News-Ticker

Söder bringt Corona-Neuerung auf den Weg - Zahlen machen weiter Hoffnung auf Wende

Ein neues Münchner Bündnis will den Superreichen an die Tasche. Mit zusätzlichen Steuern soll die Corona-Krise finanziert werden. Alle News hier im Ticker.

  • Neues Münchner Bündnis will Reiche zur Kasse bitten, um für die Corona-Kosten aufzukommen (siehe Update vom 29. April, 17.42 Uhr).
  • Die nächtliche Ausgangssperre wird zur Freinacht wohl verstärkt kontrolliert werden (siehe Update vom 29. April, 10-49 Uhr)
  • Die Trend der Neu-Infektionen in München* ist weiter sinkend. (siehe Update vom 30. April, 5.59 Uhr).
  • Dieser Ticker ist beendet.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Über alle weiteren Entwicklungen rund um die Pandemie in München und Bayern können Sie sich in unserem neuen Corona-Ticker informieren. +++

Update vom 30. April, 5.59 Uhr: Der Trend hält an: Am Freitag meldet das RKI für die Landeshauptstadt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 127,9. Damit ist sie weiter gesunken. Am Vortag lag der Wert in München bei 131,6. Am Mittwoch betrug die Inzidenz 130,3, am Dienstag noch 140,8.

Rot-Rot-Grün will Superreiche wegen Corona zur Kasse bitten

Update vom 29. April, 17.42 Uhr: Geht es nach einem neu gegründeten Bündnis aus München, dann müssen Reiche bald tiefer in die Taschen greifen. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Donnerstag mitteilte, fordern sie in Zusammenarbeit mit weiteren Gewerkschaften, Sozialverbänden, kirchlichen Organisationen und Ortsgruppen mehrerer Parteien aus der Landeshauptstadt, dass besonders Vermögende höhere Steuern zahlen sollen.

Das Münchner Bündnis trägt den plakativen Namen „Superreiche zur Kasse“. Sie fordern unter anderem eine Vermögenssteuer, zusätzliche Abgaben für Millionen- und Milliardenvermögen, günstige Jahrestickets für den Nahverkehr und eine bessere Finanzierung des Gesundheitswesens. Man wolle verhindern, dass die Milliardenkosten der Corona-Krise auf den Schultern der Arbeitnehmer, einzelnen Selbstständigen und auf Unterstützung angewiesenen Menschen abgeladen werde.

Mitbegründer des Bündnisses sind die Grünen, die SPD, die Linkspartei, der Deutsche Gewerkschaftsbund sowie das Bayerische Rote Kreuz und zahlreiche andere Organisationen. Die Initiatoren erwarten, dass sich weitere Verbände noch dem Bündnis anschließen.

Corona in Bayern: Geimpfte gleichgesetzt mit Getesteten - Söder bringt Neuerung auf den Weg

Update vom 29. April, 13.45 Uhr: Bayern will genesene Corona-Patienten mit vollständig Geimpften und negativ Getesteten gleichstellen. „Wir werden nächste Woche die Gleichstellung von Genesenen auf den Weg bringen“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Sitzung des CSU-Präsidiums mit der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) in München. Weitere Details nannte er zunächst aber nicht.

Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, spricht auf einer Pressekonferenz in der CSU-Parteizentrale.

In dieser Woche hatte das Kabinett zweifach Geimpfte mit negativ Getesteten gleichgestellt. Das bedeutet etwa, dass sie bei einem Friseurtermin keinen negativen Test mehr vorlegen müssen. Nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatten bisher offene Detailfragen die Gleichstellung verhindert. Als Beispiele nannte er, wann eine Erkrankung als überstanden gelte und wie eine überstandene Erkrankung am besten nachgewiesen werden könne.

Update vom 29. April, 10.49 Uhr: Die nächtliche Ausgangsbeschränkung in Bayerns Corona-Hotspots mit Inzidenzen über 100 gilt auch in der Freinacht auf den 1. Mai. „Die Bayerische Polizei wird in der Freinacht verstärkt die Einhaltung der nächtlichen Ausgangssperre kontrollieren“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag in München. Auch in diesem Jahr müsse daher nahezu überall im Freistaat der Freinachts-Spaß leider coronabedingt ausfallen.

Corona in Bayern: Ausgangssperre gilt auch in Freinacht - Polizei verstärkt unterwegs

Herrmann verwies dabei auf die Regelung, wonach in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen der Aufenthalt von Personen außerhalb einer Wohnung bzw. des eigenen Grundstücks von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr untersagt ist.

„Corona macht auch vor Scherzbolden nicht halt“, sagte Herrmann. Auch Eltern müssten dafür sorgen, dass sich ihre Kinder an die Coronaregeln halten. Bei Missachtung drohen 500 Euro Bußgeld.

Corona: Inzidenz in München beinahe unverändert - Mehr als ein Viertel der Bayern geimpft

Update vom 29. April, 6 Uhr: Am Donnerstag meldet das RKI für München eine Sieben-Tage-Inzidenz von 131,6. Am Vortag lag der Wert bei 130,3, am Dienstag bei 140,8. Zuletzt war die 7-Tage-Inzidenz binnen weniger Tage stark gesunken. Geht dieser Trend so weiter, dürfte München in absehbarer Zeit wieder unter 100 fallen. Dies hätte zur Folge, dass sämtliche Mechanismen der „Notbremse“, fielen. Dazu gehört etwa die nächtliche Ausgangssperre.

Für ganz Bayern beträgt die Inzidenz 161,0.

Update vom 28. April, 20.18 Uhr: Inzidenzwerte voraus berechnen? Denkt man in die vergangenen Wochen und Prognosen zurück, so klingt das fast nach Hexenwerk. Doch das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) hat nun einen Frühindikator als Navigationshilfe für das Pandemie-Management entwickelt - salopp gesagt: eine Art Inzidenzrechner. Unter Beachtung verschiedener Indikatoren soll somit die Vorhersage von Inzidenzen möglich sein - zumindest eben ein Indikator, eine vorsichtige Prognose.

Wann würde demnach etwa die Inzidenz in München wieder unter 100 fallen? Die Stadt München könnte etwa bereits zum 15. Mai unter die kritische 100er-Inzidenz fallen und Anfang Juli sogar unter die 50. Der Kreis München könnte sogar schon Anfang Mai unter die 100 gelangen und gegen Ende des Wonnemonats auch die 50er Hürde nehmen.

Update vom 28. April, 19.46 Uhr: Mehr als ein Viertel der Menschen in Bayern ist mindestens einmal gegen Corona geimpft worden. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, haben inzwischen 25,5 Prozent der Bevölkerung im Freistaat eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Eine Zweitimpfung haben demnach bereits rund sieben Prozent der Menschen in Bayern bekommen.

Corona: Impfungen in Supermärkten? Söder prescht mit Vorschlag vor

Update vom 28. April, 16.07 Uhr: CSU-Chef Söder hatte bereits zu Beginn der Woche betont, dass man die Impf-Priorisierung so bald wie möglich aufheben solle. In einem Interview mit der Welt ging der Ministerpräsident jetzt sogar noch einen Schritt weiter: „Generell gilt: Wir brauchen Ärzteteams, die in mobilen Impfstationen in Supermärkten impfen können. Auch in Apotheken sollte geimpft werden. Es darf kein Impfstoff liegen bleiben, und vor Ort muss es schnell gehen - ohne lange Wartezeiten“, so Söder gegenüber Welt.

Weiter forderte er, sich bereits jetzt auf den Moment vorzubereiten, in dem die Priorisierung falle.

Corona: Bald Öffnung der Außengastronomie? Konkreter Vorschlag im Landtag

Update vom 28. April, 9.55 Uhr: Außengastronomie öffnen, Kulturveranstaltungen und Sport unter freiem Himmel, gelockerte Kontaktbeschränkungen und Abschaffung der Ausgangssperre: Die FDP im Landtag fordert einen Paradigmenwechsel in Bayerns Corona-Politik. „Anstatt den Menschen Aktivitäten an der frischen Luft zu verbieten, sollte die Politik sie dazu ermuntern“, sagte FDP-Fraktionschef Martin Hagen der Deutschen Presse-Agentur in München. In der aktuellen Pandemie lauere die eigentliche Gefahr für die Menschen in geschlossenen Räumen.

Hagen kritisierte, dass die Staatsregierung wissenschaftliche Erkenntnisse wie jene der Gesellschaft für Aerosolforschung zum geringen Infektionsrisiko im Freien ignoriere. „Die geltenden Corona-Regeln haben zu einer Verdrängung sozialer Kontakte in den privaten Raum geführt, der sich staatlicher Kontrolle entzieht. Wir wollen, dass sich die Menschen wieder verstärkt an der frischen Luft treffen statt in Privatwohnungen“, betonte Hagen.

Kinder unter 14 Jahren dürfen zu fünft unter freiem Himmel Sport treiben, die FDP drängt auf die Öffnung der Außen-Gastro.

Lockerungen gelten ab heute: Söder-Sonderweg beschlossen - München bald wieder unter 100?

Update vom 28. April, 6.27 Uhr: In München ist die Corona-Inzidenz erneut gesunken - und zwar deutlich. Nach Angaben des RKIs beträgt der Wert am Mittwoch 130,3. Am Vortag waren es 140,8. Insgesamt wurden 372 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. An den Folgen des Virus verstorben ist in den letzten 24 Stunden in der Landeshauptstadt niemand.

Markus Söder (CSU), spricht bei der Pressekonferenz nach dem Impfgipfel im Kanzleramt.

Update vom 27. April, 20.04 Uhr: Bayern legt jetzt beim „Impf-Turbo“ noch einmal einen Gang zu. Bereits einen Monat bevor es im Bund losgeht, will man im Freistaat mit dem Impfen in den Betrieben diese Woche noch starten. „Gemeinsam mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) haben wir eine ausgewogene Auswahl getroffen mit unterschiedlich großen Betrieben aus Hochinzidenzgebieten und aus allen Regierungsbezirken sowie unterschiedlichen Branchen“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag in München.

Ausgewählt wurden bei dem Projektstart Firmen und Betriebe, deren Angestellte ihre Arbeit nur in Präsenz ausüben oder nur beschränkt auf Homeoffice zurückgreifen können. Nach und nach sollen dann immer weitere Unternehmen in den Impfbetrieb eingebunden werden.  „Die Planungen für Modellprojekte für Impfungen sind bei den bayerischen Unternehmen auf eine breite und sehr positive Resonanz gestoßen. Denn viele Unternehmen haben bereits mit großem Engagement individuelle Impfkonzepte für ihre Betriebe entwickelt“, sagte Holetschek. Für das Modellprojekt werden rund 50.000 Impfdosen unterschiedlicher Hersteller bereitgestellt. Wann die ersten Münchner Unternehmen impfen dürfen, ist bisher noch nicht bekannt.

Corona: Neue Regeln für Bayern - das gilt jetzt

Update vom 27. April, 14.49 Uhr: In Bayern ändert sich einiges. Auf der Pressekonferenz (Live-Ticker zum Nachlesen siehe unten) verkündeten Markus Söder, Klaus Holetschek und Hubert Aiwanger die neuen Beschlüsse. Das Wichtigste noch einmal zusammengefasst:

  • Die Impf-Priorisierung soll in Bayern schon Mitte bis Ende Mai aufgehoben werden.
  • Vollständig Geimpfte werden in Bayern bereits ab diesem Mittwoch negativ mit Corona Getesteten gleichgestellt (siehe Updates 13.37 Uhr und 13.42 Uhr).
  • Zudem dürfen Blumenläden, Gartenmärkte, Gärtnereien und Buchhandlungen unabhängig von der Inzidenz wieder öffnen.
  • Außenbereiche zoologischer und botanischer Gärten dürfen auch oberhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 unter Auflagen öffnen, etwa mit einem negativen Corona-Test. (siehe Update 13.47 Uhr).
  • Die strikte nächtliche Ausgangsbeschränkung dagegen bleibt, ebenso wie die Inzidenz-Regel zur Schulöffnung (siehe Update 13.35 Uhr).

Corona: Söder verkündet überraschend Öffnungen - klare Absage an Bundes-Ausgangssperre - „Macht keinen Sinn“

Update vom 27. April, 14.11 Uhr: „Jede Maßnahme ist eine Einschränkung“, so Söder. Auch er würde sich wünschen, in einem Biergarten zu sitzen. Man dürfe jedoch nicht wieder den Fehler wiederholen, zu früh zu lockern. Dies habe einen immer eingeholt. Dann erlaubt er sich eine Spitze gegenüber seinem Vize Aiwanger. Dieser sei seit Beginn der Pandemie stets „noch optimistischer als ich“ gewesen, so Söder. Man müsse aber auch jetzt stets einen Konsens finden, mit dem alle zufrieden seien. Doch das habe bisher immer geklappt. Aiwanger hatte vorher betont, dass Regeln, wie etwa die Ausgangssperre, nochmals neu analysiert werden müssten, um spätestens ab Pfingsten mehr möglich zu machen. Damit ist die Runde beendet.

Update vom 27. April, 14.04 Uhr: Ladengeschäfte und Gartenmärkte sollen inzidenzunabhängig öffnen, wird nun noch einmal betont. Auch die Schule ist noch einmal Thema. „Hier sollte man auf der sicheren Seite bleiben“, sagt Holetschek. Man solle vorsichtiger bleiben. „Testen alleine hilft nicht“, ergänzt Söder. Der Inzidenz-Wert 165 war ein „Kompromisswert auf Bundesebene“.

Corona: Überraschende Lockerung verkündet - Strengere Ausgangssperre bleibt - Söder-PK aus München JETZT live

Update vom 27. April, 13.52 Uhr: Zu guter Letzt ist jetzt Gesundheitsminister Holetschek an der Reihe. Er betont nochmals, dass das Impfen im Mai an Geschwindigkeit gewinnen werde. Ziel sei es, bald mit der Priorisierung der Altersgruppen aufzuhören, um möglichst jedem sehr bald ein Angebot machen zu können. Damit ist die Pressekonferenz beendet. Nun haben Journalisten die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen.

Update vom 27. April, 13.47 Uhr: Nun ist Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger an der Reihe. „Wir haben heute einige Erleichterugnen auf den Weg gebracht,“ so Aiwanger, der damit die Inzidenz-unabhängigen Öffnungen von etwa Baumärkten, Gärtnereien oder Zoos meint. Er sei auch überzeugt, dass die Dinge in den nächsten Tagen und Wochen „weiter diskutiert“ würden, besonders das Thema Schulen sei hier von besonderer Wichtigkeit. „Sie wissen, dass ich kein Freund der Bundesnotbremse bin“, so Aiwanger, und erklärt sich dann zur Klage seiner Partei gegenüber der Bundes-Notbremse. Er glaube, dass eine „Pauschalisierung“ von Regeln nicht angebracht sei. Es bleibe abzuwarten, wie das Gericht in dieser Frage entscheide. Je nachdem, werde man sich die Dinge „in Bayern nochmal anschauen müssen“, so Aiwanger.

Markus Söder verkündete auf einer Pressekonferenz überraschende Lockerungen.

Update vom 27. April, 13.45 Uhr: Nun kommt Söder zum Thema Impfen. „Wir liegen relativ gut“, ordnet er die aktuelle Lage ein. Mit den Hausärzten habe sich die Geschwindigkeit beim Impfen erhöht, der Impf-Plan sei nun angepasst worden. Bis Mitte oder Ende Mai solle ohne Prioritäts-Vorgabe „jeder geimpft werden können, der will“. Der Schwerpunkt liege dabei bei Betrieben und Familien.

Corona: Söder-PK JETZT live - überraschend Lockerungen verkündet

Dann geht es um die Rückgewinnung von Grundrechten für vollständig Geimpfte. Hier müsse man so schnell wie möglich handeln, so Söder. Es sei „selbstverständlich“, dass man mehr Freiheiten erhalte, sobald der vollständige Schutz da ist. Damit greift der CSU-Chef dem Bund vor. Konkret heißt das: Wer zweimal geimpft ist, muss ab dem morgigen Mittwoch, 28. April, keinen Test, wo erforderlich, vorzeigen. „Die Rechte bedeuten keinen Anspruch auf Öffnungen“, ordnet der Ministerpräsident dann ein. Dennoch werde man überall dort, wo möglich, alle Grundrechte wiederherstellen. Als Fazit erklärt Söder dann: „Der Weg der Vorsicht und Umsicht bleibt. Wir sehen auch Licht durch mehr Impfen. Der Mai wird ein „hellerer Monat“ werden, im Juni werde man in eine deutlich bessere Lage kommen.“ Kernziel sei weiterhin, so viel wie möglich von „unserem geschätzten alten Leben“ wieder zurückzubekommen, so Söder.

Update vom 27. April, 13.36 Uhr: Die Protagonisten sind da. CSU-Chef Söder ergreift das Wort. „Corona bleibt leider in Deutschland auf einem extrem hohen Niveau. In Bayern wird die Tendenz milder, sie ist abflachend“, beginnt der CSU-Chef recht positiv sein Statement. Die Realität sei jedoch, dass die Zahlen noch immer „viel zu hoch“ seien. „Es gibt überhaupt keinen Anlass zur Entwarnung“, bremst Söder dann doch die Erwartungen. Man sehe, dass vor allem bei den jüngeren Altersgruppen die Inzidenzen steigen. „Es gibt keinen Anlass aufzugeben oder sich zurückzulehnen. Vorsicht bleibt der oberste Maßstab. Wir befinden uns auf einer langen Zielgeraden“, so Söder. Entscheidend sei jetzt ein Mix aus Notbremse und Impfen.

Corona: Strengere Ausgangssperre bleibt - Überraschende Lockerung verkündet - Söder-PK aus München JETZT live

Man werde die bundesweite Notbremse in Bayern anpassen, dies hält der Miniserpräsident für „vertretbar“. Konkret heißt das: Die Ausgangssperre bleibt so wie sie ist. Der CSU-Chef begründet dies damit, dass die Kontrollen zwischen 22 und 0 Uhr sonst zu schwer seien. Auch bei den Schulen gibt es Neuigkeiten: Bayern bleibt auch hier bei der Inzidenz von 100, die eine Schließung von Schulen bedeutet. Damit bleibt man in zwei Punkten strenger als der Bund.

Dennoch verkündet der CSU-Chef auch eine überraschende Lockerung: Geschäfte wie Büchereien, Zoos, botanische Gärten oder Gärtnereien dürften öffnen. Dies gelte ab morgen.

Video: Der ganze Livestream zum Nachhören

Corona: Brisante Söder-PK aus München JETZT live- Ausgangssperre vor Lockerung?

Update vom 27. April, 13.30 Uhr: CSU-Chef Söder, Gesundheitsminister Holetschek (CSU) und Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler) dürften bald da sein. Es geht jeden Moment los.

Corona in Bayern: Ausgangssperre vor Lockerung? Söder-PK gleich LIVE

Update vom 27. April, 12.53 Uhr: In knapp 30 Minuten werden die Protagonisten zur Pressekonferenz erwartet. Sie können die PK dann oben im Live-Stream und hier im Ticker verfolgen.

Update vom 27. April, 10.57 Uhr: Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger steht seit Beginn der Corona-Pandemie für den Gegenpol zur „umsichtigen“ Strategie von CSU-Chef Söder. Die Gegensätze spitzen sich seit Wochen immer mehr zu, den vorläufigen Höhepunkt erreichte die Diskrepanz spätestens mit der Klage der Freien Wähler vor dem Bundesverfassungsgericht. „Wir müssen jetzt schnellstmöglich all die Dinge lockern, die der Bund uns erlaubt“, sagte Aiwanger vergangene Woche. Dazu würde unter anderem eine Anpassung der nächtlichen Ausgangssperre gehören. Im Augenblick gilt diese in Bayern ab 22 Uhr. Die Bundes-Notbremse sieht jedoch eine entscheidende Ausnahme: Dort ist das Spazierengehen und Joggen - sofern man dies alleine tut - bis 0 Uhr erlaubt. Dementsprechend würde eine bayerische Anpassung an den Bund eine Lockerung bedeuten.

Update vom 27. April, 09.19 Uhr: Nach dem gestrigen Impf-Gipfel in Berlin stach CSU-Söder besonders durch seine vehementen Forderungen nach Freiheiten für vollständig Geimpfte heraus. Doch was bedeutet das für Bayern? Gemeinsam mit Gesundheitsminister Holetschek (CSU) und Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler) informiert der Ministerpräsident heute über den Stand der Corona-Dinge in Bayern. Dabei ist nicht nur die Impf-Strategie ein Thema, auch die gesamte Pandemie-Strategie der kommenden Wochen soll geklärt werden.

Corona: Söder-PK LIVE - Brisante Pressekonferenz mit Spannung erwartet

Besonders brisant dabei: Die Freien Wähler distanzieren sich immer mehr vom Kurs der „Umsicht und Vorsicht“. Spätestens nach der Einreichung der Klage im Bundesverfassungsgericht gegen die Bundes-Notbremse dürfte es in den Kabinetten nicht unbedingt gemütlicher zugehen. Wir berichten ab 13.30 Uhr hier live in unserem Ticker und Stream.

Update vom 27. April, 07.10 Uhr: Das Oktoberfest in München steht auch im Jahr 2021 coronabedingt vor einer Absage. Zwar will Oberbürgermeister Dieter Reiter (62, SPD) sich im Mai noch mit Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) kurzschließen, eine Ausrichtung der Wiesn im kommenden Herbst hält er allerdings nicht mehr für realistisch. Grund sei vor allem das immer noch hohe Infektionsgeschehen, das eine Planung derzeit nicht zuließe.

In München ist die Corona-Inzidenz leicht gesunken. Nach Angaben des RKIs beträgt der Wert am Dienstag 140,8 (Vortag 146,8). Innerhalb der letzten sieben Tage wurden in München 2.090 Infizierte registriert. Seit Ausbruch der Pandemie sind in der Stadt insgesamt 1.163 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Update vom 26. April, 17.56 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte im Anschluss an den Impf-Gipfel in Berlin mehr Freiheiten für vollständig Geimpfte an. Darunter fällt etwa das Wegfallen der Testpflicht für Click&Meet-Angebote. Noch sei mit sieben Prozent der Teil der geschützten Personen recht klein, so die Kanzlerin. Diese werde jedoch stetig wachsen.

In einer Beschlussvorlage im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes werde man in Zukunft debattieren, wie Grundrechte Stück für Stück wieder zurückgewonnen werden könnten. Beschlossen habe man heute noch nichts.

Corona: Nach Merkel-Gipfel in Berlin: Söder mit klaren Worten - „Das ist absurd“

CSU-Chef Markus Söder betonte, dass es eine „Hoffnungs-MPK“ war. Es sei klar, dass es nach der Notbremse „Vollgas fürs Impfen“ geben müsste. Der bayrische Ministerpräsident sei für eine rasche Aufhebung der Priorisierung, wie er auf der Pressekonferenz in Berlin erklärte.

Zu Beginn der Kampagne habe man gegen Mortalität geimpft, nun tue man es auch, um Freiheiten und Mobilität zurück zu gewinnen. Klar sei auch, dass vollständig Geimpfte wieder mehr Grundrechte erhalten sollten. „Das ist absurd“, so Söder, einen Test vorweisen zu müssen, wenn man bereits zweimal geimpft sei.

Zusammenfassend sagte der CSU-Chef: „Wir werden Corona überwinden. Wir werden in den nächsten Monaten riesige Schritte gehen. Für den Stand heute kann man sagen: Wir sind auf einem echt guten Weg.“

Ministerpräsident Bayerns: Markus Söder von der CSU.

Update vom 26. April, 16.25 Uhr: In Berlin findet in diesen Minuten der „Impf-Gipfel“ mit Kanzlerin Merkel (CDU) statt. Die große Frage dabei: Kriegen vollständig geimpfte Personen bald wieder mehr Freiheiten zurück? CSU-Chef Söder informiert gemeinsam mit Gesundheitsminister Holetschek (CSU) und Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler) am morgigen Dienstag, 27. April, um 13.30 Uhr über die Ergebnisse des Gipfels und die Auswirkungen auf Bayern.

Corona: Söder-PK mit Spannung erwartet - Bald deutlich mehr Freiheiten?

Gleichzeitig will das Trio über die weitere Corona-Strategie informieren, die der Freistaat für die nächste Zeit plant. Brisant dürfte das Aufeinandertreffen so oder so werden - spalten sich die Freien Wähler in letzter Zeit immer mehr vom Weg der „Umsicht und Vorsicht“ ab. Zuletzt klagte man vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die „Bundes-Notbremse“. Wir informieren morgen freilich live an dieser Stelle über alle Entwicklungen aus München.

Update vom 26. April, 13.45 Uhr: Könnten die Schulen in München doch bald öffnen? Geht es nach den Freien Wählern und Kultusminister Michael Piazolo, sollte sich Bayern an die Bundes-Notbremse halten und den dort festgelegten Grenzwert für Schulschließungen von 165 (-Inzidenz) verfolgen.

Aktuell werden Schulen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 geschlossen bzw. bleiben im Distanzunterricht. In München sind sie deshalb schon seit geraumer Zeit wieder zu.

Kultusminister Piazolo: Schulen erst ab einer Inzidenz von 165 schließen

Piazolo will das nun ändern. „Das ist das Ziel der Freien Wähler, wenn die bayerische Regelung am 9. Mai ausläuft“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die bis dato befristete bayerische Corona-Verordnung. Er gehe davon aus, dass der Koalitionspartner dies auch möchte, „denn die CSU hat der Bundesnotbremse ja zugestimmt“.

Sollte sich Piazolo durchsetzen, würden die Schulen in München nach aktuellem Infizierten-Stand geöffnet werden. Am Montag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 146,8.

Update vom 26. April, 6.14 Uhr: In München ist die Corona-Inzidenz erneut leicht angestiegen. Nach Angaben des RKIs beträgt der Wert am Montag 146,8. Zum Vergleich: Am Sonntag betrug die 7-Tage-Inzidenz in der bayerischen Landeshauptstadt noch 145,5. Innerhalb der letzten sieben Tage wurden in München 2.179 Infizierte registriert. Seit Ausbruch der Pandemie sind in der Stadt insgesamt 1.162 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Update vom 25. April, 19.15 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie fordert CSU-Chef Markus Söder, dass deutlich mehr in der Arbeitswelt und in Familien geimpft wird. „Wir brauchen Betriebsimpfungen, wir brauchen Familienimpfungen“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Grund sei, dass in Firmen und Familien eine hohe Ansteckungsgefahr herrsche. Damit müsse eine weitgehende Freigabe der Impfstoffe einhergehen, sagte Söder. Die Priorisierung nach Alters- und Berufsgruppen sowie Krankheitsbildern sei am Anfang sinnvoll gewesen, „aber jetzt entwickelt sie sich zunehmend zu einem Zeithindernis“.

Geht es nach Markus Söder, sollen Geimpfte mehr Freiheiten bekommen.

Corona: Söder legt in der ARD nach - Bald mehr Freiheiten für Geimpfte?

Das Impfen sei die „einzige Chance“ zur Eindämmung der Pandemie, sagte Söder - und mahnte zu mehr Tempo. Die Impfzentren funktionierten gut, aber schneller gehe es nur über die Ärzte. Zur Debatte über die Gewährung von Freiheitsrechten für Geimpfte und Genesene sagte der CSU-Chef, wenn jemand geimpft sei, könne er seine Rechte auch wieder einfordern vom Staat. Dies sollte nun „zeitlich gut gestaffelt“ geschehen. Auch sei die baldige Aufhebung von Beschränkungen ein Anreiz, sich impfen zu lassen.

Erstmeldung vom 25. April 2021

München - Es klingt wie eine langersehnte Botschaft. „Die Massnahmen, die wir jetzt beschlossen haben, werden zusammen mit dem Impferfolg die Lage bald deutlich verbessern.“ Diesen Tweet setzte Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) vor wenigen Tagen ab. Auch steht der Epidemiologe immer noch dazu, dass uns ein „Super-Sommer“ bevorsteht. Insgesamt also keine allzu schlechten Nachrichten. Trotzdem hat die Corona-Pandemie das Leben weiter vollkommen im Griff. In München* gilt, wie an allen anderen Orten Deutschlands mit einer Inzidenz über 100, die nächtliche Ausgangssperre*. Dazu ist die Gastronomie geschlossen, Theater, Kinos oder Sportstätten sind ebenfalls dicht. Doch immerhin: Das exponentielle Wachstum der Neu-Infektionen scheint zumindest vorerst an Dramatik zu verlieren.

Corona: Merkel-Gipfel steht bevor - Söder mit deutlicher Ansage

In München liegt die wichtige 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 145,5 (Stand: 25. April). In den letzten Tagen war diese immer weiter zurückgegangen. Am Samstag, 24. April, lag sie bei 146,8. Insgesamt 312.300 Menschen haben in München bereits die erste Impfung erhalten (Stand: 23. April, Quelle: Stadt München). 107.700 Personen haben in München bereits den vollen Impfschutz erhalten. Wichtige Zahlen, die in Zukunft sogar entscheidende Regel-Änderungen bringen könnten. Am Montag, 26. April, findet in Berlin unter der Leitung von Kanzlerin Merkel (CDU) ein weiterer Impf-Gipfel statt- CSU-Chef Söder meldete sich bereits über seine Social-Media-Kanäle zu Wort, und sprach bereits von „Rückkehr zu Freiheiten“ für Geimpfte.

Corona: Söder spricht von Rückkehr zu Freiheiten - Bringt Gipfel Paukenschlag?

Wer zweimal geimpft ist, sollte wieder mehr Freiheiten haben. Die Quarantäne bei der Einreise sollte wegfallen. Außerdem sollten mit einem Impfpass auch andere Zutritts- und Besuchsrechte im Alltag ermöglicht werden. Das erhöht auch den Anreiz, sich impfen zu lassen“, so der bayerische Ministerpräsident auf Twitter. Was genau mit Zutritts- und Besuchsrechten gemeint ist, bleibt dabei jedoch offen. Umso mehr wird der morgige Gipfel mit Spannung erwartet. Da die Zahl der Geimpften in ganz Deutschland weiter stark ansteigt, stellen sich jetzt neue Fragen in der Pandemie umso dringender. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

Auch interessant

Kommentare

aufrecht bayerisch
(1)(0)

... Söder ist ein miserabler Ministerpräsident, ein grottenschlechter Krisenmanager und hoffentlich bald da, wo Huber und Beckstein heute sind ... im tiefen Loch der politischen Bedeutungslosigkeit !

RaptorAntwort
(2)(0)

Für eine Fahrradsteuer wäre ich auch.

MuenchnaAntwort
(0)(0)

Zitat: "liefert das oberste Einkommensviertel drei Viertel des Gesamtsteueraufkommens".