennoch in Richtung Sommer wieder mehr ermöglichen. Damit ist das Statement des Kultusministers beendet.

Update vom 8. März, 12.47 Uhr: Nun ist Familienministerin Carolina Trautner (CSU) an der Reihe. „Wir wissen, wie wichtig es ist, dass ein stabiles Umfeld für Kinder und Jugendliche existiert,“ beginnt sie ihren Beitrag. Hier werde man alles tun, um zu unterstützen, um negative Auswirkungen der Pandemie „auffangen zu können“. Deshalb erarbeite man ein „Unterstützungs-Konzept“, so Trautner weiter. Insgesamt werde man 15 Millionen Euro investieren, um umfangreiche Hilfen leisten zu können.

Corona-Lockdown: Hilfen für Kinder- und Jugendliche - Söder-PK JETZT live

Update vom 8. März, 12.34 Uhr: Mit einigen Minuten Verspätung sind die Protagonisten jetzt da. Markus Söder (CSU) ergreift das Wort. „Es war ein Austausch auf Augenhöhe“, beginnt er sein Statement. Das Augenmerk in der Pandemie sei stets auf die gerichtet, die besonders betroffen sind. Deshalb seien die vulnerablen Gruppen, wie die Älteren, stets im Fokus. Jedoch auch die jungen Menschen seien eine der am stärksten von der Corona-Pandemie getroffenen Gruppe. „Wir wollen nicht, dass diese Generation einen Verlust hat an der sozialen Kompetenz“, so Söder. Die Aufgabe sei jetzt, genau diese Gruppe bewusst zu unterstützen.

Zum einen sei wichtig, die Abschluss-Qualität weiter zu garantieren. Für einen sicheren Präsenz-Unterricht sei weiter das Impfen und Testen elementar. „Wir werden ganz bewusst schauen, die Annahme der Angebote in einem Appell zu erhöhen“, so Söder. Begleitend zu den Tests und Impfungen müsse man Hilfen für besonders diese Kinder bereitstellen, wo die Unterstützung zuhause nicht garantiert ist. Dazu könnten Ferien-Programme gehören, jedoch auch ein Hilfs-Programm „Schüler helfen Schülern“. Doch auch im sozialen Bereich werde es um die „coronabedingten Herausforderungen der Jugendarbeiter“ gehen. Hierzu werde es vermehrt „Street-Worker“ geben. Für Hotspots stellt Markus Söder auch ein „Pilotprojekt“ in Aussicht, beispielsweise dass nur in die Schule darf, wer getestet ist. Konkrete Planungen gebe es noch nicht.„Die junge Generation hat alle Chancen, wir sind für jeden da. Wir wollen ganz bewusst schauen, begleitend zu unterstützen und Angebote zu machen, um punktuell zu helfen. Einerseits also die weisende Hand wenn es um Schule geht, und die helfende Hand, wenn es um soziale Aspekte gibt.“ Damit ist das Statement von Markus Söder beendet.

Update vom 8. März, 12.27 Uhr: Noch verzögert sich die Pressekonferenz. Es sollte dennoch jeden Augenblick losgehen.

Corona: „Gipfel“-PK mit Söder live - zwei Minister nehmen teil

Update vom 8. März, 11.50 Uhr: Die Pressekonferenz wurde verschoben. Es geht 30 Minuten später als geplant los. WIr sind ab 12.25 Uhr live dabei.

Update vom 8. März, 11.23 Uhr: In knapp einer halben Stunde beginnt das Statement von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München. Der „Kinder- und Jugendgipfel“ soll jungen Menschen eine Öffnungs-Perspektive ermöglichen, um wieder mehr soziales Leben in den jüngeren Generationen zu ermöglichen. Wir berichten ab 11.55 Uhr live in unserem Stream und Ticker hier im Text. Neben CSU-Chef Markus Söder werden auch Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sowie Familienministerin Carolina Trautner (CSU) teilnehmen.

Update vom 8. März, 8.48 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will am Montag mit Vertretern seines Kabinetts Möglichkeiten erörtern, wie Kinder und Jugendliche in der Corona-Pandemie besser gefördert werden können. Der Bayerische Jugendring hat dazu einen umfassenden Forderungskatalog vorgelegt. Er verlangt darin die schnelle Öffnung von außerschulischen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Von Ostern an sollen auch Ferienprogramme wieder möglich werden.

Söder hatte die Förderung von Kindern und Jugendlichen zur Chefsache erklärt. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass Kinder der heutigen Generation weniger Chancen hätten als die Generationen vor ihnen. Die heute Erwachsenen stünden in der Verpflichtung für die nächsten Generationen. Der Ministerpräsident, Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) wollen um 12.00 Uhr bei einer Pressekonferenz über Ergebnisse informieren. Wir berichten im Live-Ticker.

Update vom 8. März, 6.46 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Montagfrüh bei 54,2. Das geht aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. In den vergangenen 24 Stunden meldete die Landeshauptstadt 76 weitere Corona-Neuinfektionen und keine weiteren Todesfälle. Auf dem Covid-19-Dashboard ist München weiterhin orangefarben (Inzidenz von 50 bis 100) markiert.

Was gilt jetzt in München? Bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 können Einzelhändler für Kunden nur nach vorheriger Terminbuchung öffnen, ebenso wie Museen und Zoos. Der Tierpark Hellabrunn bietet Online-Tickets an. Bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten dürfen sich wieder treffen. Das ist auch die maximale Gruppengröße für kontaktfreien Individualsport.

Corona in München: Stadt bestätigt Inzidenz - breite Lockerungen doch nicht möglich

Update vom 7. März, 17.12 Uhr: Die Stadt München hat die gestiegene 7-Tage-Inzidenz ebenfalls mitgeteilt. Sie liegt, wie bereits berichtet (siehe Erstmeldung weiter unten) bei 52,1. Außerdem teilt die Stadt zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid19 mit. Insgesamt sind 121 Neu-Infektionen gemeldet worden. Das Überschreiten der Inzidenz von 50 hat weitreichende Folgen für München. Der Einzelhandel darf zwar öffnen - jedoch nur mit dem Prinzip „click & collect“. Das bedeutet, dass man lediglich mit einer Teminvereinbarung Einkaufen gehen kann. Eine Übersicht über alle Regelungen finden Sie hier.

Update vom 7. März, 13.14 Uhr: Markus Söder hat Kritik aus dem CSU-Bezirksvorstand Niederbayern an der andauernden Schließung weiter Teile des Einzelhandels und der Gastronomie zurückgewiesen. Deren Hygienekonzepte „funktionieren nur bei niedriger Inzidenz“, sagte der CSU-Chef am Samstag bei einer Bezirksvorstandssitzung. Er bekräftigte auch seine Meinung zu den nahenden Osterfeiertagen. Man müsse die Entwicklung abwarten: „In den nächsten zwei Wochen entscheidet sich, ob wir Oster-Urlaub oder Oster-Lockdown haben werden“, sagte Söder.

Bayerns Ministerpräsident versprach auch, zusätzlichen Impfstoff für Ostbayern zur Verfügung zu stellen. CSU-Bezirkschef Andreas Scheuer forderte: „Ostbayern muss wegen seiner Lage an der Grenze zu Tschechien zum Sonderkorridor werden.“ Die von der Staatsregierung zugesagten 50.000 zusätzlichen Impfdosen für die Grenzregion zu Tschechien seien ein erster Schritt, aber weitere Zusatzlieferungen seien notwendig. „Zusätzlich brauchen wir eine Flexibilität bei der Frage, wen wir damit impfen dürfen“, sagte der Bundesverkehrsminister. Söder sagte, er würde diese Entscheidung gerne den Landräten überlassen.

Wegen der Infektionen aus Tschechien gebe es in Ostbayern keine Lockerungen, „zum Nachteil der Schulen, des Handels, der Gastronomie und Hotellerie“, sagte der niederbayerische Landrätesprecher, Freyung-Grafenaus Landrat Sebastian Gruber.

München reißt wichtigen Corona-Grenzwert: Polizei löst Riesen-Party in Schwabing auf

Update vom 7. März, 12.12 Uhr: Tagelang lag die Sieben-Tage-Inzidenz in München unter dem wichtigen Grenzwert von 50. Am Sonntag überschritt die Landeshauptstadt die Marke - was auch Auswirkungen auf die ab morgen geltenden Lockerungen hat (siehe Erstmeldung). Die aktuellen Corona-Regeln wurden nun von zahlreichen Münchnern ignoriert: Wie die Polizei mitteilte, wurden die Beamten am Samstag gegen 1.25 Uhr verständigt, dass in einem Gebäude in Schwabing eine Party mit rund 100 Personen stattfinden soll.

Die Einsatzkräfte fuhren zur genannten Örtlichkeit und konnten laute Musik feststellen. Auf das Klingeln der Polizei wurde nicht reagiert. Letztendlich wurde die Eingangstür dann durch einen Verantwortlichen aufgesperrt. Die Beamten fanden im Gebäude jede Menge benutzte Flaschen und Gläser. „Die dazugehörigen Personen konnten nach und nach im Anwesen verteilt angetroffen werden. Insgesamt wurden 27 Personen festgestellt“, teilte die Polizei mit. Von allen wurden die Personalien erhoben, sie erhielten einen Platzverweis. Alle werden außerdem nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Trotz Corona-Lockdown: Große Party in München aufgelöst - Mehrere Anzeigen

„Ein 19-Jähriger aus München wollte dem ausgesprochenen Platzverweis trotz mehrfacher Aufforderung nicht nachkommen und wurde deshalb in der Folge in Polizeigewahrsam genommen“, heißt es weiter. Er beleidigte in diesem Zusammenhang einen Polizeibeamten und muss nun mit einer entsprechenden Anzeige rechnen. Ein anderer junger Mann (19) verweigert laut Polizei die Angaben zu seiner Person, er filmte außerdem die ihn betreffenden Maßnahmen der Beamten mit seinem Handy. Das Smartphone wurde als Beweismittel beschlagnahmt - auch er erhielt Anzeigen (Falsche Namensangabe, Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes). Eine 20-jährige Münchnerin, die ebenfalls wiederholt einem Platzverweis nicht nachkam, wurde in Gewahrsam genommen.

Bei Regierungserklärung angekündigt: Söder leitet am Montag „Kinder- und Jugendkonferenz“

Update vom 7. März, 11.22 Uhr: Markus Söder hatte es bereits angekündigt, nun ist es soweit: Am Montag findet unter der Leitung von Bayerns Ministerpräsidenten eine „Kinder- und Jugendkonferenz“ statt. Bei seiner Regierungserklärung am Freitag hatte er Kinder und Jugendliche zur „Chefsache“ erklärt.

Nach der Videoschalte wird es am Mittag eine Pressekonferenz geben. Daran nehmen neben dem CSU-Chef auch Familienministerin Carolina Trautner und Kultusminister Michael Piazolo teil.

München reißt Corona-Grenzwert - Überschreitung hat Folgen für Lockerungen

Erstmeldung vom 7. März, 7.42 Uhr: München - Der Corona-Grenzwert wurde gerissen: Nachdem München in den vergangenen Tagen unter der 50-er Inzidenz lag, liegt die Landeshauptstadt seit Sonntag wieder darüber. Das Robert-Koch-Institut meldet nun einen Wert von 52,1 (Stand 7. März, 3.11 Uhr), im Landkreis liegt die Inzidenz bei 48,8.

Corona-Grenzwert in München überschritten - Inzidenz laut Söder der „beste und vergleichbarste Wert“

Markus Söder hatte erst kürzlich erklärt, sich bei der weiteren Corona-Strategie nach wie vor an dem Wert orientieren zu wollen. „Er ist mit Abstand der beste und vergleichbarste Wert.“ Wer auf Todesraten warte, habe die Zeit verpasst, zu handeln. Das sagte Bayerns Ministerpräsident am Freitag in seiner Regierungserklärung.

Söder verkündete bei der Regierungserklärung sowie bei einer Pressekonferenz am Tag zuvor zwar die Lockdown-Verlängerung, aber auch weitere Öffnungsschritte für Bayern - einen Überblick über die Regeln finden Sie in unserer Übersicht. Am Montag (8.3) dürfen demnach Einzelhandel, Museen, Galerien und Zoos wieder öffnen. Unter einer Inzidenz von 50 - wie sie München bis gestern hatte - sogar nur mit vereinzelten Beschränkungen. Beispielsweise dürfen Läden nur einen Kunden pro zehn beziehungsweise 20 Quadratmeter Verkaufsfläche zulassen - je nach Ladengröße. Auch kontaktloser Sport im Freien wäre mit bis zu 10 Personen erlaubt.

Der Öffnungsplan im Überblick.

München überschreitet Corona-Grenzwert: Auswirkungen auf Lockerungen und Öffnungsschritte

Weil die Inzidenz in München nun aber über der 50er-Grenze liegt, sehen die Öffnungsschritte anders aus: Läden dürfen zwar öffnen, Kunden müssen dafür aber einen Termin buchen. Zugelassen ist außerdem nur ein Kunde pro 40 Quadratmeter. Museen, Galerien und Zoos dürfen auch öffnen, Besucher benötigen dafür aber ebenfalls einen Termin. Kontaktfreier Außensport wird trotz der gestiegenen Inzidenz möglich sein, allerdings nur mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten beziehungsweise mit maximal 20 Kindern. Frühestens 14 Tage später stünde dann Öffnungsschritt 4 an. Dabei geht es unter anderem um die Außengastronomie - auch dafür spielt die Inzidenz eine Rolle (siehe Übersicht) - gleiches gilt für die Schulen, die in Bayern ab dem 15. März wieder geöffnet werden.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa/dpa-Bildfunk

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